Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.

Konfuzius

  

Erfahrungsberichte von TeilnehmerInnen der Visions-Suchen


 

Die Visionssuche ist auch jetzt noch, 3 Jahre im Nachhinein eine der wichtigsten Erfahrungen in meinem Leben und sicher mit dafür verantwortlich, dass bei mir seit dem Beginn meines Studiums wirklich alles toll läuft. Deine vertrauensschaffende Leitung des Erlebnisses ist mir noch sehr positiv in Erinnerung.
(Lukas, heute 21 Jahre, Visions-Suche für Jugendliche im Salzkammergut 2008)


 

Die erste Euphorie ist abgeklungen, der Alltag hält langsam wieder Einzug – und dahinter spüre ich ein ruhiges Fließen von etwas Neuem. Sätze, die ich in diesen Tagen von euch geschenkt bekommen habe, tauchen immer wieder wie kleine persönliche Mantren auf - und Bilder, Gefühle, die vielen Geschenke an mich in den Tagen der Auszeit und auch der Vor- und Nachbereitungszeit.
Eine persönliche Krise, die mein Leben sehr erschüttert hat, hat mich dazu gebracht, den Schritt zu tun; mit Angst, aber auch einem ganz starken Gefühl dahin gehen zu müssen. Und ich habe mich nicht getäuscht, habe mich noch nie so am richtigen Platz gefühlt, wie bei dieser Visionssuche.

Wenn ich gedanklich zu meinem Platz der Auszeit zurückkehre ist da eine ruhige Freude, ein „einfach sein mit dem was ist“ (Danke Simone für diesen Satz!) ein Gefühl eingebettet zu sein in das Große Ganze, das selbst zur Natur Werden inmitten der Natur und die tragende Verbindung zu den anderen Suchenden und zum immer für uns schlagenden – trommelnden, singenden, betenden - Herzen des Basislagers. Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, in welcher Intensität ich dieses Verbundensein spüren durfte.

Wie das Wetter war auch meine Stimmung wechselnd, was dabei neu für mich war: einfach mitgehen, mich nicht dagegen wehren und das zyklische Prinzip dahinter anerkennen. Die Themen waren alte Bekannte aber etwas in mir hatte sich gewandelt, neue Blickwinkel, nicht gekannte Fähigkeiten wurden ins Leben gerufen und ich bekam eine liebevollere, wertschätzendere Sicht auf mich. Was für ein Geschenk! Worte wie Fülle, Schönheit, Vertrauen, aber auch Ausdauer, Geduld, Verantwortung haben eine neue Tiefe bekommen. Und was ganz wichtig für mich war - Wunden durften heilen, Altes durfte verabschiedet werden.
In meiner Absichtserklärung habe ich mir ein mich selbst neu Gebären und auf dieser Erde Willkommenheißen gewünscht – diesen Wunsch habe ich mir erfüllt!

Ich möchte euch Simone und Christian, die ihr mir das ermöglicht habt, durch euer Sein und den liebevollen, achtsamen Raum, den ihr während der ganzen Zeit für uns gehalten habt, aus ganzem Herzen danken;
euch „Mitsuchenden“ für das Zuhören, für das Teilen eurer Geschichten – wie schön wir sind, wenn wir uns ganz zeigen;
und ein großes Danke an Mutter Erde und all ihre Wesen, die mich in dieser Zeit gelehrt, behütet und begleitet haben.
(Doris, 41 Jahre, Visions-Suche im Salzkammergut 2011) 


 

Es sind nun einige Wochen seit meiner Visionssuche vergangen und ich bin noch immer fasziniert und überwältigt von der Einfachheit und gleichzeitig von der Fülle dieser Auszeit. Wenn ich Fülle sage, dann ist es eigentlich eine Leere. Die Leere der 4 Tage und Nächte im Wald, die mich gefüllt haben mit mir selbst. Besser gesagt, in denen ich Vieles abgeworfen, liegen gelassen haben unter den Bäumen, Ballast abgelegt, den Kopf entleert, ... . Es gab nichts zu tun, niemand kam in die Quere, die Zeit ging, ohne dass ich sie einteilen musste, der Tag verging die Nacht kam, die Nacht verging der Tag kam, .. . Ich musste nichts tun alles regelt sich von selbst und ich stand mitten drin!. Selbst das Essen fehlte nicht wirklich. Durch das Entschlacken auf allen Ebenen kam mein Ich immer mehr zum Vorschein und zur Geltung. Die Stille wurde immer lebendiger.

Es war die beste "Meditation" die ich je gemacht habe: ich wurde direkt zu meinem Wesen geführt. Ich danke, meine Seele dankt, dass ich dabei war. Die Spiegelungen, die ich von Simone und Christian erhalten habe, haben das Erlebte in kraftvolle Bilder verwandelt, die mich jeden Tag begleiten und die auch nach aussen wirken.
(Reinhard, 61 Jahre, Visions-Suche im Salzkammergut 2011)  


 

Ich war gestern erstmals seit der Mondwanderung wieder in der Natur und bin einen Weg gegangen, der neu war. Ich kam an einen kleinen See, zwischen den Weinbergen und setzte mich ans Ufer und betrachtete diese Wasserstelle. Mir fiel sofort auf , daß er total trüb war, dunkel, ganz schlammig am Rand . Kurz, er gefiel mir nicht wirklich.
Aber ich setzte mich auf einen Stein und schaute ins Wasser. Da entdeckte ich etwas, daß aussah wie ein Stück Holz. Dann bewegte es sich ein wenig und ich sah daß es ein Fisch war. Komisch dachte ich wie kann der hier nur leben? Er war recht groß, ich schätze mal 40cm lang.

Ich fühlte daß er etwas mit mir machte. Ich verband mich mit ihm und sofort schwamm er ein Stück weiter. Ab und zu kam er kurz zum Atmen an die Oberfläche. Und dann sagte er mir: "das Alte ist vorbei"

Plötzlich sah ich das sich die Welt im See spiegelte. Ich sah die Bäume, Sträucher, den Himmel und die Wolken. Wie oben so unten.
Und ich entdeckte auf einmal jede Menge Leben im See. 1oote von kleinen Fischen, einen springenden Fisch, und die rosa und weißen Seerosen waren traumhaft schön. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut. Ich bedankte mich beim Fisch und spürte eine wunderbare Energie. Der Fisch schwamm dann in eine andere Richtung davon.

Glücklich ging ich weiter, pflückte viele Blätter von der Schafgarbe, wilder Karotte, Brennessel, und roten Klee und fühlte mich so dankbar, diese Natur ist einfach göttlich. (Marie-Theres, 59 Jahre, Mondwanderung im Salzkammergut 2011)  


 

Der Weg nach Strobl zur Visionssuche war ein schwerer - mein innerer Widerstand wuchs mit jedem gefahrenen Kilometer.
Ich kam zu spät - eigentlich wollte ich nie ankommen - alle warteten.
Ich bin kein spiritueller Mensch und weiss nichts mit Redestab, Räucherschale und Gesang anzufangen.
Ich bin hin und her gerissen, ich tue mich schwer mich einzulassen und dazusein. Ich habe Angst mich anzuschauen und natürlich vor den Tagen des Alleinseins und der Einsamkeit oben auf dem Berg.
Ich bin geblieben und habe gewagt in mich zu schauen, inne zu halten und mir anzuschauen woher ich komme und wohin ich gehen möchte.
Begleitet und gut behütet von Euch beiden - Simone und Christian - die mir Werkzeuge an die Hand gegeben haben Räume in mir zu öffnen, die lange Jahre zugesperrt waren. Eure Geduld und Euer Respekt machten mir den Weg auf den Berg erst möglich, und es fiel mir plötzlich leicht diesen Weg hinauf zu gehen. Auch wenn ich noch nicht absehen kann, was mir die Zeit bei Euch an Veränderungen für mein Leben bringen wird - weiß ich jetzt schon, dass ich einen Anfang gemacht habe - denn ich habe Dinge erlebt, die ich schon lange als nicht mehr spürbar vergessen hatte. Dass Ihr mir das möglich gemacht habt, dafür möchte ich Danke sagen.
Der Abschied aus Strobl fiel mir schwer - und mit jedem Kilometer den ich mich entfernte wuchs die Gewissheit in mir, dass ich eines Tages zurückkommen werde.
(Josef, 46 Jahre, Visions-Suche im Salzkammergut 2011)  


 

Meine Visionssuche hatte schon lange vor der eigentlichen Visionssuche begonnen. Ich hatte schon länger gespürt das ich etwas in meinem Leben verändern muss und dieses Gefühl verstärkte sich, als mich am Anfang diesen Jahres ein guter Freund fragte: Henning, was willst du eigentlich machen in deinem Leben - kennst du deinen Weg? Ich schaute ihn an und konnte seine Frage nicht beantworten und ich konnte sie nicht einmal mir selber beantworten.
Es vergingen Tage und Wochen und dieses Gespräch lies mich nicht los. Ich spürte immer mehr dass ich nicht zufrieden war mit meiner jetzigen Situation, ich kannte meinen Weg nicht und ich wusste nicht wohin ich gehöre. Daraufhin schaute ich mich im Internet ein wenig um und fand Visionssuche und die Homepage von Christian Kirchmair. Ich verschaffte mir zuerst einen Überblick, las mir ein wenig seine Infos durch und kam dann zu den Erfahrungsberichten, wo ich mir dachte: wow – das kann ich nachempfinden und ich bekam Gänsehaut. Mit jedem Bericht wuchs meine Neugier und ich hatte den Wunsch genau das zu erfahren, was so viele vor mir schon erfahren haben.

Ich füllte das Kontaktformular aus, schickte es ab, wenig später meldete sich Christian bei mir und wir trafen uns in der Stadt. Selbst nach diesem Gespräch hatte ich weiter Zweifel, war ich nicht überzeugt und fragte meine Freunde um Rat. Doch hier erlebte ich eher Ablehnung und Unverständnis. Ich hatte mir Zuspruch erhofft, wollte doch ein Ja, mach das, hören. Schließlich fand ich aber auch drei Freunde die mich bestärkten es zu machen. Ich hatte bisher in meinem Leben keinerlei Erfahrung im zelten, alleine in der freien Natur zu sein, noch vom Fasten gesammelt. So war ich hin und hergerissen und wagte dann doch tatsächlich diesen Schritt und meldete mich an.

Es kam der Tag der Abreise. Ich machte mich von Wien auf nach Strobl und kam am späten Nachmittag als Erster dort an. Nach und nach trafen auch alle anderen Teilnehmer ein und wir verstanden uns alle auf Anhieb gut. Nach drei Tagen Vorbereitungszeit ging es dann hoch zur Alm. Dort angekommen machte sich ein jeder auf die Suche nach seinem Kraftplatz. Ich fand meinen erst nach intensiver Suche, aber ich fand ihn. Die letzte Mahlzeit nahmen wir alle zusammen ein und nach der letzten, regnerischen Nacht spürte ich meine Entschlossenheit es zu tun, es gab kein zurück mehr. In der Früh gab es noch einen Tee, dann ging es los. Ich war vollgepackt mit meinem Schlafsack, Plane, Isomatte und meiner Tasche. Auf meinem Platz angekommen brauchte ich eine Ewigkeit bis ich meinen Unterschlupf für die nächsten vier Tage und Nächte fertig gebaut hatte, aber ich schaffte es genauso wie die Tage und Nächte draußen in der Natur. Ich konnte draußen für mich spüren, was wichtig war. Teilweise fühlte ich mich ganz frei im Kopf und dachte über nichts nach, konnte mich gehen lassen, was ich vorher nicht kannte. Ich konnte auf einmal geduldig warten und schauen, was der Tag mit mir macht, ich konnte so sein wie ich bin. Ich heulte und lachte, schrie und sang...ich erlebte wirklich alle Emotionen da oben. Es machte mir nichts aus allein zu sein, das kannte ich eh, was neu für mich war, war dass ich ohne Essen und nur mit Wasser sein konnte.

Ich schaffte das Unvorstellbare und bin sehr stolz auf mich. Was diese Visionssuche mit mir machen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Es hat mir gut getan, das kann ich spüren. Ich habe wunderschöne Tage, Stunden, Minuten und Sekunden mitnehmen können und würde heute noch gern in Strobl sein. Jede Reise hat ein Ende, aber nicht die Visionsreise, die ist für mich noch lange nicht vorbei. Simone und Christian haben meine Reise sehr gut begleitet und wurden Freunde für mich. Sie waren immer mit ganzem Herzen dabei. Danke!

Mittlerweile sind zwei Wochen vergangen und ich liege hier auf meiner Couch. Draußen ist es dunkel, es weht der Wind. Neben mir brennt eine Kerze, davor der geflochtene Kreis der Himmelsrichtungen und der Redestab sowie der Talisman den ich bekommen habe. Ich fühle alle anderen TeilnehmerInnen in diesem Moment bei mir und sage danke, dass ich bei Eurer Reise mit dabei sein durfte.
(Henning , 34 Jahre, Visions-Suche im Salzkammergut 2011)


 

Strobl. Sei herzlich willkommen, komm an, komm in den Kreis, erzähl deine Geschichte, woher kommst du, warum bist du gekommen, einer kommt später, komm in die Küche, komm schau den verfinsterten Mond, komm zum Essen, komm ins Gespräch, komm um 8:30 Uhr, komm finde deine Absicht, komm ans Feuer, komm nimm den Putzlappen in die Hand, komm pack deine Sachen zusammen,
komm wir gehen auf die Alm. 4 Tage und 4 Nächte into the Wild, into the Wald, Sommersonnenwende, Schwellenzeit. Alleine, ohne Essen, mit einer Plane aus dem Baumarkt.
Regen, kalte Nächte, Hagel, Sonnenschein, kräftiger Sturm und Gewitter. Die Fußsohle blutig geschnitten, von einer Schnecke auf der Wange geweckt, ein Ast im Auge, von Insekten zerstochen, eine Schramme an der Stirn und zwei Zecken am Bauch. Kühe, übermütige Marder, Kröten, sanftmütige Rehe, Ameisen, der Schrei des Bussards und des Rehbocks. Mein sumpfiges Tal im Norden, schneebedeckte Berge, der ruhige See, verletzte Baumrinden und kostbares Harz. Gewandert, gepirscht, getrommelt, geweint, gesungen, gemalt, gefroren, geschlafen, geschrieben, gehadert, gestaunt, gesehen, geräuchert, gedacht, geliebt, gestöhnt, geschöpft, gezaubert, geflucht, geträumt, gehört, gelacht, gefühlt, gesammelt, genossen, gestorben und gewacht. Begleitet und heimgesucht von vertrauten Lieben, von Verstorbenen, von dunklen Wegelagerern, von Verbündeten und Freunden aus allen Himmelsrichtungen, von weisen Lehrern und Geschichtenerzählern, von Trommelklängen und Gebeten aus der Basishütte.
Frei… wild… wunderschön… klar… erhebend.
Tief verbunden mit dem Elementaren, mit den Kräften und mit nährenden Quellen. Jeder für sich und alle gemeinsam als Gruppe aufgehoben im großen Ganzen. Beeindruckt… demütig… dankbar. Zurückgekehrt. Zurück über die Schwelle, zurück in eine Umarmung, Tränen, zurück in die Almhütte, zurück zu meinen Visionsfreunden, erschlankte Gesichter, strahlende Augen, Umarmungen, zurück an den Suppenteller, zurück zu den ersten Worten, zurück nach Strobl, zurück zur Dusche, zurück zum Festmahl und zur Musik. Dichte, intensive Tage danach. Geschichten hören, Geschichten erzählen. Mitteilen, miterleben, mitweinen, mitstaunen und mitfühlen. Manches noch unverstanden, manches noch verpackt und manches noch lange in der Schatzkiste. Geschenke.
Deine Geschichte ist auch meine Geschichte. Meine Geschichte ist auch deine Geschichte. Herzlichen Dank an Euch, Simone und Christian, für das gekonnte Aufbereiten des Erfahrungs- und Erlebnisraumes. Herzlichen Dank an Euch Visionssucher, JCHDREH, für Euren Mut, Eure Geschichten und Euer Sein. Wir Strobler-2011-Visionssucher drehen uns als gemeinsames Rad weiter. Ho!
(Margit , 36 Jahre, Visions-Suche im Salzkammergut 2011)


 

Als ich für mich entschlossen habe diese Reise zu machen, hatte ich noch viel vor mir. Zuerst musste ich meine Eltern davon überzeugen, dass es der richtige Zeitpunkt für mich ist eine Visions-Suche zu machen, denn sie waren nicht davon begeistert, dass ihre „kleine“ Tochter sich so einer großen Herausforderung stellen wollte. Für mich waren die 10 Tage ein Wechselbad der Gefühle und eine riesengroße Lebenserfahrung, die mir viel über mich selber verraten hat. Heute kann ich sagen, dass sich mein starker Wille gelohnt hat und ich dieses Erlebnis in meinem Leben nicht mehr missen will.
(Luisa, 17 Jahre, Visions-Suche für junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)   


 

Vor der Visions-Suche war alles, was ich mir unter einer Auszeit vorstellen konnte, ein Abenteuer, die Chance sich in einer Extremsituation selbst zu testen. Ich wollte am liebsten 3 Tage Sturm und den am weitesten entfernten Platz. Ich bekam 10 absolut intensive Tage. Jeder einzelne faszinierender und fordernder als alles, was ich erwartet hatte........Und insgesamt ein unglaubliches Geschenk für mich, wie auch all das, was danach kam!
Ich danke dir und allem was dazu gehört hat.
Der Stein wurde angestoßen und ich freue mich zu sehen, wo er überall hinrollt.
(Lena Maria, 18 Jahre, Visions-Suche junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)


 

Nach der Auszeit auf der Alm hat sich jeder TeilnehmerIn selbst einen Brief geschrieben. Du Christian hast sie für uns aufbewahrt und nach einem Jahr per Post zugeschickt. Ich bekam den Brief kurz bevor ich mich wieder auf den Weg nach Strobl machte, um meinen jüngeren Bruder zu seiner Visionssuche zu bringen.
Du hast einmal während der Zeit in Strobl gesagt, dass die Visionssuche eigentlich mindestens ein Jahr lang dauert. Jedenfalls kommt es mir nunmehr so vor, als hätte genau nach einem Jahr mit meinem zweiten, wenn auch nur ein paar Stunden dauernden Aufenthalt im Salzkammergut, ich plötzlich alles im Sack gehabt.

Ich habe mich bis dahin immer wieder zurückgesehnt zu den Erlebnissen meiner Auszeit. Im Jahr danach war ich stark beeinflusst von dem Talisman, einem Vogel, den Du für mich als Andenken ausgesucht hattest. Zunächst war ich sehr stolz auf ihn, dann hatte ich das Gefühl das er meine körperlichen Gefühle stark verstärkt und ihn daher aus Angst nicht mehr getragen. Mir wurde viel bewusst, bis sich die Wogen um den Vogel wieder glätteten, und ich bekam wieder ein unbeschwertes, liebevolles Verhältnis zu ihm.

Als ich also genau ein Jahr nach meiner Auszeit wieder auf die Alm zurückkehrte, begegnete ich auf meinem Spaziergang wieder dem Bussard. Auf dem Nachhauseweg war mein Talisman dann nicht mehr auffindbar, er ist wohl dort geblieben und das ist in Ordnung für mich.

Mein Absichtssatz mit dem ich damals in die Natur hinaus gegangen bin, war für mich etwas Neues und Erstaunliches. Die Dinge die ich über mich erfahren habe waren ja schon immer in mir drinnen, aber jetzt weis ich es! Ich kann hinaus gehen und spüren, dass ist ein inniger Teil meines Lebens geworden. Ich werde bestimmt wieder einmal eine Visionssuche machen, denn das ist Irre!
(Andreas, 20 Jahre, Teilnehmer Jugend-Visions-Suche im Salzkammergut 2009)


 

Seit meiner Auszeit in den Alpen habe ich in jeder Hinsicht extrem viel erlebt, überwiegend positives.
Nach der Auszeit hat sich in kurzer Zeit viel getan. Ich hab jetzt das Architektur Studium in Angriff genommen und es macht total Spaß, auch wenn es manchmal an alle Grenzen stößt. Kurz um. Die Visionssuche die du geleitet hast, hat mich einen riesen großen Schritt in meinem Leben weitergebracht. Dafür danke in dir und all dem, was noch damit zu tun hatte.
(Jonas, 20 Jahre, Visions-Suche für junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)


 

Brief vor der Visions-Suche: ich war bei Natur. ich habe mich gefühlt einsam und niemand ist bei mir, keine Familie, keine bruder und keine vater und mutter. leben ist so schwerig und ich kenne nicht niemand zu sprechen und die kultur ist ganz andere und die leute sind ganz andere und die Lande ist ganz andere. ohne Familie in andere lande das ist sehr traurig.

ich bin mit 16 jahre meine land verlassen und nach Österreich gekommen. Leute geboren hier und mit familie hat genug brot und bequem leben. wir haben nicht bequem leben und genug brot für essen, keine arbeit und keine geld in unsere Land. was ist leben?

Danach: ich weiß das ich bin und Weg finden jetzt leicht. Natur auf mich passt, ich fühlen was ich alles hab, leben hat sinn und sein nicht mehr allein. Ich möchten frau und familie und Kinder und arbeit und werden glücklich. DANKE
(Ali Dost, 18 Jahre, Flüchtling aus Afganistan;
Visions-Suche für junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)


 

„Die Natur schenkt einem das, was man braucht – nicht das, was man sich wünscht.“

Ich hätte mir drei Tage lang Sonne gewünscht. Ich hätte mir ein Plätzchen gewünscht, hoch oben mit Aussicht auf die heiligen Berge, vielleicht einen See oder Bach in der Nähe, ein schützendes Wäldchen im Rücken. Ich hätte mir Durchhaltewillen (in jeder Situation!) gewünscht.

Es hat zwei Tage und zwei Nächte lang geregnet und gewittert. Mein Lager liess mir freie Sicht aufs Basecamp und die Widerstandskraft von Körper und Seele war etwa so stark wie meine zwar heimelige, aber etwas ungünstige Regenplanen-Konstruktion...

Es kam also alles ganz anders als erträumt. Aber eines ist sicher: uns wurde das beste Wetter überhaupt geschenkt und ich hatte für mich den wunderbarsten Platz auf Erden gefunden! Der Weg zu dieser Erkenntnis war von vielen Zweifeln und Tränen geprägt. Doch endlich konnte ich auch wieder weinen und die Schönheit des Loslassens erfahren.

Es ist nicht einfach, seinen Platz im Leben zu finden. Und genauso schwierig gestaltete sich auch meine Platzsuche auf der Alm. Wie eine Verrückte stürmte ich jeden Berg hinauf und gönnte mir weder Rast noch Zeit um mich selbst zu spüren. Nach Stunden der erfolglosen Suche kehrte ich mit einem Gefühl der Leere ins Basecamp zurück.

Heute weiss ich, dass ich nicht auf die höchsten Berge muss, um zufrieden zu sein. Meinen Platz fand ich erst am anderen Tag und er fühlte sich absolut richtig an. In meiner Auszeit auf der Alm genoss ich die Ruhe und Gewissheit, absolut nichts tun zu müssen. Jeder noch so kleine Schritt war von Bewusstheit erfüllt und ich erlebte singend und durch den Wald streifend Stunden des einfachen Glückes. Ich konnte viel Ungutes ablegen und Vertrauen in mich und die Welt tanken. Selten zuvor in meinem Leben habe ich eine solch echte Herzlichkeit und Brüderlichkeit unter Menschen erlebt, wie ich sie bei der Visionssuche erfahren durfte. Ich glaube, ich habe meine Augen noch nie in einem derartigen Blau leuchten sehen, wie in den Tagen nach der Auszeit...
(Ursina, 20 Jahre, Visions-Suche für junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)


 

Gedicht für die Männer, von uns Frauen

Ihr Männer die ihr seid,
liebevoll und stark,
aggressiv und mutig.
Wir Frauen lieben euch,
und wir brauchen euch.

Wir fühlen uns angezogen und
sind bezaubert von eurem
Spirit und eurem Logos.

Ihr seid wie ihr seid.
Und ihr liebt und begehrt uns Frauen.
Ihr fürchtet euch vor uns,
weil wir intuitiv eure Gefühle wahrnehmen,
manchmal bevor ihr etwas preisgeben möchtet.

Es ist an der Zeit,
dass wir Frauen aufhören diese Macht zu missbrauchen.

Es ist an der Zeit,
dass wir anfangen diese Macht zu nutzen,
um in einen liebevollen Kontakt mit euch zu treten.
Einen Kontakt der von gegenseitigem Respekt
und Anerkennung zeugt.

Es ist für uns an der Zeit,
aufzuhören das zu leben was ihr seid,
euch das vorzuleben, wie wir euch haben möchten.

Es ist an der Zeit,
dass wir Frauen wieder das leben was wir sind.
Und so auch ihr Männer das leben könnt, was ihr seid.

Damit wir uns vereinen und gemeinsam
mehr Liebe in diese Welt hinaustragen können.
Wir schaffen gemeinsam neues Leben.

Möge die Kraft des Feuers uns antreiben.
Möge der Wind uns abkühlen,
das Wasser uns leiten und reinigen.
Möge die Erde uns ein Zuhause sein.

Diese Zeilen hat Stefanie in ihrer Auszeit auf der Alm verfasst und den anderen Teilnehmern als Geschenk zurück gebracht. Mit ihrer Erlaubnis darf ich es auch auf meiner Homepage veröffentlichen.
(Stefanie, 24 Jahre, Visions-Suche für junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)


 

Für mich war diese Zeit eine Erfahrung, die an Intensität mit nichts vergleichbar ist, was ich bis dahin kannte. Ein unglaublich weites Feld von Gefühlen und Stimmungen - von Genuss bis Verzweiflung, von innerer Ruhe bis Rastlosigkeit, von "nichts passt" bis "alles darf so sein wie es ist" … begleitet von sehr starken und einprägsamen Bildern aus der Natur.
Ich habe nichts grundlegend Neues über mich erfahren - es waren dieselben Themen wie in meinem "alltäglichen Leben", ich war und bin immer derselbe - aber ich habe alles ganz neu erlebt, gefühlt und wahr-genommen.
Mir wurde bewußt, dass ich ein gewisses Maß an Sicherheit brauche, um entspannen und genießen zu können, um meine Lebendigkeit und Kreativität zu spüren, um meinen Weg zu gehen. Aber welchen Aufwand treibe ich für wieviel (vermeintliche) Sicherheit?
Ich wurde reich beschenkt. Da war eine Blumenwiese - an Vielfalt und Schönheit durch nichts zu übertreffen. Auf dem Gipfel eine junge Frau und ein junger Mann, die mit Leichtigkeit und Freude den Moment genießen. Beim Abstieg kam ein Kräutermännchen quer des Weges. Das Leben darf schön sein - es ist alles da! Worauf warte ich?

Eines meiner Geschenke, die ich in den Tagen draußen bekommen habe, sind Texte zu bekannten Melodien. Hier ist eine Kostprobe mit meinen Worten zu der Melodie "Let it be" von den Beatles.

Let it be, let it be, let it be - yeah - let it be,
there are million things I don't see, I don't see

If I go out and trust my heart,
things are showing up to me,
spending light on my way,
let me see, let me see

Let it be, let it be, let it be - yeah - let it be,
just look outside your window, and you'll see, and you'll see

Mein Dank aus tiefstem Herzen geht an die Männer, die mich bei dieser Erfahrung begleitet haben - und an Christian Kirchmair, der den Raum geschaffen und seinen Raum gegeben hat, mit viel Liebe und Klarheit, mit Präsenz und Kompetenz, mit einer Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit, wie sie sonst nur in der Natur vorkommt. Danke, Christian!
(Jens, 47 Jahre, Visions-Suche auf einer Alm im Salzkammergut 2010)


 

"Da war einfach nichts". Diese Worte, ausgesprochen nach einer Nachtwanderung in absoluter Dunkelheit in der Vorbereitungsphase zu den 4 Tagen Visionssuche in den Bergen, waren der Toröffner aus den dunklen Untiefen meiner inneren Welt. Mir ging im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf. Es ist unglaublich, wie viele "Gespenster" wir im Laufe unseres Lebens kreieren und pflegen. Die damit verbundenen Ängste quälen uns ein Leben lang. Ausser man nimmt sich eine "Auszeit" in der Natur und stellt sich ihnen. Wenn diese Auszeit so professionell und kompetent geführt wird, wie Christian Kirchmair es tut, dann ist der größtmögliche Erfolg garantiert. Es hängt nur noch von Dir selber ab, denn das alles hat alleine mit Dir zu tun.

Wenn ich mir die Erzählungen meiner VorschreiberInnen durchlese, dann bekomme ich Tränen in die Augen, denn es sind genau meine Empfindungen und Gefühle, die in diesen Worten stecken, als wäre ich bei ihnen gewesen. Irgendwie war und bin ich es auch. Diese Verbundenheit, selbst mit mir unbekannten Menschen und aus der Entfernung, ist unglaublich stark und zukunftsweisend. Sie gibt Kraft.

Es stimmt: wir leben ein Leben, das uns immer mehr von uns selber entfernt. Aber die moderne Welt ist so wie sie ist, wir haben sie erschaffen. Lernen wir mit ihr gut umzugehen. Dazu müssen wir aber zuerst lernen gut mit uns selber umzugehen. Ich kenne keine effektivere Methode als diese Visionsuche. 11 Tage von 365 Tagen in einem Jahr! Was für ein kleiner Einsatz für so einen grossen Gewinn, den man dafür bekommt.
(Hans, 47 Jahre, Visions-Suche auf einer Alm im Salzkammergut 2010)


 

2 Wochen danach: Irgendwie vermisse ich Euch alle. Es scheint, dass wir eine tiefe, unsichtbare aber fühlbare Verbundenheit entwickelt haben in jenen 11 Tagen, die schon über zwei Wochen zurückliegen. Zwei Wochen, die mir einerseits wie eine Ewigkeit vorkommen, und andererseits als wäre es vorgestern gewesen.

Ich möchte diese Gelegenheit ergreifen, um Euch einige meiner Gedanken und Erfahrungen in diesen Tagen mitzuteilen. Als Vision-Quest-Küken sind das meine ersten in dieser Richtung. Zuerst war ich sehr froh, dass das alles vorbei war. Endlich wieder in einem anständigen Bett schlafen, keine feuchten Klamotten anziehen, meine geliebte Frau spüren, usw. Das waren meine ersten Gedanken auf der Heimfahrt. Ich konnte nur langsam, für meine Verhältnisse sehr langsam fahren. Hatte das Gefühl, ich fahre mir selber davon. Ich war wirklich "entschleunigt". Ein gutes Gefühl. Auch das meiner Stärke und meiner Ganzheit. Neue Gefühle, oder besser, sehr lange nicht mehr gefühlte. Eine merkwürdige Mischung aus sich selber spüren und sich neugierig beobachten, was noch so passieren möge.

Meine Frau hat mich merkwürdig empfangen, fast wie einen Fremden. Jemand in mir wollte verletzt und beleidigt sein, der andere in mir aber wusste um die Angst, die ihr schon vor der Visionssuche gekommen war, und die sie sehr verunsichert hat. Die weibliche Intuition ist stark. Sie hat meine "Veränderung" vorgespürt. Sie hatte einfach Angst, mich zu verlieren. Meine Stärke und Ganzheit brachte Gewissheit mit sich, was sich wie, wann entwickeln wird und was zu tun war. Ich habe sie geführt, und sie hat sich dann auch führen lassen, weil sie wieder Vertrauen in die Stärke ihres Mannes spürte. Heutzutage gehen wir gezielt gemeinsam bei einem schweren Gewitter in den Wald spazieren. Hätten wir früher nie gemacht. Auch sonst hat sich unsere etwas aus der Bahn geratene Beziehung, die in Alltäglichkeiten, Pflichten, Gewohnheiten, usw. zu ersticken drohte, neu belebt. Wir lieben uns wieder wie in der ersten Zeit, aber aus der Erfahrung von heute. Ein tolles Gefühl.

Ja, ich habe mich verändert. In dem Sinne, dass ich mich in meine eigene Richtung verändert habe, zu mir selbst. Ich kann heute genau unterscheiden, wann mein Kind das Ruder übernimmt oder übernehmen will und ihn lassen oder liebevoll zurücknehmen. Es ist aber auch wichtig, ihm einen Platz zur Entfaltung zu geben, wo er Kind sein kann und darf, unbeschwert und unbekümmert, ohne Druck, Erwachsenenrollen spielen zu müssen.

Für mich ist das etwas Gewaltiges, was sich da langsam aber kontinuierlich in einem tut. Manchmal kommt etwas heraus, durch einen Traum, einen Geistesblitz, eine Vision. Überhaupt haben sich vorhandene Wahrnehmungskanäle erweitert und auch manche neue entwickelt. Etwas geschieht mit mir. Manchmal ist mir das unheimlich, was ich da alles spüre, sehe und fühle. Ich muss mich dann zurücknehmen, um die Menschen um mich nicht zu überrollen. Die Kraft und die Gewissheit bringen aber auch Geduld und Gelassenheit mit sich. Und das ist etwas, das einen das alles zusätzlich noch geniessen lässt. Kennt ihr das auch? Sich selber spüren und geniessen zu können? Ich kann mich nicht erinnern, das schon einmal so empfunden zu haben.

Christian Kirchmair. Das ist für Dich ganz alleine: DANKE! Ohne Dich hätte ich das u.U. nie gemacht. Was für ein Verlust für mich selber. Es waren deine seelenvolle Persönlichkeit, Deine Stärke, Ruhe und Gelassenheit, Deine Kompetenz, Deine Offenheit und Natürlichkeit, die Art wie Du uns aufgenommen und ein Heim gegeben hast, aber auch die Art wie Du uns geführt und geschützt hast am Berg. Auch wenn Du sagst, dass Du kein Schamane bist. Du bist einer!
(Bernard, 56 Jahre, Visions-Suche auf einer Alm im Salzkammergut 2010)



Der einmalige Spirit dieses Quests wird mich weiterhin auf allen Wegen begleiten: Wir haben gelacht und geweint, gesungen und getanzt, gelitten und triumphiert und, vor allem, gespürt und gefühlt! Mehr geht wirklich nicht - die Intensität und Nachhaltigkeit habe ich meinem Mut, aber auch dem meiner großartigen Kameraden zu verdanken, die sich wie ich der Herausforderung gestellt haben.
(Christian, 54 Jahre; Visions-Suche für Erwachsene; Alm im Salzkammergut 2010)


 

An dem Wochenende der Jugend-Visonssuche wurde ich reich beschenkt. Mein Sohn Andreas war unterwegs in Österreich bei seiner Initiation zusammen mit Christian, Claudia und 12 anderen Jungen Erwachsenen. Ich wurde von ihm eingeladen, zusammen mit seiner Mutter, beim Zurückkommen aus dem Retreat und beim Teilen der Geschichten und Spiegeln dabei zu sein. Die Geschichte von Andreas über seine Auszeit hat mich tief berührt. Auch wir Eltern waren eingeladen, das zu teilen, was uns beim Erzählen der Geschichte bewegt hat. Es war Raum da, um Danke zu sagen, um Verzeihung zu bitten und stolz zu sein - stolz auf unserern Sohn, der nun als freier Mann seinen eigenen Weg geht. Es war ein tiefes, berührendes und wunderbares Erlebnbis. Mit ihm und allen anderen diese Stunden teilen zu können, hat mich so bereichert und beflüglet, dass ich dafür gerade keine weiteren Worte finde.
(Vater von Andreas, Teilnehmer Jugend-Visions-Suche im Salzkammergut 2009)


 

Vor zwei Jahren war mein Sohn Maximilian bei Ihnen. Maximilian und ich haben nie über die Zeit bei Ihnen gesprochen. Er wollte das nicht.
Nun habe ich durch Zufall auf Ihrer Website seinen Eintrag gesehen und freue mich so, dass er einen Weg den er für sich gefunden hat beschreibt. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er seiner Vision folgen kann.
(Vater von Maximilian, Teilnehmer Jugend-Visions-Suche im Salzkammergut 2007)



Vision Quest Juni 2009 – für mich eine Zeit, die ich wohl nie wieder vergessen werde. Das kann ich jetzt 2 Wochen später schon sagen, denn die Veränderungen, die sich „ergeben“, sind tiefgreifend, auch wenn sie noch nicht hundertprozentig absehbar sind.
Schon in der Vorbereitungszeit konnte ich tief eintauchen in alte Kindheitsmuster und Verletzungen. Die Vision Quest selbst war für mich wie Sterben und Wiedergeboren-Werden. Begleitet von Christian und Simone konnte ich erleben, wie es sich anfühlt, so ganz angenommen und getragen zu werden, als ich leider erkrankt 2 Dauerregentage in unserem Basiscamp verbringen musste. Fast wort- und begegnungslos waren diese beiden Tage, als ich fastend und allein in meinem Schlafsack lag, und doch war diese Zeit für mich unglaublich wichtig. Und gerade weil ich so sein durfte wie ich bin (und musste, weil mir mein Körper keine andere Wahl ließ), und mich deshalb auch nicht als Versager gefühlt habe, konnte ich mit Hilfe dieser beiden „Geburtshelfer“ in der anschließenden Zeit in der Natur meine Wiedergeburt erfahren.
Ich habe mir im Vorfeld von Christian einen „Tritt“ gewünscht, damit ich endlich das Leben lebe, das ich mir immer gewünscht habe. Nun habe ich wirklich diesen „Tritt“ bekommen und bewege mich auf einem neuen Gleis, und das in Bezug auf mein GANZES Leben.
Vielen Dank euch beiden für diese unglaublich schöne, wertschätzende und einfühlsame Begleitung!
(Doris, 49 Jahre; Visions-Suche für Erwachsene; Alm im Salzkammergut 2009)



Mein Wunsch für die Mondwanderung war es, meine Erkenntnisse der letzten Jahre zu einem Resümee zu verschmelzen und mit neuen Visionen in die Zukunft zu gehen. Schon Christians Fragebogen zur Vorbereitung auf das Seminar hat bei mir wichtige Fragen aufgeworfen und mich sehr gut auf das Seminar eingestimmt. Der Platz auf der Alm ist idyllisch und sehr nach meinem Geschmack. Grüne Almen, dunkle Nächte mit knisterndem Feuer und ein paar Tierlauten, schlafen unter freiem Himmel am Waldrand, ein großes Stück Ruhe ohne alle Ablenkungen: Da konnte ich gut zu mir finden!
Ich wusste ungefähr wie der Ablauf sein und was auf mich an Aktivitäten so zukommen würde, die Erlebnisse und Ergebnisse dieser drei Tage waren aber zum Teil sehr überraschend für mich. So konnte ich Themen meiner Kindheit und Jugend positiv abschließen, die zu bearbeiten ich gar nicht im Sinn hatte.
Die 1 ½ Tage zur Vorbereitung aber auch der Tag zur „Nachbereitung” waren für mich sehr wichtig. Christian hat mir dafür tolle „Werkzeuge” angeboten und die Gruppe sehr angenehm und sehr professionell geleitet. Das Feedback der anderen Seminarteilnehmer war sehr bereichernd, aber es war auch interessant die unterschiedlichen und doch ähnlichen Probleme der Gruppenteilnehmer kennen zu lernen. Danke an Euch alle! Eine super Erfahrung und der große Wunsch so etwas öfter und auch länger zu machen!
(Thomas, 39 Jahre, Mondwanderung, auf einer Alm im Salzkammergut 2008)



Mein Lebensmotto „Tu, was Du willst”, das so einfach klingt, und gar nicht immer einfach ist, war zum Stillstand gekommen. Ich wusste nicht mehr, was meine Ziele sind, was mir fehlt, wo ich mich in meinem Leben hinbewegen sollte, was ich mit dieser großen inneren Leere in mir anfangen sollte. Mein Alltagsleben jobseitig als Unternehmensberater und begeisterte Bergsportlerin in meiner Freizeit, hatte schon vor acht Monaten eine Zwangspause durch einen schweren Sportunfall abbekommen. Aber gerade jetzt, da meine beschädigten Knochen wieder langsam geheilt waren, und Arbeit und Freizeitaktivitäten wieder hektisch weiter liefen, wurde die Verzweiflung immer größer.
Diese dreieinhalb Tage auf der Alm, in der Natur, besonders diese 24-Stunden-Reise in das Land hinter der Schwelle, haben alles umgedreht. Die Natur hat mir mit dunklen Waldflecken, Irrwegen, stärkender, und auch brennender Sonne, dem wunderschönsten Sternenhimmel, unzähligen Sternschnuppen, singendem und mahnendem Wind, hellgrünen Frühlingsfarben, und klaren, kalten Steinen gezeigt, was das nun ist in mir, das diese graue, schmerzende Geröllwüste in meinem Inneren angerichtet hatte, und wie es wieder zu einem blühenden, sprießenden, wachsenden Garten in mir erstrahlen kann. Nun kann ich wieder weiterleben!!! Dazu gehört auch, dass ich mich wieder mehr als vollständige Frau fühle, auch wenn bzw. gerade weil ich die Männerwelt um mich rum so sehr schätze, liebe und brauche. Christians weise Intuition, menschliche Hilfe, Erfahrungsschatz und – last but not least – Professionalität mit den Rahmenbedingungen waren maßgeblich dafür, dass mir die Natur soviel gespiegelt hat. Ihm und auch der wunderbaren Gruppe von Mitteilnehmern danke ich zutiefst.
(Karin, 37 Jahre, Mondwanderung, auf einer Alm im Salzkammergut 2008)



Woow, das war echt eine interessante Erfahrung... Ich fand es ungemein entspannend zu keiner Zeit einen Rückzugspunkt zu suchen, weil ich mich nie angegriffen fühlte. Mir war diese Offenheit am Anfang fremd und meinem bisherigen Leben diametral entgegengesetzt. Ohne Nahrung nur mit einer vollen Kanne Wasser, bin ich den Berg hinauf. Ich fühlte mich nicht schwach, war nicht hungrig. Ich war getrieben von unbestimmbarem Hass und Wut und stürmte so schnell hinauf, dass ich als ich oben angekommen war etwas perplex um mich sah. Auf dem Berg. Ruhe. Unendliche Ruhe sondergleichen. Ich atmete schwer und war fix und fertig. Ich blieb zwei Stunden sitzen und schaute in die Berge. Ich mag die Berge nicht wenn ich im Tal bin! Aber oben war meine Aussicht so weit. Der Himmel war klar und ich konnte mich Sattsehen.
Ich war am Ende eines Weges, ob ich wollte oder nicht. Der Berg war zu Ende. Ich saß da und spürte wieder die Wut und den Hass und irgendwann war es mir zu viel und ich ließ Beides fallen. Und dann war da nichts mehr und ich sah nur noch das Land. Gegen Ende dieser Zeit völliger Leere fing ich an zu weinen. Ohne Grund. Ohne Gefühl. Irrational, mir fremd. Es machte mich traurig. Am Ende der Zeit auf dem Berg fand ich meinen Satz für die Auszeit und schrieb ihn mit einem Edding auf einen der vielen großen, fest verwachsenen weißen Steine. Ich hörte den Bussard schreien und wusste, dass es gut war, denn der Moment und mein Gefühl passten und so verlies ich den Berg auf einem neuen Weg. Meinem Weg, denn diesen Weg gab es bisher noch nicht. Ich bahnte mir einen Weg durchs Unterholz. Der Unterholzbruch den ich verursachte störte mich nicht. Ich hatte Striemen und blutige Kratzer aber mir war es egal, weil ich auf meinem selbst gewählten Weg unterwegs war.
Ich werde meine Spuren in der Welt hinterlassen und jeder wird dann selbst entscheiden müssen ob sie ihm gefallen oder nicht. Ich habe für mich entschieden, nicht mehr auf die Akzeptanz in der Gesellschaft zu schauen - und das ist für mich die größte Herausforderung auf dem Weg zu mir selbst. Ich bin zwar derselbe Mensch geblieben und hatte nicht die Erleuchtung auf der Alm. Ich habe aber vieles für mich mitgenommen und werde nun mein Leben von den Schatten früherer Ängste und Fehlschläge befreien, damit ich wieder ich selbst sein kann. Diese Erkenntnis ist etwas vom Wichtigsten was mir aus der Zeit der Visions-Suche geblieben ist. Wenn ich das geschafft habe, bin ich der Herr meiner Zeit und nicht mehr ein Opfer von Erwartungen und Terminen, die zu einer gesellschaftlichen Akzeptanz führen.
(Maximilian, 20 Jahre, Jugend-Visions-Suche auf einer Alm im Salzkammergut 2007)


Ich hatte das Gefühl, daß ich mich mit mir beschäftigen sollte! Mein bisheriger Platz war gut erfüllt mit Ausgeglichenheit. Einerseits herrschte diese positive innere Ruhe in mir und andererseits ruhte ich mir zu viel. Ich spürte meine positive Lebensveränderung als junger Vater in ihrer vollen, unausweichlichen Wucht – ich spürte, dass jetzt mein Zeitpunkt da ist, einen Schritt im Leben weiterzugehen. Aufgrund meiner unterkühlten Beziehung zu meinem Vater war für mich die Reflexion eines erfahrenen Mannes wichtig – wichtig, damit ich meine Lebensveränderung besser leben kann. Meine Gehhilfen sind mein Körper, mein Geist und meine Seele. Einige Stunden bei einem Psychologen waren für mich zwar auch gut, aber es gibt für mich zwei wesentliche Vorteile der Vollmondwanderung bzw. der Visionssuche – die Zeit und die Gemeinschaft. Die empfundenen Erkenntnisse sind nachhaltiger!
(Egon, 36 Jahre, Mondwanderung auf einer Alm im Salzkammergut 2007)



Für mich waren diese drei Tage etwas ganz Besonderes. Die Ruhe und die Nähe zur Natur haben in mir wieder etwas hervorgerufen, was ich schon längst vergessen hatte. Da ich auch im 6. Monat schwanger war, war es für mich ein wundervolles Erlebnis mit meinem Kind allein in der Natur zu sein, es zu spüren, mit ihm zu reden und zu singen. :-)) Ich wünschte ich hätte länger die Natur, die Tiere und die Gezeiten erleben können. Es hat mir wieder mal die Bestätigung gegeben, dass der Mensch nicht dafür geschaffen ist in Städten zu leben, hinter verschlossenen Türen und Mauern, umgeben von verpesteter Luft! Nun, wo mich die Stadt wieder eingeholt hat, komme ich mir wieder vor wie ein Buschmann in der Zivilisation. Ich vermisse diese Ruhe und die Zeit, die einem wie eine Ewigkeit vorkommt. Ich wünschte, die ganze Welt wäre nicht so hektisch, um zu sehn was das Leben noch zu bieten hat, außer diesen materiellen Dingen um uns herum. DIE WELT SOLLTE AUF VISIONS-SUCHE GEHEN!!!!!
(Tanja-Michelle, 23 Jahre, Jugend-Visions-Suche auf einer Alm im Salzkammergut 2006)



Eine Visionssuche liegt hinter mir. Und es bleibt mehr als eine Erinnerung. Da sind nicht nur Bilder, Gedanken und Worte in meinem Kopf, die aus vergangenen Zeiten berichten. Das war kein Erlebnis, das nur für den Moment war, und das mit der Heimreise beendet und abgeschlossen ist. Es bleibt ein tiefes Gefühl, eine Verbindung. Immer wenn ich die Natur aufsuche, spüre ich diese Verbindung wieder auf. Ich fühle mich wie heimgekehrt, ganz geborgen zwischen den Bäumen und Sträuchern. Die Natur wirkt intensiv auf mich ein, ich sehe dort viel mehr, als ich noch vor drei Wochen sah. Der Wald ist für mich zu einem Ort geworden, an dem ich in mich selbst einkehren kann, an dem ich tiefer in mein eigenes Wesen vordringe und dort Dinge entdecke, die vorher verschüttet lagen. Auf der Visionssuche, zu der ich mich dort zurückverbinde, habe ich eine Kraft in mir gefunden, die meine Chancen, ich selbst zu sein, wesentlich erhöht. Und das scheint mir unendlich viel wert zu sein – schlicht und einfach der zu sein, der ich bin.
Während der Auszeit habe ich festgestellt, wie ewig lang eine Minute und wie kurz drei Tage sein können. Ich wurde eingeführt in die Kunst der Rituale, die das ausdrücken, wozu Worte zu wenig sind. Ohne Nahrung, ohne Bücher, ohne Musik – ohne den ganzen Input, der sonst tagtäglich auf mich einströmt, schaffte ich es, etwas aus mir herauszubringen, das sonst von diesem vielen Gegenverkehr zurückgedrängt wurde. Auf meiner Visionssuche hatte ich zum ersten Mal den Eindruck, andere Menschen wirklich kennen zu lernen. Dort gibt es Spaß, dort gibt es aber auch Ernsthaftigkeit. Es gibt lachen, es gibt aber auch weinen. Es wird von schönen, es wird aber auch von den schlimmen Dingen im Leben berichtet. Es hat alles seinen Platz. Die Visionssuche ist etwas, auf das ich mit Stolz zurück blicken kann, eine Erfahrung, die mein Leben beeinflusst hat, und ein markanter Meilenstein, der den Punkt kennzeichnet, an dem ich meinen eigenen Weg ging.
(Karim, 19 Jahre, Jugend-Visions-Suche auf einer Alm im Salzkammergut 2006)



Ein doppelter Regenbogen spannte sich am Abend zum Abschluss meiner Medizinwanderung über das Tal. Dieses kräftige Symbol führte mich in einen Kreis, in eine Gemeinschaft von heiligen Männern. Aufgehoben im Kreis der Männer weinte ich um meinen Vater, weinte und tanzte ich aus Freude über meine Kinder, spürte ich die tiefen Verletzungen meines Herzens nach und schrie meine Wut, meine Schmerzen, wie ein verletztes Tier in die Welt hinaus. Gepaart mit den Tränen der Trauer, pflegte ich meine Wunden, erkannte die tiefe Verbundenheit mit meinem Vater und meinen Ahnen und im Kreis der Männer fühlte ich mich verstanden. Im Durchwandern des Medizinrades spiegelte sich mein Leben wider und tauchte ein in die Dunkelheit meines Schattens, aus dessen Tiefe sich Kräfte erhoben und ich meiner Selbst mit Achtung und Stolz als Mann gewahr wurde.
Im Kreise der Männer ein Versprechen abgegeben, mit sich und der Gemeinschaft sorgsam umzugehen, wurde die heilige Schwelle zur größten Heilerin überschritten, zur Mutter Erde. Die aufgehende Sonne hüllte die Landschaft in mystisches Licht und Mutter Natur zeigte sich in ihrer ganzen Pracht und Schönheit und ihr mächtiger Atem nahm mich auf. Überwältigt von diesem Angenommensein kamen Tränen und ich spürte meine Manneskraft. Mein Samen ergoss sich über das Kleid von Mutter Natur mit einem mächtigen Schrei – ich bin hier und lebe.
Und die Erde zeigte mir ihr Leben, wohlwollend im Glanz der Sonne, sprachen Bäume, Steine und Fluß zu mir, berührte mich der Skorpion und erfüllte das Konzert der Vögel die Tage. Als Adler flog ich übers Land und als Hirsch ging ich zum Fluß, umgeben von der Vielfalt der Tiere. Mächtig zeigten sich Himmel und Erde im Donner der Gewitter, in der Kälte des eisigen Windes. Mystisch belebt und verwandelt sprachen Steine, Bäume, Sterne im Licht des Mondes. Und immer wieder der Schrei von mir – ich bin hier und lebe. Mit den Wolken zog ich achtsam durch die Tage, Sterne und Wind trugen mich durch die Nächte und mit dem Blues meines Neugeborenen Lebens als Mann wieder auf der Schwelle von einem Mann empfangen zu werden. Mit dem Tanz der Freude begrüßten wir uns wieder im Kreis der Gemeinschaft der heiligen Männer. Auf dem Pfad des Regenbogens, mein Herz gefüllt mit großen Geschenken, kehre ich als singender Stein zurück in mein Tal, um zu tun was zu tun ist. Ho!
(Rupert-Georg, 45 Jahre, Männer-Visions-Suche in der Toskana 2006)



„Für mich persönlich war die Visions-Suche ein unbeschreibliches und unvergessliches Erlebnis. Ich konnte mich, in der Zeit wo ich alleine und fastend in Natur war, von Altem trennen damit etwas Neues entstehen kann. Ich konnte mich von meiner Kindheit lösen, damit ich als Erwachsener und selbstwusster Mann in mein Leben trete und das löste in mir unheimliche Kräfte aus. Alleine die Tatsache vier Tage und Nächte ohne zu essen im Wald zu verbringen und durchzuhalten erfüllte mich mit Stolz und machte mich stark. Die Visions-Suche war sicherlich ein Meilenstein in meinem Leben und ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung. Auch heute muss ich noch sehr oft an meine Visionssuche denken!”
(Wilhelm, 38 Jahre, Männer-Visions-Suche auf einer Alm in der Steiermark 2005)



Bei vielen von uns gibt es einen Zeitpunkt im Leben, wo wir zu Suchenden werden. Ich wählte den Weg einer Visions-Suche. Ich ging hinaus in die Wildnis, um vier Tage und vier Nächte, fastend, allein, mit mir selbst zu sein. Ich ging hinaus mit einem „Satz”, einem Vorhaben, wo ich dachte, dass es wichtig für mich sei. Doch die Natur, so unwahrscheinlich es sich auch für mich heute noch anhört, zeigte mir auf, wie es in meinem Leben war und ist. Sie führte mich zurück, zu dem was wirklich wichtig ist, sie zeigte mir auf in welchen Bereichen meines Lebens ich noch sehr viel zu arbeiten und zu verändern habe. Jetzt nach einem Jahr ist mir vieles noch deutlicher und klarer geworden. Meine „Quest”, ein Erlebnis, eine Erfahrung, die in meinem Leben viele positive Spuren hinterlassen hat.
(Arno, 41 Jahre, Männer-Visions-Suche auf einer Alm in der Steiermark 2005)Die Visionssuche ist auch jetzt noch, 3 Jahre im Nachhinein eine der wichtigsten Erfahrungen in meinem Leben und sicher mit dafür verantwortlich, dass bei mir seit dem Beginn meines Studiums wirklich alles toll läuft. Deine vertrauensschaffende Leitung des Erlebnisses ist mir noch sehr positiv in Erinnerung.

Christian Kirchmair
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