Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.

Konfuzius

  

Erfahrungsberichte & Geschichten von TeilnehmerInnen der Visions-Suchen

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2015 hörte ich während eines Kurses im Aruna Institut zum ersten Mal davon,
dass es eine Visionquest nur für Frauen gibt,.................................
Den Bericht dazu findest Du >hier
(Barbara, Visions-Suche für Frauen im Lungau / Österreich 2018)

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Über einen Monat ist es her, dass ich rausging in dieses fremde und doch sich ein Stück weit Heimat anfühlende Stück Erde in Andalusien. Christian kenne ich mittlerweile seit 8 Jahren und als ich von ihm das erste Mal von der Visionssuche hörte als junge Frau, zog mich das Wort gleich in den Bann. Mittlerweile bin ich zum dritten Mal draussen gewesen und die Klarheit, Leere und Ruhe dieser Erfahrung wird mich wohl immer wieder in diese besondere Auszeit ziehen. Dort, wo die Natur zu mir spricht. Ich die Natur verstehen kann, ohne dass ich sie in Worten verstehen müsste. Der Regen mir meine Verzweiflung spiegelt und mich zugleich von vielem Belastendem frei wäscht. Das Rascheln der Hirschkühe mich selbst ganz leise macht, um in einen tieferen Kontakt mit mir und diesem Dasein mit dem Leben zu kommen. Die Schwellenzeit dort draußen trägt mich weiter fort und führt tiefer zu den wirklichen Wünschen meines Lebens. Jene, die mich weinen und lachen zugleich lassen.

Ich bin dankbar für die ruhige, vertraute, tiefe und leichte Art von Christian und Sylvia, die uns nach draußen begleitet haben und dort den Platz für uns alle hüteten. Ich bin dankbar für ihr Zuhören und auch jenes der Assistentinnen und anderen Teilnehmerinnen. Die gemeinsam gesungenen Lieder begleiten mich jeden Tag aufs Neue, die tiefe und weite Kraft des Herzens und all die Begegnungen in der Natur, die „zufällig“ erschienen und dennoch solch einen tiefen Sinn mit sich tragen, haben mich wieder zuhören, sehen und fühlen lassen.

Noch weiß ich nicht genau, wo mich diese Erfahrung hinträgt und wie sie sich in meinem Leben zeigen wird. Doch so manches spricht bereits zu mir und ich folge den Zeichen, die schon vor der Anmeldung zur Visionssuche ihren Platz in meinem Leben haben wollten. Die Reise zieht weiter ihre Kreise und wir sind alle mittendrin.
(Christina, 29 Jahre, Visions-Suche in Andalusien / Spanien 2018)

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​Es ist schwer in Worte zu fassen wie ich durch die Quest im August beschenkt wurde. Ich kam mit einer großen inneren Unruhe, fühlte mich abgetrennt und leer.
In der Zeit in Strobl habe ich 21 Menschen kennen lernen dürfen, welche mir ohne Ausnahme unglaublich ans Herz gewachsen sind. Jeden Tag konnte ich von ihnen lernen, oft waren es Kleinigkeiten die mich so berührten, eine Umarmung die von Herzen kam, so liebe Blicke von denen ich mich gesehen und angenommen fühlte und mit was für einer aufrichtigen Größe und Achtsamkeit wir uns Tag für Tag begegneten. Ohne Vorurteil und Verurteilung. Das so etwas möglich ist, konnte ich anfangs kaum glauben.
Aber das ist es.
Und das Team hat uns 14 junge Menschen durch diese Zeit getragen. Und auch in der Einsamkeit draußen spürte ich diese Verbundenheit zum Team und den anderen. Die drei Tage und Nächte haben in mir etwas bewegt, wofür ich keine Worte finde, draußen in der Natur begegnete ich, manchmal sanft aber auch schonungslos, allem was mich in meinem Leben berührte, ängstigte und prägte.
Jetzt sitze ich hier, fast zwei Monate später, schreibe diesen Text und mir wird ganz warm ums Herz bei den Gedanken an eine der prägensten Zeiten die ich erlebt habe. Es bleibt ein Gefühl der Verbundenheit, des Vertrauens in das Leben und große Freude darüber. Ich mein, wir sind am Leben! Das ist doch unglaublich!:D
Liebes Team, ihr habt einen Punkt in mir gestärkt von dem ich jetzt weiß, dass er unverwundbar ist und den ich in meiner Auszeit so stark wie noch nie wahrgenommen habe.
Die Zeit bei euch hat mir Kraft für eine große Veränderung in meinem Leben gegeben, die ich jetz begrüßen kann.
Tausend Dank das ihr das möglich macht!
(Stella, 21 Jahre, Visions-Suche für junge Erwachsene August 2017 in Strobl)

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Danke, lieber Christian, dass ich als ein Ältester bei Deinen VisionsSuchen mit den jungen Menschen wieder dabei sein durfte, das war jetzt im zweiten Sommer. Ich wollte/musste länger nachspüren, was wohl das Zentrale sei, das sich mir aus all den unglaublich vielen und nachwirkenden Eindrücken, Gesprächen, aus dem Austausch mit einzelnen, auch aus kleinen, fast beiläufigen Ereignissen und Beobachtungen, aus all den berührenden Geschichten von draussen ergeben hat.

Ich kann jedenfallsso sagen: An solchen Gedenktagen haftet die Erinnerung so stark, dass sie niemals aus dem Gedächtnis schwinden. Da sind die jungen Menschen an der Schwelle ins Leben der (sogenannten) Erwachsenen. Ich werde das Erstaunen nie los werden, wie es möglich ist, dass Menschen, die zum frühen Abend anreisen und (mit Ausnahmen) sich erstmals zusammenfinden, ab spätestens dem nächstfolgenden Nachmittag weitgehend aus Tageszeit und Kalender herausfallen, ganz hier und jetzt; wie sie zu einer Offenheit des eigenen Erlebens finden, von dem sie so unglaublich freimütig erzählen können, Freuden zwar, aber ebenso Leidvolles, das sie hinter sich lassen möchten, Prägendes, das sie mit aller Kraft ihrer Aufmerksamkeit hinterfragen wollen, freimütig - ja, aber ebenso behutsam für sich selbst, mit weit offenem Ohr, das sie den andern zuwenden. Und wie sich in ihren Gesichtern die alltags-
geübten Züge glätten, feiner werden, sanfter, liebevoller, leuchtender. Manchmal war mir, als würde ich zusehen, wie Alltagsgrauschleier wegeschoben würden, manchmal gar, ob ich da denselben Menschen wie gestern sehe. Würdig zu bemerken war mir, diese zarte Veränderung in den Gesichtern hier schon vor der Auszeit zu sehen. Eine der Voraussetzungen dafür ist mit aller Gewissheit die Offenheit, mit der sie jede und jeder einzelne herkamen, sich auf sich selbst und aufeinander einliessen: Verbindung schafft Verbindlichkeit. Für mich liegt darin eine ungeahnt grosse Bereicherung, Beruhigung und Vertrauen in die jungen Menschen, die nun zu denen gehören, die sich daran machen, voran und voraus zu gehen. Da bleibe ich gerne zurück - mit Blick in Vergangenheit
und mit Blick in Zukunft, tief beschenkt und dankbar.
Es mag auch ein Bild sein für den Standort Ältester: Sie stehen inmitten des Spannungsbogens zwischen Vergangenheit und Zukunft.Da sind nun die “Ältesten“, von denen ich einer bin. Das Wort, zumeist noch in Beistriche gesetzt, ist wohl noch (zu) ungewohnt, in diesem Sinn gesehen zu werden, dass es ’an Jahren alte Menschen’ sind, die für die Aufgabe ihres einfachen Da- und Präsentseins eingeladen werden, hinhörend, ansprechbar, aufmerksam, einfühlend zu sein, auf Fragen beherzt offen und herzlich hinweisend auf Antwortspuren, die wieder ins je Eigene hinein fragen lassen. Ich weiss nicht mehr, wo ich den Satz aufgeschnappt habe: „Beim Alter kommt alles darauf an, ob ich mich als Auslaufmodell verstehe oder als Antiquität.“ Nach den Jahren eigener Leitung von Gruppen ein ganz eigener, auch herausfordernder Weg, in diese Rolle hineinzufinden, die wir in der Gesellschaft (wieder) zu entdecken uns anschicken, freilegen können: ist es ein Stück Narrenfreiheit, Entbundensein von fixierten Rollen, befreit von einem Kodex aus Verpflichtung und Zwang, - Freiheit zu sein, der man ist? In diese Richtung jedenfalls deutet mein Gespür mit klarer Gewissheit. Für dieses Stück Lern- und ErfahrWeg empfinde ich grosse persönliche Bereicherung und Dankbarkeit.
Da sind die Leiter der Gruppe, ein Gespann zu zweit, Du Christian, und Du Gabriele. Bei viel Unterschiedlichkeit von Erfahrung und Prägung in je eigene Blickrichtungen, hier aber die gemeinsam gewonnene und gehaltene Ausrichtung auf die Wirkkraft des rituellen Geschehens, auf die Tragekraft
eines Initiationsrituals, das Ritual der VisionsSuche. Sie ist es letztlich, so hat sich meine Erfahrung über die Jahre verdichtet, die in ihrer speziellen und heilsamen Wirkung wirkt (so hat mich zutiefst berührt, dass die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich das Lied “Möge Heilung geschehen“
gewünscht haben). Eine solche Wirkung lässt sich mit keinem “Tun“ bewerkstelligen, wohl aber mit der behutsamen Vorbereitung und Bereitstellung all der Elemente, die dazu dienen, dieses Gefäss zu halten, in dem Heilung-Wandlung geschehen kann. Dafür sei Euch beiden grosser Dank. Und alle, die
Chance und Glück hatten und haben, bei einem solchen lebendigen Initiationsgeschehen dabei zu sein, werden sich mit stillem Dank ehrfürchtig zur tragenden Mitte hin verneigen.
(Max, 75 Jahre, Ältester bei diversen Visions-Suchen 2016/17)

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In diesem Sommer hatte ich das besondere Erlebnis, als Ältester bei Visionssuchen von Erwachsenen und Jugendlichen dabei gewesen zu sein. Ich war sehr erfüllt von dieser Aufgabe und fühle mich noch heute bereichert. Es ist die Begegnung mit Menschen, die neue Wege in ihrem Leben suchen. Sie merken, dass Altes nicht mehr stimmt und das Neue noch nicht greifbar ist. Zu erleben, wie die Teilnehmer zunehmend offen werden und teilweise auch tiefe Gefühle zeigen können, ist etwas sehr Besonderes.
Sehr berührt hat mich, wenn die "Questler" dann aus ihrer Auszeit von der Alm mit ihren neuen Erfahrungen zurückkommen. Sie wirken wie jemand anderes, so tiefgreifend ist es, ihre neue Sicht in ihren strahlenden Augen ablesen zu können. Ihre Geschichten zu hören, aus ihren Berichten meine Eindrücke als Ältester ihnen zu sagen, zu helfen ihre eigenen Schätze zu heben, war meine Aufgabe. Oft haben wir ein Lied mit den Textteilen "hearing me and healing me" gesungen. Wie sehr die so ähnlichen englischen Worte klingen und wie tief sie zusammenhängen, habe ich erfahren. Das "Zuhören" ist der erste Schritt zum "Heilen", wie ich es als Ältester spüren konnte.
Unvergesslich war für mich zu erleben, als eines abends um mich herum die Jugendlichen sassen und von mir und meinem Leben etwas wissen wollten. Dass Jugendliche einem älteren Mann zuhören, dass es einen Austausch zwischen Jung und Alt geben kann, empfinde ich als sehr wertvoll. Wir waren bis weit nach Mitternacht beisammen.
Sehr dankbar bin ich Christian, der mit grosser Erfahrung, Umsicht und Einfühlungsvermögen diese Visionssuchen realisiert und Menschen verhilft, Neues in ihr Leben zu bringen. Es war mir eine Freude in seinem Team mitwirken zu können.
(Ernst-Michael , 79 Jahre, war als Ältester bei 2 Visions-Suchen 2017 mit im Team)

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Mir fehlen die Worte für das, was ich gerade tief im Inneren fühle - aber die Assistenz bei der Jugendvisionssuche hat etwas mit mir gemacht, was ich noch nicht fassen kann. Ich weiß nur, dass ich dem Rausch erlegen bin und mich auf den Weg machen werde ... ; und dann ist da noch soviel Liebe, welche ich im Herzen spüre für all diese wundervollen Menschen, denen ich in dieser Zeit begegnen durfte!

Ich habe die Wandlung bei 14 jungen Erwachsenen nach ihrer Auszeit erlebt. Ich habe das Leuchten in ihren Augen gesehen, ihren persönlichen Geschichten gelauscht und ihre neu gewonnene innere Größe gespürt. So bewegend und berührend zugleich, ein großes Geschenk für mich als Assistentin im Team.

Christian, Du machst eine großartige und wunderbare Arbeit und erschaffst für diese jungen Menschen einen Raum, der Wachstum und Heilung ermöglicht. Ich danke Dir von Herzen dafür und bin voller Wertschätzung! (Silke, 44 Jahre, Teammitglied bei der Visions-Suche für junge Erwachsene August 2017 in Strobl)

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Ich denke, wie sehr oft in den letzten Tagen, daran, wie wir während der Visionssuche im Kreis zusammensaßen, redeten und sangen. Ich kann kaum glauben, dass es noch keine Woche her ist. Wir konnten sagen, was immer uns auf dem Herzen lag. Wir mussten keinerlei Bedenken haben oder uns darum sorgen, was die anderen von uns denken könnten. Vom ersten Tag an verband uns ein tiefes Vertrauen. Wir lachten und wir weinten gemeinsam, wir gaben uns gegenseitig Kraft. Es ist eine traurige Vorstellung, dass wir wohl nie wieder in genau diesem Kreis zusammensitzen werden, doch ich werde ihn in meinem Herzen bei mir tragen. Wir teilen etwas, das sich nicht beschreiben, sich nicht in Worte fassen lässt. Der Gedanke an euch und die Zeit mit euch lässt mich lächeln. Vieles arbeitet noch in mir, doch ich spüre schon einen deutlichen Unterschied zu der Zeit vor der Auszeit. Ich bin wirklich mehr bei mir. Ich fühle mich sicherer in mir, bin mir meiner selbst mehr bewusst.

Es gibt vieles, das ich noch nicht greifen kann und das noch Zeit braucht um sich zu zeigen, aber einiges wird jetzt schon deutlich. Und anscheinend ist auch für andere eine Veränderung spürbar.
Es war seltsam wieder nach Hause zu kommen. Mein Alltag verändert sich, ich sehe viele Dinge anders, bewege mich anders. Mit mehr Liebe und Verständnis für die Welt, für andere Menschen - und für mich selbst.

Gestern abends war ich weg, mit ein paar Leuten aus einem Poetry Slam Kurs, und dann sagt da wer zu mir: „Du bist ganz bei dir.“ Die Worte überraschen mich. Ich denke einen Moment darüber nach. Ich nicke. Es stimmt, ich bin ganz bei mir. Ich habe nicht darüber nachgedacht, was die anderen von mir denken könnten, was sie von dem Text denken könnten, den ich geschrieben und vorgelesen habe.

Ich danke dir und euch allen von Herzen, dass ihr mir ermöglicht habt, diesen Weg zu gehen und dass ihr mich auf meinem Weg begleitet habt.

(Sophia, 20 Jahre, Visions-Suche für junge Erwachsene August 2017 in Strobl)
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Nun wo sie zurück ist,
wohlbehalten und ein großes Stück reicher,
mit den sehr besonderen Erfahrungen ihrer Auszeit,
der wunderbaren Natur,
der Wärme, der Anteilnahme, der Güte,
die ihr bei Euch entgegengebracht wurde,
möchte ich gerne von mir aus als Mama,
aufrichtig von Herzen 'danke' sagen!!

Ich finde es auch von Euch sehr mutig und sehr stark,
Menschen auf diesen Wegen zu begleiten,
zumal, wenn sie noch so jung sind,
zumal wenn es es so viel Donner und so viele Blitze gibt,
sie zu stärken und zu unterstützen,
ihnen Vieles von dem zu schenken,
was wir heute im Alltag so vergeblich suchen.
(Mutter einer Teilnehmerin an der Visions-Suche für junge Erwachsene Aug 2017)
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Ich bin als "Ältester" mit fast 79 Jahren zusammen mit 13 Jugendlichen in die Auszeit hinausgegangen.
Hinausgegangen bin ich für mich, um mir meine anstehende Lebens-Situation anzusehen. Und das Gefühl einer aus der Gruppe zu sein, das hat mich sehr erfüllt, bereichert und getragen.  Drei Tage und Nächte bei Regen, Sturm, Gewitter und Sonne haben mich durchgerüttelt. Die Sonne hat mir in mein Herz geschienen und durch die gutmütige Art der Kühe, habe ich mich vollkommen in die Natur eingebunden gefühlt.
Die umsichtige Art von Christian hat mir diesen Schritt leichter gemacht. Diese Tage wurden mir zu einem Geschenk - Danke Christian.

(Ernst-Michael , 78 Jahre, ging als Ältester mit den jungen Erwachsenen
bei der Visions-Suche Juli 2017 mit hinaus)

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In den letzten 3 Jahren habe ich in der Rolle der „Ältesten“ fünf Visionssuchen
bei Christian begleitet, Erwachsene – Jugendliche. Nach meiner Zeit als Visionssuche Leiterin/Co Leiterin war diese Aufgabe eine ganz neue, eine ganz andere. Für mich gab es während den Visionssuchen keine vorgegebenen Aufgaben.
Christian, du hast es mir leicht gemacht meinen Platz in dieser Rolle zu finden. Ich merkte, das Wichtigste einer Ältesten ist Präsenz, da-sein, ansprechbar, zuhörend, wahrnehmend.
Dabei war alles ein großes Geschenk, die Frauen und Männer zu erleben, weg vom Alltag in der großen Freiheit sich selbst zu fühlen, sich selbst zu begegnen.
Wer 4 Tage und Nächte allein in der Natur verbringt, bei Sonne, Gewitter, Regen, der spürt, ich stehe auf dem Grundstein des Lebens, ich bin ein Teil davon. Das ist Erfahrung die bleibt. In den Geschichten war es benannt, festgehalten. In vielen der Gruppen entsteht eine Verbindung über die Zeit der Visionssuche hinaus, sie bleiben in Kontakt, treffen sich, erinnern sich und unterstützen sich.

Ich danke mir selbst und allen „Alten“, welche diese Rolle angenommen zu haben,
Danke Christian, dass du dieser Arbeit einen großen Teil deines Lebens schenkst.
Danke, ihr Frauen und Männer, dass ihr auf den Grund des Lebens hinabsteigt um Verwandlung und Gewissheit zu erfahren.
(Anna Karin, 81 Jahre, diverse Visions-Suche in Strobl zwischen 2014 bis 2017)

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Die Zeit bei dir hat in mir definitiv einiges in Gang gesetzt und längst überfällige Entscheidungen, Sehnsüchte und Wünsche fundamental bestätigt – die Rufe hallen quasi noch lauter! Jetzt heißt es für mich, Veränderungen anzugehen – mich jedoch auch nicht zu sehr in den, aktuell ehr unzufriedenen Zustand, hineinzusteigern. Achtsam und wohl überlegt, in geeignetem Tempo meinem Herzen folgen – das ist gerade mein Credo.

Ich möchte dir ungemein für die Zeit danken, die mit der Abreise für mich erst richtig losging. Du und ihr habt Impulse gesetzt, die es brauchte. Ich wusste, was Visionssuche bedeutet, wie sie aufgebaut ist, welche Prozesse in Gang gesetzt werden können.

Aber ich wusste es eben nur. Nun durfte ich es auch fühlen! Vielen Dank dafür!
(Rene, 35 Jahre, Visions-Suche 2017 in Strobl/Salzkammergut)

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Ungefähr eine halbes Jahr bevor ich auf die Visonsquest ging, habe ich mich intensiv mit der Visionquest und dieser Form einer Auszeit beschäftigt und bin sofort auf der Website von Christian gelandet. Es hat mich sofort tief im Inneren angesprochen und so gab ich mir noch einige Wochen der inneren Überprüfung Zeit, bevor ich ich mich für die Visionquest angemeldet habe.

Schon einige Zeit vorher beschäftigte ich mich mit der Frage welche Herzensangelegenheit bzw. Bestimmung noch für mich bereitsteht, die mich tief im Inneren bewegt und begeistert. Von Außen betrachtet, hatte ich Alles und es scheint Alles wunderbar zu sein, wunderbare Familie, schuldenfreies Haus und einen interessanten Job usw. und doch verspüre ich in mir eine gewisse Leere auf der einen Seite und ein brodeln auf der anderen Seite. Ich hatte so dass Gefühl das etwas Wunderbares noch vor mir liegt ohne genau zu wissen was.

Daher ist bei mir die Frage im Raum gestanden, wo die Reise weiter hingehen sollte.

Am Weg nach Strobl beschäftigte mich natürlich die Frage, was mich dort und in dieser Zeit erwarten wird. Ich hatte keine großen Erwartungen sondern eher die Freude auf das was dort kommen mag und so habe ich mich voller Freude in diese wunderbare Zeit begeben. Der Empfang in Strobl war sehr herzlich und die anderen Teilnehmer waren wunderbar. Ich habe mich sofort wohlgefühlt.

Die Vorbereitung war so unglaublich bereichernd und von all den Geschichten der anderen Teilnehmer konnte auch ich immer wieder einiges für mich mitnehmen und ich habe mich im einen oder anderen Teil der Geschichte wiedergefunden.

Auf der Alm angekommen, hatte ich sofort einen wunderbaren Platz für meine Auszeit gefunden und obwohl das Aufstellen und Einrichten meines Platzes mich am Anfang fast zur Verzweiflung gebracht hat, hatte ich am Ende einen wunderschönen Platz für meine Auszeit errichtet.

Die Auszeit selbst war am Anfang sehr ungewohnt, da immer wieder die Langeweile da war. Nach einiger Zeit entdeckte ich wie viel es in der Natur zu entdecken gibt. All meine Sinne wurden mit jedem Tag sensibler und die Natur nahm mich auf und ich fühlte mich eins mit ihr. Auf der Alm ist so auf den ersten Blick nicht viel passiert und doch hat es sich wunderbar angefühlt. Von der Alm wieder herunten und während der Nachbereitung da ist es dann losgegangen und es sind so viele Bilder und Erkenntnisse gekommen, dass ich zu tun hatte dies alles zu verarbeiten. Die vielen Puzzleteile fügen sich nach und nach zu einem Bild zusammen und tue dies noch immer.

Die Auszeit war wundervoll und es war wunderschön so mit mir alleine und der Natur zu sein. Ich habe es sehr genossen und obwohl 4,5 Tage und 5 Nächte ohne Essen nur mit Wasser und mit Regengüssen wie aus Kübeln gepaart mit Sonnenschein und kalten Nächten, war es ein für mich ganz und gar unvergessliches Erlebnis bzw. Ereignis. Dieses eins sein mit allem und die Liebe, die sich da entfaltet, einfach herrlich. Jeden Tag kommen immer noch neue Erkenntnisse und Ideen herein und ich glaube es wird dies noch einige Zeit brauchen und es fügt sich alles zu einem grossen Ganzen zusammen, das spüre ich und ich bin seither sehr ausgeglichen und innerlich gefestigt. Ich kann Dinge die für mich wichtig sind und richtig anfühlen ganz klar formulieren und auch anderen gegenüber kommunizieren. Ich durfte feststellen, dass sich seit meiner Rückkehr mein Umfeld anders darstellt bzw. ich es anders wahrnehme und dies ist vor allem für mein Umfeld nicht ganz so einfach wie ich feststellte. Ich nehme jetzt die Natur und auch mein ganzes Sein anders und viel bewusster war und ich fühle mit jedem und allem so in Liebe verbunden. Natürlich gibt es immer wieder im alltäglichen Leben und Umfeld Herausforderungen, dem neu Entdeckten weiter zu folgen und da ist auch denke ich ein wenig Geduld mit sich selbst gefragt.

Ich möchte mich nochmals vom ganzen Herzen für die tolle und wunderschöne Zeit bedanken, ich war schon während des gemeinsamen Beisammensein sehr begeistert und jetzt ein paar Wochen danach bin ich noch immer überwältigt und noch mehr begeistert. Diese Zeit hat mir sehr sehr gut getan und seither bin ich sehr ruhig und ruhend in mir….Dieser Dank gilt ganz besonders allen Teilnehmer, die das Vertrauen gehabt haben, offen und ehrlich mit der ganzen Gruppe ihre Geschichten und ihr SEIN zu teilen. All die Geschichten haben mich sehr berührt. Ich bedanke mich auch beim gesamten Team allen voran Christian, Anna und Ernst Michael, die mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Liebe die gesamte Zeit die „Questler" begleite haben.
​(Michael, 43 Jahre, Visions-Suche 2017 in Strobl/Salzkammergut)

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Zwei Wochen liegt meine Visonssuche nun zurück und es fällt mir schwer Worte zu finden für diese intensive und kostbare Erfahrung.
Je länger ich in der Natur war, umso mehr bin ich darin verschmolzen, fühlte, dass sich die Natur in mich hineinwebt und sich meine Grenzen auflösten und ich mich als Teil der Natur fühlte. Und dieses Gefühl der Verbundenheit mit allem und auch mit meinem Inneren ist noch immer da. Und ich spüre die Lebendigkeit und die Stille, die Freude und die Dankbarkeit für mein Dasein, mein Leben, das ich selbst gestalten kann.
Ich bin tief berührt von der Natur, wie sie mich geleitet und geführt hat mit dem Thema, mit dem ich hinausgegangen bin, wie ich über die ganzen Tage Impulse bekam für mein Ritual alte Verstrickungen aufzulösen, hin zu einem tiefen Frieden im Jetzt, einer stillen Leichtigkeit im Herzen und dem Wahrnehmen, wieder in mir selber angekommen zu sein.
Ich danke euch von Herzen für eure feinfühlige Begleitung und eure ehrliche und liebevolle Spiegelung, ich habe mich die ganze Zeit sicher und behütet gefühlt, DANKE!
(Jutta, 57 Jahre, Visions-Suche 2017 in Strobl/Salzkammergut)

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​​Vor 2 Jahren war ich auf Visionssuche in Strobl. Heute treffe ich zufällig beim Eis essen in Wien auf einen jungen Mann, der - grad zurückgekehrt von seiner Visionssuche – seinem Freund davon erzählt. Er fragte mich, ob bzw. was sich bei mir geändert hat seit dem. Ich kann keine wirkliche Antwort geben, obwohl ich sie innerlich spüre. Jetzt versuche ich, dieses Spüren in klare Worte zu kleiden.
Das Thema Visionssuche begleitet mich schon viele Jahre, weil mich dieses Ritual fasziniert. Erst nach einer ganz tiefen Krise war ich bereit dafür. Ich kam nach Strobl, erfüllt von großer Traurigkeit und Erschöpfung. Ich hatte keine konkrete Erwartungen, sehnte mich aber nach der Einsamkeit und Ruhe in der Natur. Die Anspannung, wie wohl die Gruppe sein wird, legte sich schnell. Ich fühlte mich gut aufgehoben. Die Tage der Vorbereitung liesen mich immer mehr eintauchen in eine besondere Welt mit besonderen Menschen. Der Beginn der Auszeit war ein Moment, den ich nicht mehr vergessen werde: Wir 13 in unseren Schlafsäcken in der Scheune, die Tore öffnen sich bei Anbruch der Dämmerung und Christian mit dem Betreuerteam sang uns hinaus auf die Alm… ich brauchte nichts tun, 4 Tage lang, war niemandem Rechenschaft schuldig, durfte einfach nur sein. Beobachten. Nachdenken. Spüren. Schlafen. Es war irgendwie so einfach. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Das Zurückkommen war ein Fest. Gleichzeitig das Gefühl „ war's das?“. Die Geschichten – meine und die der anderen, gespiegelt mit viel Einfühlungsvermögen und Wissen – liesen mich klarer werden. In meinem Meer aus Tränen waren wieder Freudentränen, die letzten Tage waren fröhlich unbeschwert. Ich konnte mich aus der Gruppe zurückziehen, ohne ausgeschlossen zu sein. Wir waren so zusammengewachsen, dass wir uns wieder treffen wollen. In einem Jahr. Heuer war's das zweite Treffen, nicht alle - aber alle gedanklich verbunden. Und was ist mir geblieben? Ich habe eine Lebendigkeit kennen gelernt, die ich immer wieder suche. Ich weiß, dass das nicht von alleine geht. Der Kontakt mit der Gruppe (persönlich und per Mail) gibt immer wieder Anstoß. Ich selbst bin sensibler mir gegenüber geworden. Es ist immer wieder Überwindung, allein hinaus zu gehen, aber es ist ein Lebenselixier. Nicht nur große Unternehmungen, auch die Rad-Fahrt ins Büro hat da eine neue Funktion. Und ich achte auf Zeichen, versuche sie zu verstehen und nehme sie ernst. Das gibt mir Sicherheit.
Ich bin unendlich dankbar für diese Geschenk der Visionssuche.
(Sabine, 51 Jahre, Visions-Suche 2015 in Strobl/Salzkammergut)

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When the roots are deep there is no reason to fear the wind
"Ein Quasi-Gruppenbericht"

Als ich mich entschied die Visionssuche im Salzkammergut zu machen, da dachte ich an Erleuchtung, tiefe Verwurzelung und vor allem das Lösen all meiner Probleme. Vielleicht sollte man sich eher an den Begriff aus dem Englischen wenden: „Vision-Quest“ (=Visions-Frage, die Frage nach Deiner Bestimmung bzw. Aufgabe), denn im Nachhinein wurde mir bewusst, dass es vor allem darum geht anzufangen Fragen zu stellen.

Um euch von unserer besonderen Reise zu uns selbst und auch in die Gemeinschaft zu erzählen, spule ich einmal zum 04.08.2016 zurück. Dies war der Tag an dem wir uns alle kennengelernt haben. 15 junge Menschen, die alle etwas gemeinsam hatten. Fragen. Fragen über einen selbst, über das Leben und sehnsüchtig und aufgeregt auf die Antworten lauerten. Alle Masken und Hemmungen waren für mich schon nach dem ersten Abend gefallen, als wir uns unsere Geschichten erzählten wieso wir hier sind. Ganz plötzlich waren wir zu einer kleinen Gemeinschaft zusammengewachsen und dies hielt an. Sogar bis heute. Alles durfte sein, gesagt und getan werden, ich bekam das Gefühl okay und gut zu sein, so wie ich bin, welches ich nicht so oft verspüre.

Ich möchte nicht allzu sehr auf die Details der einzelnen Tage eingehen, aber diese Tage in Christians Haus mit all diesen Herzensmenschen waren heilsam und mit die schönsten Tage, die ich bis jetzt erleben durfte. Als wir dann ein paar Tage später zum Sonnenaufgang im Kreis auf der Alm standen und hinausgeräuchert wurden, war ich sehr nervös. Auf der einen Seite war ich voller Vorfreude und Abenteuerlust und auf der anderen, konnte ich mich nicht verstehen, wieso ich mir das antue. Nun standen wir da alle im Kreis und einer nach dem Anderen ging in die Mitte und ließ sich von dem normalen Alltag loslösen und für den Neuen segnen. Danach ging wir zu den eigenen Plätzen und auf einmal war man alleine und ich wusste hier werden große Dinge in mir passieren.

Von dieser bedeutsamen Reise zu erzählen würde zu viel Platz einnehmen, denn es geht hier schließlich nicht nur um mich, sondern um unsere Gruppe.
Eines der besten Gefühle war am letzten Morgen zu wissen, dass man bald alle wieder sehen wird, dass man es geschafft hat und wir so stolz auf uns sein können. Ich konnte nicht anders, als einen Freudenschrei loszuwerden und von überall her kam eine Antwort, die mir bewusstmachte, dass ich die ganze Zeit nicht alleine gewesen war.

Obwohl unsere Geschichten vom dem Erlebten dann in der Nachbereitungszeit alle mehr oder weniger unterschiedlich waren, ähnelten sich unsere Antworten am Ende doch irgendwie. Nämlich den Weg und Platz im Leben und einem Selbst zu finden. Im Endeffekt ging es nicht unbedingt darum plötzlich eine Vision von sich in 5 Jahren zu haben, sondern vor allem um den Anstoß und die Bereitschaft sich aktiv mit sich selbst auseinanderzusetzen, also sensibler und achtsamer zu werden. Sich zu erforschen und den Antworten aus einem selbst und den zahlreichen Spiegeln, die man vorgesetzt bekommt, zu lauschen und so richtungsweisende Schritte zu seiner „Bestimmung“ oder seinem Ruf zu finden. Für andere ging es vor allem darum einen Abschluss und den Frieden zu finden und dann auch einen Neuanfang beginnen zu können. Ich glaube die meisten von uns fühlten sich wie auf Wolke 7 nach dieser Zeit. Jedenfalls ging es mir so und dieses Gefühl hielt auch noch lange an, denn wir feierten uns, bis wir uns voneinander verabschieden mussten. Unser Abschlussritual berührt mich heute noch, denn wir konnten uns alle noch einmal in die Augen schauen und somit auch in diese zahlreichen Geschichten von jedem einzelnen fabelhaften Wesen.

Diese Geschichten lebten noch lange in mir weiter, auch als ich schon Zuhause war. Es fiel mir schwer den Kontakt zu den anderen zu halten. Wir schrieben uns zwar E-Mails, aber ich hatte die leise Angst in mir, dass sich dieses Gefühl der Verbundenheit irgendwann verflüchtigt. Ein ganzes Jahr hatte ich mit einigen keinen Kontakt und mit anderen nur sehr wenig.

Drei aus unserer Gruppe haben sich direkt nach der Visionssuche bereiterklärt ein Nachtreffen zu organisieren, welches dann tatsächlich fast genau ein Jahr nach unserer 1. Begegnung stattfand. Ich freute mich riesig auf Strobl / Österreich und war sehr nervös auf diese ganzen wunderbaren Menschen aus dem Vorjahr, denn ich wusste ja nicht, was bei den anderen in dieser Zeit passiert war. Im Nachhinein hatte sich dann herausgestellt, dass wir auch da ähnliche Geschichten zu erzählen hatten. Im Laufe des vergangenen Jahres traf es viele von uns wie einen Schlag, dass an irgendeinem Punkt, der Umgang mit Themen und Situationen plötzlich so war, als hätten wir nie die Visionssuche gemacht. Ich selbst konnte es nicht fassen, dass ich plötzlich vor genau denselben Themen stand mit denen ich in die Visionssuche gegangen war und ich war traurig und wütend darüber. Und ich weiß, dass es ein paar Anderen auch so ging. Das Jahr war teilweise Chaos, eine wilde Achterbahnfahrt mit extremen Höhen und Tiefen. Man bekam plötzlich mit, dass mit der Visionssuche allein niemals alles getan ist. Wir bekamen ein oder mehrere Werkzeuge in die Hand, um uns an die Arbeit an uns selbst zu machen, uns Neu zu ordnen, ein anderes Bewusstsein für das Leben zu bekommen, Stabilität, Zuhause und die Balance zu finden, all die Erfahrungen in unser Leben einzubauen. Die Visionssuche dauert in mir an und das tut sie immer noch, sie lebt in uns weiter und das ist auch gut so, denn mittlerweile weiß ich, dass es nicht darum geht etwas in mir weg zu bekommen, sondern es anzusehen, anzunehmen und einen Umgang damit zu finden.

Den ersten Herzensmenschen traf ich dann beim Wiedersehen schon in Salzburg am Bus und ich war sehr aufgeregt, denn ich wusste gar nicht wirklich, worüber wir reden sollten. Ich kannte diese Person vor mir ja fast gar nicht, aber trotzdem wusste ich, was Sie für ein Mensch ist und was sie vor einem Jahr mal berührt hat. Wir hatten uns dann eine ganze Menge zu erzählen und mir wurde dadurch bewusst, dass ich all diese Menschen zwar sehr gut kenne, aber eigentlich nicht wirklich weiß, was sie gerade machen und Wo und Wie sie leben, denn diesen Themen hatten bei der Visionssuche kaum Bedeutung oder man vergaß sie zwischen all den Emotionen.

Wir waren dann die Ersten die am Campingplatz eintrafen und als dann nach und nach auch alle Anderen ankamen, hat es sich erst mal ganz komisch angefühlt. Diese typische Beschämtheit, wenn man Menschen trifft mit denen man lange keinen Kontakt mehr hatte, setzte jedoch nach 5 Minuten aus und plötzlich waren wir wieder eine Gruppe. Jedoch hatte unsere Gruppe eine andere Qualität bekommen. Bei der Visionssuche konnte man zwar auch über alles reden, aber man war doch immer irgendwie darauf bedacht bei sich zu bleiben. Diesmal konnten wir auch einfach stundenlang Musik hören, uns kaputtlachen, baden gehen und über alles Mögliche reden.

Am ersten Abend unserer Ankunft hatten wir uns mit Christian zum Picknick verabredet und so liefen wir dann die altbekannten Pfade zu seinem Haus. Beim Betreten des Gartens hatte ich Gänsehaut und sah alles vor mir, wie es vor einem Jahr hier ausgesehen hat und was ich damals noch für ein Mensch war. Ich sah uns tanzen, lachen, weinen, singen, meditieren und dann sah ich Christian. Christian wiederzusehen war verrückt und wunderschön. Wir saßen im Kreis, wie vor einem Jahr und erzählten, wie es uns ergangen war. Auch Christian erzählte uns von seiner etwas „erschwerlichen“ Zeit und dass er die Alm nun endgültig nicht mehr nutzen darf. Das war für uns alle schwer zu ertragen, denn dieser weise herzensgute Mensch, der uns allen zu so vielen Geschenken verholfen hat, stand nun ebenso vor der Frage, „was mit dem Leben anfangen?“ Wir baten Christian nicht aufzuhören mit dem, was er tut, aber am Ende bleibt die Entscheidung natürlich ganz bei ihm. Mit prallgefüllten und auch schweren Herzen gingen wir spät abends von einem heftigen Sturm begleitet zum Campingplatz zurück. Wir bekamen genau das Wetter geschenkt, wie bei unserer Visionssuche. Die Ankunft mit strahlendem Sonnenschein und in der Nacht zog ein richtig starker Sturm auf und wir mussten unsere Zelte alle noch mal fixieren. Dabei hat man gemerkt, wie gut wir als Gruppe funktionieren, denn jede Hand half, wo Hilfe gebraucht wurde.

Für den nächsten Tag war unser Plan noch einmal auf die Alm zu gehen, was durch viele Faktoren echt erschwert wurde. Vor allem das Wetter spielte nicht mit, aber auch wir selber taten uns alle irgendwie ganz schön schwer. Irgendwann hatten wir uns aber doch fast alle dazu entschlossen und liefen gemeinsam schweigend los. „Denkt daran: Dies ist kein Wettrennen. Schaut aufeinander, auf euch und auf die Natur“, waren Christians Worte bei der Visionssuche und diese hallten uns nun durch den Kopf. Oben angekommen, kamen wir zusammen, räucherten uns und sangen, dann ging jeder zu seinem Platz. Als ich an meinen Platz kam war das, als würde ich einen alten Freund wiedersehen, von dem man sehr lange nichts gehört hat. Ich war sehr aufgeregt, fast schon nervös und als ich plötzlich angekommen war, war da ganz viel Wärme und Liebe. Ich glaube viele von uns konnten an ihren Plätzen Energie tanken und sich Geborgen und Getragen fühlen und vor allem hatten wir noch mal die Chance uns zu bedanken bei diesem Fleckchen Erde.

In Zukunft haben wir den Plan uns einmal im Jahr zu treffen, denn zwischen uns allen ist etwas entstanden, dass ich bisher niemals so erlebt hatte. Im Grunde hat man mit diesen Menschen nicht so viel Lebenszeit verbracht, aber durch das entgegengebrachte Mitgefühl und das selber Mitfühlen, lernt man in kürzester Zeit alle Qualitäten dieses Menschen kennen. Ich weiß, ich könnte jeder Zeit einen aus der Gruppe anrufen und hätte Jemanden zum Zuhören und reden und umgekehrt natürlich genauso. Ich weiß außerdem, dass ich bis zum nächsten Treffen wieder wenig Kontakt haben werde, aber trotzdem werde ich mich in der Gruppe aufgehoben und geliebt fühlen, wenn wir uns wiedersehen. Vielleicht ist der Unterschied zu anderen Bekanntschaften, dass wir uns mit dem Herzen kennengelernt haben und wir wissen ja, dass man nur mit dem Herzen gut sehen kann.
Im Gespräch mit Bekannten und Freunden habe ich oft gehört, dass diese Angst vor 'Gruppenseminaren' haben und die Themen doch lieber alleine angehen wollen. Immer wieder habe ich diesen Menschen so ein Gruppenerlebnis ans Herz gelegt, denn schon allein zu merken, dass man eben nicht Alleine ist und verschiedenste Menschen an einem ähnlichen Punkt wie du stehen, ist sehr wertvoll. Und auch als ich nach der Visionssuche bemerkte, dass einige Probleme hatten, das erlebte zu integrieren, hat mir das sehr geholfen, weil ich bemerkte, dass niemand perfekt ist und ich verstanden werde mit dem, was ich erzähle.

Immer wieder denke ich an euch und Ihr erinnert mich an das Rauschen des Flusses. Wenn es mir nicht so gut geht, erinnert Ihr mich an meine Qualitäten und schenkt mir Hoffnung. Verzweifle ich an der Menschheit, erinnert Ihr mich daran, dass es Menschen gibt mit denen ich tiefer und bewusster reden kann.
When the roots are deep there is no reason to fear the wind. Durch euch kann ich ab und zu fliegen. Danke!
(Gwendolin, 21 Jahre, Visions-Suche für junge Erwachsene August 2016 in Strobl)

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Ich habe es nun, ein halbes Jahr nach der Visionssuche geschafft, auszuziehen und werde mit Freunden eine Wohngemeinschaft gründen. Und ich habe auch einen Berufswandel hinter mir.
Die Zeit auf der Alm und die Gemeinschaft sind immer wieder Bestandteil meiner Gedanken. Es fühlt sich an, als ob ich nun endlich ich selbst sein kann. Ich bin selbstbewusster, ehrlicher und glücklicher mit mir selbst und auch mit meinen Mitmenschen. Ich danke dir und auch allen anderen für die wunderbare Zeit im Salzkammergut.
​(Yori, 21 Jahre, Jugend-Visions-Suche Juli 2016 in Strobl/Salzkammergut)

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In meinem Leben war dies die 2. Visionssuche, und sie war - wie die erste - etwas ganz Besonderes und hat mich ein wichtiges Stück weitergebracht. Es ist eine sehr starke Sache, sich 4 Tage lang ganz allein und fastend der Natur, dem Wetter und den eigenen Emotionen auszusetzen - ungefiltert und ohne Ablenkung.

Ich hab schon in der Vorbereitungszeit starke Höhen und Tiefen erlebt. Ich hab mich zum Beispiel sehr gegen den Regen gewehrt und wollte bei Regen gar nicht hinausgehen. Schließlich hatte ich bei der 1. Visionssuche ja auch keinen Regen gehabt! Unsere beiden wunderbaren Leiter, Christian und Ursula, sind damit aber völlig gelassen umgegangen und haben mir die Freiheit gegeben, das erst auf der Alm zu entscheiden, was mir sehr geholfen hat. Christian und Ursula waren so warmherzig, liebevoll, kompetent und locker und haben jeden einzelnen von uns so unterstützt, wie er oder sie es brauchte. Auch in der Gruppe entstand ein schöner Zusammenhalt.

Ich bin dann also mit auf die Alm hinaufgegangen und hab auch einen schönen Platz für mich gefunden. Aber in der Nacht vorm Rausgehen hab ich große Angst bekommen und wollte nicht mehr dorthin. Auch da haben wir zusammen eine flexible Lösung gefunden. So bin ich also mit den anderen hinausgegangen, und es hat geregnet, und es hat die Sonne geschienen, und wieder geregnet, und wieder die Sonne geschienen, jeden Tag im Wechsel. Und ich bin meinen Themen begegnet und hab mich ihnen stellen können, und jeder Tag ist noch schöner und intensiver geworden. Und ich hab gesungen und gelacht und geweint und mich insgesamt so wohl gefühlt, trotz vielen Regens und manchmal Langeweile und schwierigen Stunden. Und schließlich hab ich –  völlig ungeplanter Weise – einen wichtigen Abschied, der schon in der 1. Visionssuche im Raum stand, aber unvollendet blieb, zu Ende bringen können.

Durch die 4 Tage da draußen bin ich in eine wunderbare Ruhe und Klarheit gekommen. Das ist etwas ganz Besonderes. Einfach nur sein zu dürfen, nichts zu müssen.

Inzwischen habe ich schon einiges von dem, was mir begegnet ist, in mein Leben gebracht, und ich bin weiter dabei, etwas zu verändern und Neues einzuladen. Ich weiß, was in diesem Lebensabschnitt am wichtigsten für mich ist, und ich bin dabei, es umzusetzen. Und: Ich werde nie vergessen, dass nach jedem Regen wieder Sonnenschein kommt!! Ich kann seitdem viel gelassener mit Regen umgehen.

Ein großer Dank an Christian, das gesamte Team und alle meine Mit-Quester!
(Eva, 53 Jahre, Visions-Suche 2016 im Salzkammergut)

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Die Visionssuche mit Christian, Christina und Anna war eine sehr tiefe Erfahrung. Man kann nicht in Worte fassen, was passiert, aber es ist intensiv und es ist nachhaltig. Für mich hat sich danach vieles verändert, keine großen schlagartigen Veränderungen, sondern kleine, subtile, die sich ganz sanft einschleichen und mich sehr berühren. Und irgendwie sind es oft die kleinen Dinge, die das Leben ausmachen. Ihr drei habt uns so kraftvoll und liebevoll durch diese Zeit begleitet und den Raum mit eurer Lebenserfahrung und Weisheit gehalten. Ich bin auch zwei Monate später noch zutiefst erfüllt von meiner Zeit in Strobl, den Begegnungen mit den Menschen dort, bin noch immer verbunden mit der Alm, meinen Platz dort, dem Base-Camp und all den Erfahrungen dort. Ich war so bei mir und mit einer Klarheit und Kraft wie selten zuvor in meinem Leben, habe seither viel geklärt und abgeschlossen und nach der Visionssuche einen Neubeginn auf vielen Ebenen gestartet und bin klar und kraftvoll für mich eingestanden - nicht immer, aber immer öfter. Und darf mein Frau-Sein mit all seinen Facetten mehr und mehr leben. AHO!! Danke an alle, die dabei waren für diese wunderwundervolle Zeit, Danke Pachamama für alles. Ich bin soooo reich beschenkt!!!
(Dinah, 25 Jahre, Jugend-Visions-Suche August 2016 in Strobl/Salzkammergut)

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Schon ein halbes Jahr ist meine Visionssuche in Spanien unter Leitung von Silvia Koch-Weser und Christian Kirchmair her und doch kommt es mir vor, als ob ich erst gestern von dort zurück gekommen wäre.
Ich kann mir jederzeit die sehr starken Eindrücke auf emotionaler und auch körperlicher Ebene wieder in Erinnerung rufen. Natürlich gab es die von beiden angekündigten Abstürze danach, aber insgesamt hat es mir sehr geholfen, eine von mir getroffene, sehr einschneidene Entscheidung in meinem Leben, jetzt auch gut tragen zu können und diese auch im Einklang mit mir zu leben. Warum jetzt, wieso ich usw. ist nicht mit einer Antwort aufzulösen, aber die Zeit in Andalusien hat mir geholfen, mich und damit diese Entscheidung besser zu verstehen.
Die 14 Tage auf dieser zauberhaften Finca waren eine sehr intensive und auch prägende Zeit. Die Geschichten der anderen Teilnehmer fesselten und berührten mich sehr und waren mindestens genauso spannend wie die eigene Entwicklung in den Tagen der Vorbereitung auf die Auszeit. Die Kunst des Spiegelns, mit dem Herzen zu hören, hat mich sehr beeindruckt und ist eine sehr wichtige Erfahrung, die man beruflich wie privat einsetzen kann. Ich bin unendlich dankbar für dieses Erlebnis.
Nach der harten Arbeit in der Vorbreitungszeit war die Auszeit für mich ein wahres Fest. Die Sinne wurden von Tag zu Tag schärfer, die Natur nahm mich auf und am Ende fühlte ich mich eins mit allem was mich umgab. Ich danke allen von Herzen, die mich in dieser Zeit begleitet haben, ob Teilnehmer, Assistenten oder Leiter/in. (Bara, 48 Jahre, Visionssuche in Andalusien 2016)

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Vor einigen Tagen ist der Brief angekommen, den ich von mir (aber einem anderen) geschickt bekommen habe. Zuerst stieg mir der (mittlerweile sehr blasse) Duft des Rauches des weißen Salbei in die Nase, davon war etwas in den Brief gepackt, wusste ich nicht mehr, aber voll die Nachhallerinnerung...
Und dann begann ich zu lesen und musste einfach nur so viel grinsen. Immer wieder. Und wieder. Sogar laut auflachen und mich so sehr freuen! Gänsehaut!! WOW, das ist vielleicht der schönste Brief, den ich je bekommen habe. Zumindest einer davon. Ich bin überwältigt und freue mich.
(Konstantin, jetzt 25 Jahre, ein Jahr nach der Visions-Suche 2015 in Strobl/Salzkammergut)

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Die sanfte Melodie, die in den Sturm des Wandels fließt

Nun hat sie begonnen die heilige Zeit
alleine unter vielen werde ich wandern
zelebrieren was vergeht, während ich nach Neuem rufe
und so will ich streben nach Wandel und Segen
die endlose Tiefe des Seins erleben

Das letzte Mahl ist gegessen
so will ich vergessen
wer ich sein soll
um anzufangen der zu sein der ich bin

Den ganzen Text findest Du >hier

Diese Poesie hat der junge Mann nach seiner Auszeit im Kreis geteilt.
Während des Vortragens gingen heftige Gewitter über Strobl nieder.
Die Natur war einmal mehr der beste Spiegel dieser ehrlichen Worte.
(Adrian, 21 Jahre, Jugend-Visionssuche Juli 2016 in Strobl) 

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Gerade spüre ich, dass ich dir nochmal danken möchte für diese tolle Erfahrung der Visionssuche.
Jedes Mal wenn es eng oder dicht wird oder ich mich schwach oder verloren fühle gehe ich zurück an meinen Platz dort unter den Bäumen. Das gibt mir wieder Kraft. Es ist wie ein Ankerpunkt. Ein Anker, der mir sagt: Ich bin gut so wie ich bin und ich kann das schaffen!
Irgendwann werde ich bestimmt mal wieder hinausgehen und um eine Vision flehen.
Was die Visionssuche für mich besonders bewirkt hat, war dieses Spüren meiner Selbst. Das hat mich so stark gemacht. Ich war einfach voll bei mir, zentriert, in meiner Mitte, ruhig, sicher, mir meiner bewusst. Das war unglaublich. 4 Tagen nur mit mir, ohne Ablenkung, Natur und ich. Vielleicht war meine Vision um die ich gefleht habe mich selbst wahrhaft zu finden?
Und es war so erholsam. Wenn ich Urlaub brauche, komme ich zu dir auf die Alm. Nach 4 Tage war ich so erholt, wie nach einem langen Urlaub.
(Claus, jetzt 29 Jahre, ein Jahr nach der Visions-Suche 2015 in Strobl/Salzkammergut)
Claus hat auch nach seiner Auszeit 2015 einen Bericht verfasst - siehe weiter unten.

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Wo kämen wir hin wenn jeder sagte,
wo kämen wir hin und keiner ginge,
um zu sehen, wohin wir kämen,wenn wir gingen.      
Kurt Marti (Satz einer Teilnehmerin bei der Visionssuche in Andalusien 2016)

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Mona verfasste für ihre viertägige Auszeit ein Gebet, welches das Team im Basecamp täglich für sie gebetet hat. Mit ihrem Einverständnis darf ich diese nun hier veröffentlichen:

An das große Ganze, die hohen Kräfte, das Universum, den Zauber der Natur, die Weisheit, das Göttliche, das Zusammenspiel von Allem, die Schutzengel, an die Wahrheit........
Wir beten dass Mona an ihrem Platz warm ist, dass sie in Frieden und Zufriedenheit sein kann, dass ihr wohl ums Herz ist, dass sie sich da draußen in der Wildnis und auch da draußen in der Welt geborgen und sicher fühlen kann und dass sie sich freuen kann DA zu sein. Dass sie ihre alten Ketten ablegt und die Vergangenheit so annehmen kann, wie sie gewesen ist. Dass sie ihre inneren Kräfte (wieder) entdecken kann, auftankt, und gut mit Ohnmacht und Wut umgehen kann. Dass sie sich getragen fühlt und mit jedem Augenblick, jedem Tag mehr dem Leben, den Geschehnissen und sich selbst vertrauen kann. Dass sie ihren eigenen Wert erkennt und für sich (als Frau) einstehen kann. Dass sie sich von eingebildeten Verpflichtungen freimachen kann, die sie beschränken und weise unterscheiden kann was für sie angesagt ist. Dass sie wahre, wahrhaftige, stimmige, innere Führung, Orientierung und Wissen empfangen und spüren kann, die ihr wie Lichter im Dunklen den Weg weisen. Dass sie Inspiritation, Ideen und Gedanken erhält, über ihr Leben und das Leben. Dass sie auch mal lachen kann. Dass sie lieben kann und geliebt wird. Und dass es Menschen gibt, die da sind, die ihr gut tun und sie unterstützen. "Deep down inside of me, i`ve got a fire going on,....."
(Mona, 24 Jahre, Visionssuche in Andalusien 2016)

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Ich will noch​ ​einmal Danke sagen, für​ die Visionssuche.​ ​
Es hat mir sehr geholfen, dass ich jetzt so großartig im Leben stehen kann.​ ​
Es hat sich seit der Visionssuche einiges getan in meinem Leben.
Interessant weil das einzig wenige was ich verändert habe, ist das ich nun mehr ICH selbst bin. 
Aber scheinbar kommt das bei meinen Mitmenschen sehr gut an. :)
Ich kann sagen, dass ich mich nun als starker junger Mensch fühle und zumeist so durchs Leben gehe.

Die Visionssuche fühlt sich für mich an, wie ein Start in das Leben, es gibt immer noch viele Baustellen vor mir, aber die kann ich jetzt mit einer ganz anderen Basis, Energie und Freude angehen.
Und das ist schön! So circa das Schönste was es gibt. Ein lebenswertes Leben zu leben. :)​
(Thomas, 23 Jahre, Jugend-Visionssuche August 2015 in Strobl)

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Rückschau auf meine Auszeit:​
Trotz mancher Rückfälle, habe ich nun wirklich alle meine Süchte hinter mir gelassen.
Sogar das Rauchen und kiffen voll und ganz!!
In meiner Lehre bin ich der beste meines Jahrgangs und Ernte Lob ohne Ende!!
Das einzige was mir noch fehlt ist eine Freundin, aber da steht mir mein Kopf noch zu sehr im Weg.
Lieben Gruß an Strobl und dein tolles Haus!! Ihr werdet vermisst!!
(Luca, 19 Jahre, Jugend-Visionssuche August 2014 in Strobl)

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Allen die mit dem Gedanken spielen eine Visionssuche zu machen will ich folgendes sagen. Erwartet nicht das es ein angenehmen Urlaub mit einen gewissen Abenteuer Faktor wird. Neee, das wird es nicht, es wird emotional und intensiv werden, es wird viel aufwirbeln und die verschiedensten Emotionen hervorrufen.
Meine gesamte Visionssuche war durchzogen von krassen Tiefs in denen ich mich richtig scheiße gefühlt habe, gefolgt von Moment von großer Verbundenheit. Die Visionssuche war der Startschuss für meine Weiterentwicklung, die bis jetzt anhält. Nach der Auszeit kam die Interaktion mit den anderen TeilnehmerInnen noch mehr ins rollen und es war einfach eine tolle Zeit. 
Es ist jetzt bald 6 Monate her und langsam löste sich der Schleier und ich fange an die Sachen etwas klarer zu sehen. So langsam fange ich an die Erfahrungen zu verarbeiten. Das Erlebte erinnert mich teilweise an eine Krankheit und der Heilungsprozess begann mit der Auseinandersetzung mit mir und er hält immer noch an. Ich habe viele Schätze in Form von wichtigen Erfahrungen und tollen Kontakten zu neuen Freunden mitgenommen. Ich bin glücklich darüber das ich mich getraut habe es zu machen und kann es nur jedem empfehlen.

Ich bin der Meinung diese Zeremonie sollte in unsere Gesellschaft integriert werden, dies würde sicherlich zu einem besseren Zusammenleben führen. Danke an alle die da waren.
(Milo, 18 Jahre, Jugend-Visionssuche Juli 2015 in Strobl)

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​Einige Monate nach meiner Auszeit auf der Alm.
Ich bin jetzt von daheim ausgezogen und wohne mit meiner Freundin in einer kleinen Wohnung. Es fühlt sich gut an. Als ich nach Hause gekommen bin nach der Visionssuche hat mich schnell die Realität wieder eingeholt und ich bin in alte Muster verfallen. Ich habs noch einmal kurz auf die Spitze getrieben und dann hab ich eingesehen das es so nicht weiter geht. Jetzt bin ich fast sauber und ein glücklicher Hausmann ​und ​an meinen Vorsätze bin ich dran. Oft muss ich an die Alm denken und viele Dinge werden mir erst jetzt nach und nach richtig klar.
​(Benjamin, 20 Jahre, Jugend-Visionssuche August 2015 in Strobl)

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Was ich erlebt habe: Männlichkeit, Weiblichkeit und Weisheit - klar, berührbar und humorvoll - in Respekt und Vertrauen zu dem Ritual - alles in allem zutiefst menschlich und höchst authentisch!!!
Nach mehrere Monate wieder im Alltag, kann ich sagen: "the process is going on and it's a good one!"
Ob ich es noch einmal machen würde? Das geht nicht, denn es war einzigartig!
Ob ich es empfehlen kann? JA!!
(Laurens, 28 Jahre, Visionssuche Juni 2015 in Strobl)

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​Rückschau auf meine Auszeit:​
Trotz mancher Rückfälle habe ich nun wirklich alle Süchte hinter mir gelassen..
Sogar das Rauchen und kiffen voll und ganz!! In meiner Lehre bin ich der beste meines Jahrgangs und Ernte lobe ohne Ende!! Das einzige was mir fehlt ist eine Freundin aber da steht mir mein Kopf noch zu sehr im Weg..
Lieben Gruß an Strobl und dein tolles Haus!! Ihr werdet vermisst!!
(Luca, 18 Jahre alt, Jugend-Visions-Suche August 2014 in Strobl)

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Seit meiner Visionssuche in Andalusien ist nun ein halbes Jahr vergangen. Etwas Großes, etwas Wunderbares hat begonnen. Eine Reise zu mir, meinem Herzen, eine Reise lebhafter, friedvoller,
bunter und wacher Augenblicke. Christian, danke! Danke, dass Du mich auf meinem Weg begleitest.
Irgendwie ist es mir nicht leicht gefallen, die ~richtigen~, stimmigen Worte zu finden, für das
was ich ausdrücken will, da es mehr als Worte sind.......................................
(Lisa, 25 Jahre alt, Visions-Suche 2015 Andalusien/Spanien, Assistentin Jugend-Visions-Suche 2015)

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Meine Arbeitskollegin erzählte mir von den von Christian veranstalteten „Auszeit-Seminaren“. Ich spürte, dass auch ich eine solche Visionssuche machen sollte, obwohl ich mir vorgenommen hatte, mit Seminaren zu pausieren. Mein Antrieb war die Neugierde und Freude auf eine gänzlich neue Erfahrung in meinem Leben – alleine mit mir und der Natur!

Also – in Strobl angekommen, war es erstaunlich, wie schnell mir meine Muster/Themen/Prägungen/Glaubenssätze von den anderen TeilnehmerInnen und der professionellen Seminarleitung gespiegelt wurden. Ich war so rasch „durchschaut“. Da wo ich bisher nicht hinschauen wollte, haben die Anderen hingeschaut. Ich war im Eilzugstempo auf mich selbst „zurückgeworfen“ worden. Für diesen Schnellkurs in Selbsterkenntnis bin ich heute, rückblickend betrachtet, sehr dankbar. Denn genau deshalb investierte ich ja Zeit und Geld, um auf dem Weg zu mir Selbst einen großen Schritt voranzukommen. Die Menschen dort rund um mich sind die, die mir dabei helfen – was sie über mich denken, ist zweitrangig. Es geht um MICH.

Auf der Alm angekommen war ich erstmals so wütend (auf mich, auf Christian). Es war kalt, es regnete, die erste Nacht im Stadel war eng und ungemütlich. Doch dann wurde alles irgendwie leicht – das Wetter besserte sich nachhaltig. Auch wurde mir ein wunderschöner Platz in der Natur für diese vier Tage geschenkt. Ich spürte meine Lebendigkeit (Baden im Moor), meine Liebe zur Schönheit (ich wurde zu so vielen traumhaften Plätzen geführt). Es war keine Sekunde langweilig – und es ging mir so gut mit mir – es fehlte an nichts – und ich genoss das „Zeit haben“ im eigenen Rhythmus, das im Hier und Jetzt sein ohne Tagesplan, das Hinspüren und Folgen der erspürten Impulse. Wie lange ist doch ein Tag, wenn wir ihn nicht mit Terminen vollstopfen! Ich war nicht allein, ich war All-Eins – getragen von der Natur und zwei ganz lieben Gruppenteilnehmern, die auf mich aufgepasst haben, so wie ich auf sie (sog.„buddies“).

Das Thema, mit dem ich auf die Alm ging, begleitet mich bis heute und wird mich noch lange beschäftigen. Es ist mein LEBENSTHEMA und ich danke allen, die mir beim Finden geholfen haben.

Mein inneres Hoffen hat sich erfüllt – ich bin auf dem Weg zu mir Selbst maßgeblich vorangekommen. Ich war bereit, (endlich) hinzuschauen. Ich bin nicht mehr dieselbe. In mir ist die Kraft, das Erkannte in mein Leben zu nehmen und umzusetzen – Schritt für Schritt, in meiner Geschwindigkeit.

Danke für alle, die an diesem Seminar teilgenommen und mir das ermöglicht haben.
(Monika, VisionsSuche im Salzkammergut 2015)

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Die Sonne steht schon tief am Horizont, es weht ein leichter, kühler Wind, der den baldigen Winter ankündigt. Alles ist bunt, in den schönsten, warmen Farben, die der Herbst zu bieten hat – orange, gelb, rot, noch ein bisschen grün dazwischen. Ich laufe durch das Laub, das bei jedem Schritt unter meinen Schuhen raschelt, und genieße den sanften Blätterregen bei jedem Windstoß. Ich schließe die Augen, atme tief ein und spüre die Kraft in mir, die Freiheit und die Geborgenheit, das Leben: mein inneres Feuer, das vor nun etwas mehr als 3 Jahren zu brennen begonnen hat – und ich bin so dankbar dafür. Die Visionssuche war ein Anfang für mich; der Anfang von etwas, das sich nicht gut beschreiben lässt, aber das ich jedem von ganzem Herzen wünsche. Der Anfang von etwas so wertvollem, dass es mich von Innen heraus zum Strahlen bringt.
(Saskia, inzwischen 21 Jahre alt, Jugend­Visions­Suche 2012 in Strobl, Assistentin 2015)

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Meine eigene Visionssuche, ist ​nach all den Jahren die seither vergangen sind, noch immer das schönste Erlebnis​, mit meinem persönlich größten Schatz​,​ welches ich bis jetzt​ erleben durfte.​
(Fabian, inzwischen 27 Jahre, Jugend-Visions-­Suche 2012 in Strobl + Assistent 2013 & 2014)

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Ich war begeistert von der Lage der Alm und dem Haus in dem wir die Visionssuche machen konnten. Nur wenige Schritte vom See, mit einem großen Garten und einem offenen Haus für unsere Gesprächsrunden war wirklich viel Platz zur persönlichen Entfaltung. Ich konnte immer die Nähe zu einer Gruppe von offenen jungen Menschen wählen oder mich auch einfach zurückziehen und mit mir sein. Die 10 Tage waren wie eine Verwandlung bei der ich im Kontakt mit der Natur und mit den Menschen sehr viel Freude, aber auch tiefe Gefühle erlebt habe. Es war eine vertrauensvolle Atmosphäre um offen zu reden und anderen zu begegnen die im Leben ähnliche Herausforderungen haben. Ein Dank vor allem an die Leiter und das Team um Christian Kirchmair, die den Rahmen halten und so eine unbeschreibliche Erfahrung überhaupt erst möglich machen! Ich werde auf jeden Fall wieder kommen.​ 
(Nico, 31 Jahre, Assistent Jugend-Visions­-Suche Juli 2015 in Strobl/Salzkammergut)

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Gesucht - Erlebt . Erfahren

Ja ja ja ja ja viel habe ich erlebt, erfahren und gefunden!

Schon in der Vorbereitungszeit, fühlte sich unsere Gruppe an, als würden wir uns schon länger kennen. Es war so ein Vertrauen zueinander, untereinander, miteinander, füreinander! Ich fühlte mich sehr geborgen in dieser Gemeinschaft. Wir waren 13 QuesterInnen und 5 BegleiterInnen aus Ö, D, CH und Jakob der Rabe.

Der gemeinsame Weg auf die Alm hinauf, war für mich eine wunderbare Erfahrung. Ich bin noch nie so langsam auf einen Berg gegangen. Aber es hatte was! Ich war ganz bei mir und spürte meinen ganzen Körper. In den 4 Tagen saß ich gerne in der Sonne, angelehnt an 3 Fichten vor meinem Platzerl. Ich hatte einen freien, wunderbaren Blick über die Alm und auf die Berge. Ich schrieb, zeichnete, schnitzte, schaute, tauchte in die Wolken ein und beobachtete viele Tiere stundenlang. Dachte an NICHTS! Einfach nur da sein und die Natur spüren und warten was sie dir bieten und zeigen möchte. Sie hat mir einiges gezeigt und mir wurde auch vieles klarer hier oben auf der Alm. Fastend und für sich alleine sein in der Natur, das brachte mich an seine Grenzen. Es war ein spezielles Gefühl, als ich mich am 3. Tag sehr, sehr schwach fühlte. Mein Kreislauf war am Boden. Aber andererseits fühlte ich mich so stark und frei. Wie neu geboren. Die letzte Nacht, der Mond so hell und dann die verschiedenen Graustufen, bis Farbe dazu kommt, wenn der Morgen anbricht. Schweigend und schwebend mit seinem Buddy zum Basecamp zurückkehrend. Ein unbeschreiblicher, grandioser, einzigartiger Moment – wauhhhhh. Und Jakob der Rabe war auch wieder da!

In der Nachbereitungzeit die verschiedenen, erlebten Geschichten hören. Gemeinsames Kochen und essen, singen, reden, schwimmen, tanzen, sitzen, lachen, weinen, schlafen, zuhören, kennenlernen, erleben, ......

Zuhause angekommen, das schwebende Gefühl dauerte noch einige Tage an. Ich habe mich verändert, seit meiner Auszeit auf der Alm. Ich bin stärker geworden, empfinde und spüre intensiver, gehe aufrechter, bin klarer, vertraue auf meine Gefühle, genieße das Leben noch mehr.

Danke ­ Christian und deinem Team, für die Verbunden­ und Geborgenheit, euren wunderbaren Spiegelungen von meinen/unseren Geschichten und Erlebnissen! Die Gastfreundschaft in deinem einmaligen Haus. Danke ­ Jakob der Rabe, dass du uns begleitet hast. Ich habe bei der Visions-Suche auch eine Familie gefunden und speziell sogar eine große Schwester. Ich kann nur jedem empfehlen, der sich selber kennenlernen möchte und an seine Grenzen gehen will, eine Visions-Suche zu machen. Sich eine Auszeit zu schenken!

Es waren für mich besondere, einzigartig Tage in meinem Leben.
(Michaela, 48 Jahre, Visions-­Suche 2015 in Strobl/Salzkammergut)

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Heute, einige Wochen nach der Visions-Suche, weiß ich gar nicht womit ich zum Erzählen beginnen soll, es ist so Vieles in mir was in Bewegung ist. Es war die tiefste, bereicherndste und schönste Selbst-Erfahrung, die ich erlebt habe. Dafür danke ich insbesondere dir, Christian. Du hast mein Leben bereichert. Dein Wesen strahlt mich immer noch an und ich bin so dankbar, dich in meinem Leben zu haben.

In der ersten Woche nach der Rückkehr aus der Visionssuche war ich noch sehr in mir, gelassen und jedwede Hektik prallte an mir ab. Das war unglaublich. Danach allerdings wurde es sehr arbeitsintensiv und ich habe diese Gelassenheit und Ruhe etwas verloren. Nichtsdestotrotz weiß ich, dass all die Ruhe und all die Erfahrungen weiterhin in mir sind und nur darauf warten wieder aufzuleuchten. Die Sehnsucht nach meinem wahren Leben lässt mich nicht los. Und dafür bin ich soo dankbar. 

Klarheit. Vieles ist klarer geworden für mich während und nach der Visionssuche. Ich habe mich neu verstanden. Ich habe Unbewusstes bewusst erfahren. Was irgendwo in mir geschlummert hat, ist aufgewacht, hat mich angestupst. Mir wird immer mehr klar, welcher Mensch, welcher Mann ich sein will. Es liegt noch ein weiter und langer Weg vor mir, und gleichzeitig erkenne ich, was mir wichtig ist, welche Werte ich in meinem Leben vertreten will, wofür ich einstehen will, wofür ich arbeiten will. Ein ganz zentrales Thema dabei ist, mich selbst weiter kennen zu lernen. Meine Gefühle, Emotionen, Stimmungen, Kenntnisse, Talente.

Und so mache ich mich jetzt auf den Weg in die Stadt und kaufe mir einen Kompass. Möge er mir Orientierung geben und die Erfahrungen meiner 1. Visionssuche nie nie nie vergessen lassen.
(Claus, 28 Jahre, Visions-Suche 2015 in Strobl/Salzkammergut)

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Auf der Suche nach meinem Herzen hab ich deine Homepage gefunden und dort auch die Erfahrungsberichte gelesen. Sie haben mich so sehr berührt und angesprochen, dass sie eine große Hilfe für mich waren bei der Entscheidung an der Visions-Suche teilzunehmen. Ich konnte nicht mehr weghören.

Draußen.....ich kam zu meinem Platz, und blickte zur Grenze. Immer wieder saß ich in diesen Tagen dort oben, und freute mich über meinen Entschluss dort nicht mehr hinüberzugehen. Anfangs gab es Ameisenattacken, Kriegsbemalung und Kopfzirkus, die Welt stieß mich ab. Mit den Tagen ordnete sich das Chaos im Kopf und im Rucksack, alles hatte seinen Platz und ich wusste genau wo, ich sorgte gut für mich.... in jedem Moment….wurde ruhig und klar, wurde langsam, bald war jede Bewegung, jeder Schritt bewusst. Ich lag da, die Welt hatte mich aufgenommen, Ameisen liefen an mir vorbei und über mich, wie über die Wurzeln neben mir, ich war Teil geworden.
Ein Rhythmus stellte sich ein, mein Rhythmus.
Ich lag da, Sonne und Mond, und spürte unter all diesen Schichten zum ersten Mal ein ewiges heiles Sein.

Danach…..wie viel mehr Farbe sehe ich seit ich wieder zu Hause bin, noch mehr Details und Konturen, wie anders die Menschen sich `anfühlen`, aussehen. Hab ich je wirklich hingesehen? Wie berührt ich bin, glücklich und traurig, ruhig und rastlos, wütend und versöhnt, offen und verschlossen. So dankbar so viel spüren zu dürfen und manchmal so müde von zuviel Gefühl. Was das für dicke, vertraute Fesseln und schwere bleierne Rüstungen sind, die sich wieder um mich legen möchten. Sie lauern, oft finden sie mich bevor ich es merke. Angst, Groll, Unsicherheit, Schattengespenster, all die Zweifler klopfen an,... diese Nervensägen. Und wie gut die Kraft und Hoffnung zu spüren, da immer wieder rausgehen zu können (stolpern erlaubt), wieder zu probieren, üben...weitergehen. Gehört wohl alles dazu....all inklusive.

I lost myself, now I know... in a way I went away to stay alive.
After all those years, I found myself, now I know....I am slowly coming home again.
(Christine, 34 Jahre, Visions-Suche 2015 in Strobl/Salzkammergut)

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Mit 20 hatte ich beschlossen mir das Altwerden zu sparen. Ich beschloss, intensiv zu leben und mit 65 den Abgang zu machen. Auf eine Art habe ich in den letzten Monaten den Abgang vorbereitet, meine Gedächtnislücken „genossen“, außer Überschriften in der Zeitung nichts mehr gelesen – alles wurde zu anstrengend, Wasser war mir zu naß und kalt, die Sauna zu heiß, das Wandern zu mühsam. Die neue Liebe versorgte mich mit Glück – aber ich selbst war, höflich, nett und freundlich, am Erkalten.

Dann kam die Inspiration – wenn mich noch einmal etwas wecken kann, dann eine Visionssuche. In den 4 Vorbereitungstagen war keine Zeit für die innere Unterwelt, es galt seinen Krafsatz zu finden, es gab Aufgaben im Süden und Aufgaben im Westen und die ersten Erfahrungen mit „gespiegelt werden“, dieser kostbaren Methode, die, im Wiederholen der eigenen Geschichte, übersehene Aspekte ins Licht rückt auf respektvolle Art.

Schon ging es hoch zur Alm, noch eine gemeinsame Nacht, dann die rituelle Verabschiedung in die Anderswelt. Das Biwak – eine große Plane, Heringe und 30m Schnur – war bald errichtet. Es war nicht kalt und gab kaum Regen. Gelangweilt hab ich mich die ersten Tage. Keine Ablenkung, die ganze Zeit Zeit für mich. Viel geschlafen. Allmählich in mich hinein gesunken, das innere Tempo verlangsamt, schwächer geworden. Mit dem Gedanken – es ist vollbracht – kehrten ich zurück ins liebevoll geschmückte Basislager. Wir wurden rituell wieder aufgenommen in die Diesseitswelt. In den letzten vier Tagen berichteten wir unser Erlebtes, gespiegelt von drei klugen, wachen, wertschätzenden Spiegeln.

Nach herzbewegenden Abschiedsritualen war die Zeit gekommen für die Heimfahrt. Etwas 2 Wochen brauchte ich, um wieder ganz zuhause zu landen. Die inneren Prozesse, die auf der Alm begannen, entwickeln sich weiter. Auf eine Art bin ich neu geworden: außen runderneuert und innen wieder in Kontakt mit meinem Kern.

P.S. Ich hatte 13 Jahre eine Praxis als Familientherapeutin und kenne die Bandbreite psychologischer Interventionen. Aus meiner Erfahrung gibt es nichts ähnlich Kraftvolles wie eine Visionssuche. How (Helene, die graue Wölfin, 64 Jahre, Visions-Suche 2015 in Strobl/Salzkammergut)
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Das Wichtigste für mich war mein Platz. Er gab mir immer Halt, Sicherheit und Vertrauen. Der Platz, auf dem ich mich niederließ, gehörte einer stattlichen Steineiche, die ihn für die Zeit mit mir teilte. Zum Platz gehörte auch eine Anzahl von Steinfelsen, auf denen es sich gut sitzen ließ. Mein liebster Sitzplatz jedoch war ein abgestorbener und umgestürzter Baum. Von ihm aus blickte ich genau nach Westen. Dort saß ich viele Stunden am Tag. Hier führte ich auch die Gespräche mit meinen Ahnen und anderen Menschen, die ich mit meinen Gedanken einlud und die zu mir kamen. Nach jedem Gespräch setzte ich einen kleinen Stein auf meinen Ahnenbaum, so dass er am Ende der vier Tage reich bestückt war. (...)

Als ich am Morgen des vierten Tages erwachte, fühlte ich mich schwach und kraftlos. Ich kenne dieses Gefühl, wenn ich krank bin und nach Überwinden der Schmerzen und Symptome neue Energie in mich einströmen möchte. Es ist ein kraftloses und leeres Gefühl, aber verbunden mit einer Gewissheit, dass sich neue Lebensenergie ankündigt. Das Schwächegefühl hielt den ganzen Tag an. Sogar das Legen der Steine für den Bestimmungskreis machte mir Mühe. Erst am frühen Abend, als die Sonne nach einem wolkenverhangenen Tag für eine Stunde erstrahlte, konnte ich auf meinem Ahnenstamm sitzend durchatmen und den Augenblick genießen. Die Kälte hatte mir den ganzen Tag zugesetzt.

Bei Sonnenuntergang setzte ich mich in meinen Steinkreis. Einerseits fühlte ich mich gewappnet, andererseits hatte ich Angst vor der langen Nacht. Mit Singen hielt ich mich wach. Zum Glück regnete es nicht und als ich Sterne am Himmel entdeckte wurde mir wohler. Mitten in der Nacht hatte ich das Gefühl, dass es wärmer wurde. Das stimmte mich zuversichtlich, auch wenn ich immer mehr mit der Müdigkeit zu kämpfen hatte. Der Tagesanbruch kam dann irgendwann völlig unerwartet. Dem hellen Streifen am Horizont wollte ich noch nicht trauen, aber die Steine meines Kreises nahmen deutlich schärfere Konturen an. Das Licht kehrte zurück.

Wenn ich heute an die Visionssuche zurück denke, sind es vor allem dieser Augenblick und die Verbindung zu meinem Platz, die mir Kraft geben.
(Jochen, 56 Jahre, Visions-Suche 2015 in Andalusien/Spanien)


 

Mögen die Sterne uns behüten,
wenn wir mutterseelenalleine am Boden liegen

Mögen helle Augen in der Nacht
und Regentropfen am Zweig uns Geschwister sein,
wenn das Vertraute fremder wird

Mögen die Ostwinde uns unbekannte Lieder flüstern,
wenn die Sehnsucht uns ausgehöhlt hat

Mögen unsere Herzen uns den Weg trommeln nach Hause,
in die Wildheit unserer Natur
(Veronika, 39 Jahre, Visions-Suche 2015 in Andalusien/Spanien)


 

Ich bin eine andere, aber doch bin ich dieselbe.
Es war so eine schöne Zeit bei der Visionssuche im Salzkammergut. Die Sehnsucht ist groß, nach der Natur und nach so einer wundervollen Gruppe. Das Gefühl richtig glücklich zu sein, frei und einfach nur akzeptiert zu werden so wie man ist. Eine so unglaublich intensive Erfahrung mit einer so tollen Gruppe habe ich noch nie erlebt. Diese Offenheit und Vertrautheit vermisse ich sehr. Ich habe nicht nur über mich sehr viel gelernt, ich habe ganz tolle Menschen kennen gelernt, die mir Kraft geben. Wenn ich mich in die Zeit zurückversetzte gibt es mir jedes Mal so viel Kraft, das ist unglaublich. Ich bin glücklich diese Erfahrung gemacht zu haben und so viel über mich lernen durfte.
Ich hatte Angst was auf mich zukommt, dass ich es vor Langeweile nicht aushalte, doch da habe ich mich getäuscht, langweilig wurde mir nicht. Diese Intensive Auszeit hat mir gezeigt was Freude und Leben ist. Ich sehe so vieles mit anderen und klaren Augen. Ich habe mich selbst kennen gelernt. Ich danke dir Christian, dem gesamten Team und natürlich auch der Gruppe für diese Zeit und den ganzen Erfahrungen.
(Sophia, 18 Jahre, Jugend-Visions-Suche August 2014 im Salzkammergut)



Eine kleine Geschichte zu meiner Visionssuche:
Meine Visionssuche war eine sehr intensive und bereichernde Zeit, inmitten von
lieben Menschen an einem sehr schönen Ort.
Wie intensiv die Zeit war, wurde mir am ersten Tag wieder zu Hause bewusst.
Ich freute mich natürlich riesig meine Frau und meinen Sohn wieder zu sehen.
Entsprechend groß war die Freude als ich in der Tür stand, nach fast zwei Wochen Abwesenheit.
Es wurde viel gedrückt, geküsst und jeder war froh das die Familie wieder komplett war.
Am Abend brachte ich meinen Sohn ins Bett, las noch eine Geschichte vor und begleitete ihn ins Traumland. Auch ich bin wohl mit eingeschlafen und wachte kurze Zeit später im Kinderbett auf.
Ich ging leise aus dem Kinderzimmer und war noch ganz schlaftrunken, als ich im Wohnzimmer
stehend fragte: „Wo sind denn die anderen?“
Meine Frau schaute mich fragend an, welche „anderen“ ich wohl meinte. Langsam dämmerte es mir,
ich war zu Haus und nicht mehr bei Christian im Haus im Kreise der „anderen“ Suchenden.
Noch einige Zeit blieb an diesem Abend ein zwiespältiges Gefühl aus Verlassen sein und riesigem Reichtum, ob des Erlebten.
(Marco, 34 Jahre, Visions-Suche Juni 2014
)



Drei Tage Dauerregen, Sturm, Gewitter. Und die Suche nach Heilung, Seelenfrieden, Lebenswillen. Ich suchte meinen unverletzten Kern­ und fand ihn nicht. Dafür begegnete mir viel anderes, viel Herausforderung und Überforderung, aber auch etwas wie Stille. Balsam für meine chaotischen inneren Zustände.

Zurück von der Auszeit: Euphorie – Sättigung – Verzweiflung. Der Verzicht hatte mir so gut getan. Ich musste lernen, dass Visionssuche kein Allheilmittel ist. Und erst recht kein Therapieersatz. Aber sie kann eine Orientierung geben, einen Lichtblick.

Zurück daheim durchflutete mich zwei, drei Tage eine unglaubliche Energie und ein Glück, wie es mir zuvor unbekannt war. Ich verstand, dass ich auch zu solchen Empfindungen fähig bin.

Drei Jahre später die Rückkehr zur Alm. Eine Rückkehr als neuer Mensch. Hab ich mich selbst ersetzt? Wo ist er hin, der Schmerz? War er überhaupt real? War ich real? Der erste Spaziergang auf der Alm: Die Hütte, die Kühe, die Wiesen sind mir vertraut. Doch eines sehe ich zum ersten mal: die Aussicht, die Berge, die Weite. Das Beeindruckendste an diesem Ort konnte ich damals nicht wahrnehmen, dissoziiert.

Inzwischen hatte ich meinen unverletzten Kern gefunden­ und dafür meinen Schmerz verloren. Zusammen mit dem Bezug zu meinem früheren ich, zusammen mit dem Realitätsempfinden meiner Vergangenheit. Der Schlüsselmoment der Aussicht hat mir eine Tür geboten, eine Tür der Rückverbindung, der Integration. Jetzt kann mein Schmerz wieder ein Teil von mir sein­ aber eben nur ein Teil. Er gehört genauso zu mir und ist genauso wertvoll wie mein unverletzter Kern.
(Alia, 22 Jahre, Jugend-Visions-Suche Juli 2011 + Assistentin 2014 im Salzkammergut)


 

Zeit

Nun sitze ich hier - nur mit mir
Kein Wein - kein Brot, nur Wasser und meine Not
Einzig der Regen vermag es zu verstehen, wie es mir geht

Der große, weite Blick war am Anfang da, sogar sehr klar
Die Berge und der See, nun ist der Nebel da

Ich bin einsam und doch nicht allein, wie kann das Sein
Gemischte Gefühle machen sich breit, auch die Angst die ist nicht weit

Mein Magen ist leer doch mein Kopf der ist voll
Was bin ich jetzt, was bin ich morgen
Ist meine Vision schon gestorben

Mein Verstand predigt von Genügsamkeit
aber es ist noch nicht so weit, ich hab noch Zeit

(Quirin, 22 Jahre, Jugend-Visions-Suche Juli 2014 im Salzkammergut)



Übermut und Stille

Ich bin erfüllt, angefüllt, in meiner Kraft, meinem Lachen, meinem Übermut, fühle mich lebendig, stark und wahrhaftig und dennoch ist eine große Stille in meinem Inneren, in meinem Bauch, aus der diese Kraft kommt. Ich bin bei mir, ich bin ich, ich bin. Genau das, was ich vermisst habe, was ich erhofft habe zu finden. Meine Augen sehen mehr, buntere Farben, meine Wahrnehmung ist feiner, alle Sinne offener, das Herz größer.

Wie das alles passiert ist, weiß ich nicht. Ich war da draußen, allein mit mir, es war ganz anders als ich dachte, ganz anderes war schwierig, anderes wichtig, anderes lustvoll als erwartet, große Stille, wie in Trance blicke ich zurück obwohl es sich dort draußen nicht wie in Trance angefühlt hat. Es ist nichts passiert, und doch ist so viel passiert. Im Rückblick sehe ich, was sich schon in der Vorbereitungszeit getan hat, in ernsthafter, strenger, liebevoller Begleitung von Christian und Marascha, wie sehr die Geschichten der Anderen schon von Anfang an berührt und das Eigene beeinflusst haben.

Das Zusammenwachsen der Gruppe gerade in der Auszeit, sich nicht zu sehen aber so stark zu spüren war eine unglaubliche Erfahrung. Und die Wunder-volle Zeit danach, voller Wunder die geschehen sind beim Erzählen und Zuhören – in der Geborgenheit, geschaffen von dem ganzen Team das uns begleitete und der Gruppe, eine Oase der Nähe und Wahrhaftigkeit in der echte Begegnung möglich wird. Ich kann mich in meinem so-sein zeigen und werde von allen voller Liebe angenommen und bestärkt und bin selber so in meiner Kraft und erfüllt dass ich strahlen und Halt geben kann.
Es bleibt die Fülle, die Freude und die Liebe in mir, Geschenke an mich, die ich weitergeben kann an meine Lieben und alle Nahen, auch wenn der Alltag nagt an dem bunten Erlebten – ich spüre die volle Schatzkiste in mir, aus der ich schöpfen kann und sie füllt sich an den guten Tagen nach, und wird im Kontakt zu den liebgewonnenen Menschen aus der Gruppe immer wieder nachgefüllt, durch nur ein kurzes Wort oder ein langes Gespräch.
Und es bleibt die Dankbarkeit, dass ich es erleben durfte, an die Menschen, die es ermöglicht haben und die Wesen, die schützend und fordernd da waren und sind, und an mich!
(Danieela, 40 Jahre, Visions-Suche 2014 im Salzkammergut)



Ich bin von der Visions-Suche mit einem sehr großen Bild in mir heimgekommen. Ich stelle es mir wie ein mexikanisches Wandgemälde – ein „Murales“ vor. Gezeichnet in den vielfältigsten Farben ein großes Ganzes ergebend wenn ich von weitem darauf schaue und umso näher kommend immer Detailreicher werdend. Ein Mosaik so vielfältig und auf so vielen Ebenen meines Innenlebens reflektierend dass es noch ganz unfassbar ist. Ein Bild gemalt aus der so ereignisreichen und vielfältigen Zeit während des Seminars bei Christian Kirchmair.

Das Gesamtbild ergibt mein gerade erlebtes und gefühltes Innenleben wieder. Ich bin sehr bewegt und berührt und berührbar. Sehr nah bei mir und in mir, mich sehr vielfältig spürend. Weich, traurig, lustvoll und gleichzeitig voller Kraft und Stärke ein Lebensgefühl wie ich es immer haben wollte und mir lange erhalten möchte.

Gezeichnet von der viertägigen Auszeit in der Natur auf der Alm in der wunderbaren Natur. Mit dem Fasten, dem allein sein, dem ganz auf mich zurückgeworfen sein und der vielen Zeit mich mir, meinem Thema und der Natur ganz hinzugeben. Aber auch gemalt von den beiden Leitern Christian und Marascha die mich und die Gruppe mit viel Liebe und Bewusstsein auf die vier Tage vorbereitet haben. Die mit ihren Liedern, Fragen, Spiegeln und ihrer Präsenz eine Hängematte aufgespannt haben in die wir uns fallen lassen konnten um wiedergeboren zu werden. Wir waren ausgesetzt und auf uns gestellt und dabei geborgen und beschützt und getragen. Ich sehe ein Bild dass voller Dankbarkeit und Freude und Bewegtheit ist.

Das Bild wurde genauso von den vielen berührenden, bewegenden und tiefen Begegnungen mit den Männern und Frauen der Quest gemalt. Menschen die sich sich selbst gestellt haben, nicht weggelaufen sind, in ihre Themen und Gefühle gekommen sind um zu wachsen und mehr zu werden wer sie immer schon sind. So viele Gefühle und Berührungen, Lachen und Weinen, sehen und erkannt werden geben diesem - meinem Bild tiefe und leuchtende Farben dafür danke ich Euch.

Ich komme mit so vielen Erlebnissen und Eindrücken und Veränderungen nach Hause, dass ich dies im Moment noch gar nicht fassen kann. Die nächsten Wochen und Monate verbringe ich wohl damit dieses große Geschenk mit dem ich nach Wien zurückgekommen bin auf mich wirken zu lassen und zu studieren und Zug um Zug auch umzusetzen. Ich verbringe meine Zeit mit "to walk my talk".
(Thomas, 47 Jahre, Visions-Suche 2014 im Salzkammergut)



Sooo einen schönen Mann habe ich zurück bekommen! Dank eurer guten Begleitung und dem Allheilmittel NATUR spüre ich nun mehr Vertrauen und Gelassenheit in meinem Mann - ein Segen!!!
(Christine, 27 Jahre, TeilnehmerIn der Visions-Suche 2012 im Salzkammergut nach der Rückkehr ihres Mannes Michael von der Visions-Suche in der Toskana 2014)



 

Heuer im Sommer hatte ich - in Funktion einer Co-Leitung - die Möglichkeit
15 Jugendliche zwischen 16 und 23 Jahren bei ihrer Vision-Suche zu begleiten. Bis jetzt kannte ich diese Arbeit vor allem mit Erwachsenen. Doch diese Zeit mit den jungen Menschen war für mich eine besondere, eine sehr intensive.
Ich war sehr beeindruckt, wie ehrlich und tief die Jugendlichen sich mit ihren Themen auseinandersetzten, wie sie sich allen ihren Ängsten, Dämonen und Schatten aussetzten und hinausgingen, 3 Tage und 3 Nächte, allein, fastend, sich den Kräften der Natur aussetzten, um zu schauen wer sie sind, wo ihr Platz auf dieser Erde sein könnte, welches ihre Aufgaben im Hier und Jetzt sind und welche Antworten sie auf ihre Fragen zum Erwachsen-Werden in dieser Auszeit finden können. Viele dieser jungen Menschen hatten schon sehr einschneidende und prägende Erfahrungen in ihrem Leben gemacht, mit denen es darum ging, auf eine gute Art und Weise in Frieden zu kommen und ihren Lebensweg weiter zu gehen. Diese jungen Menschen wollten es wissen und scheuten keine Grenzerfahrung. Sie setzten sich dem Hunger aus, dem Regen, Blitz und Donner, sorgten draußen im Allein-Sein bestens für sich und konnten dadurch die prägende Erfahrung machen, in allen schwierigen Lebenslagen gut für sich selbst sorgen zu können. Auch haben sie Antworten bekommen, andere Perspektiven und sie alle mussten dann wieder die Herausforderungen des Alltags angehen. Sie waren alle sehr mutige, junge Menschen. Ich bin stolz auf sie und für sie.
Ich habe es sehr genossen, ein Teil dieser sehr lebendigen, pulsierenden Gruppe gewesen zu sein. Sie hatte Tiefe, eine sehr große Ehrlichkeit und Offenheit; auch das Lachen, Tanzen und Feten kam nicht zu kurz und so soll es sein, denn dies alles gehört zum Leben.
Auch war es für mich sehr schön, gemeinsam mit Christian diesen Raum des Wachsens und der Begegnung zu kreieren und mit meinen weiblichen Qualitäten zu füllen. Ich bin auch dankbar, dass diese Gruppe so wohlwollend alles, was wir hineingegeben haben, genommen hat. Es war ein Geschenk des Gebens und Nehmens und das trage ich im Herzen und ich hoffe, ihr, die ihr dabei ward, werdet euch auch immer wieder daran erinnern und euch an dieser großen Kraft der Begegnung mit der Natur und der Gemeinschaft immer wieder aufs Neue stärken.
Danke euch allen!
(Christina Moser-Grüner, co/Leitung Jugend-Visions-Suche 2013)


Home is where your heart is

Ich ging in die Wildnis und fand mein zu Hause.
Ich kam zurück und die Stadt war die Wildnis.

„Die Depression kommt. Bestimmt.“ hast du uns zum Abschied noch gesagt und bei mir hat sie auch gar nicht lange auf sich warten lassen. Die erste Nacht ohne Sternenhimmel, der erste Morgen ohne Tau, der erste Tag ohne lachende und weinende Gesichter, ohne diese Wärme und Offenheit hat mich ganz schön einsam und fremd fühlen lassen. Jetzt ist es schon der 3. Tag wieder in der Zivilisation und ich will immer noch nicht glauben, dass ich  wieder in mein altes Leben zurück muss. Obwohl es nicht das alte ist. Ich bin nicht mehr dieselbe und doch noch immer ich. Vielleicht sind es immer noch die alten Pläne, die gleichen Sorgen und Herausforderungen, aber jetzt habe ich die Chance anders damit umzugehen. Und langsam versuche ich wieder aufs Surfbrett zu klettern und nach vorne zu schauen, mich an die glückseligen Momente der letzten Tage zu erinnern und zu spüren, dass ich die Kraft und Freiheit der Wildnis in mir trage und es  eigentlich so wenig braucht, um glücklich zu sein.

Am meisten aber fehlt ihr mir! Noch nie habe ich so viele Menschen in so kurzer Zeit so fest in mein Herz geschlossen. Ich spüre eine solche Vertrautheit, es ist ein unglaubliches Gefühl und obwohl jetzt jeder von uns wieder in seinem „eigenen Film“ ist, spüren wir alle diese Verbundenheit. Wir haben gemeinsam so viel erlebt, so intensiv, so einzigartig, das kann uns niemand mehr nehmen. Wie ich mich gefreut habe über die sms meiner „strobler Stammesmitglieder" am Morgen nach der Rückkehr! Und ziemlich schnell war klar: Uns geht’s allen gleich! Absolut seltsam wieder da zu sein.

Ich habe ziemliche Panik gehabt vor der Auszeit. Nicht nur vor dem „der Natur Ausgesetzt Sein“ selbst, sondern auch vor den schrecklich komplizierten Dingen, die da herauskommen könnten, vor den vielen Fragen, die sich vielleicht auftun würden…aber die Wahrheit ist, ich habe noch nie so wenig gedacht in meinem Leben. Ich war einfach da und das war unglaublich entspannend und wohltuend. Natürlich läuft immer noch einiges in meinem Leben nicht so, wie es vielleicht sein könnte. Ich hab große und kleine  Ängste und eine Menge Zweifel. Aber ich nehme sie nicht mehr alle so wichtig. Das Leben ist zu schade, um sich andauernd Sorgen zu machen.

Ich danke dir tausendmal, lieber Christian für diese unvergessliche Zeit. Es fühlt sich immer noch wie ein Traum an und ich hoffe er hört niemals auf.
(Una, 21 Jahre, Jugend-Visions-Suche 2013)


 

Ich hatte Ängste und Befürchtungen.
Unsicherheit, Abenteuerlust und Überwindung
begleiteten mich auf dem Weg nach Strobl.

Mein Herz weinte im Fluss,
und lachte auf den Schwingen des Adlers.
Mein Herz flog mit dem Wind,
und fand Halt auf dieser Erde.
Mein Herz ging still in die Tiefe,
und tanzend in die Weite der Sterne.
Mein Herz spürt die Weichheit und Stärke des eigenen Wesens
und die, die es umgeben.

Mein Herz sagt „Danke!“

(Magdalena Maria, 21 Jahre, Jugend-Visions-Suche 2013) 


 

Fragen an das Leben haben
mich auf die Suche nach Antworten machen

sie erträumen, ersehnen, erwarten, erlaufen, erschlafen, erflehen
und … bekommen

aufgenommen werden in Liebe und Angenommensein

im Schoße meiner~unserer Mutter
Erde, Natur, Raum und Zeit

Pachamama

ihre wilde Schönheit spüren,
fühlen und selber werden,
in Respekt vor dem lebendigen Sein

Eins mit dem umfassenden, lebenden Ganzen
und heil werden für mich und andere

in tiefer Liebe und Verbundenheit

(Petruschka, 49 Jahre, Visions-Suche Juni 2013)


 

NO NEED

I don´t need no palace to live in.
No, I don´t need no car, no television.
I don´t need no clothes from Armani or Dolce&Gabbana.

I don´t need no clubs, no smoke, no parties.
No, I don´t need to show there who I am.

Just give me a piece of nature.
Just a little quiet place.
Sitting with a cup of tea.
Feeling that I´m free.

I don´t need no bachelor or master.
No, I don´t need to give myself a name.

Just take care of my dreams.
They are still fragile. Too small to fly.
Just let me grow. Like a flower.
One day I´ll know.

(Una, 21 Jahre, Vorbereitung auf die Jugend-Visions-Suche 2013)


 

Die Tage unter authentischen Männern schwingen in mir immer noch nach. Ich habe die Zeit in Strobl wirklich sehr genossen und kam wieder mit meinem Mannsein spürbar in Berührung. Sei es im ehrlichen Austausch unter uns Männern, in Meditation, den unmittelbaren Erfahrungen in der Natur, dem gemeinsamen Kochen, dem Lachen, dem wahrhaftigen Zeigen unseres Selbsts ohne Masken und dem Messen unserer körperlichen Kräfte.

Ich danke Dir und Jens, dass Ihr diese Erfahrung durch das Schaffen und Halten des dafür nötigen Raums überhaupt ermöglicht habt. Es war unglaublich wertvoll und bereichernd für mich. Ich komme gerne wieder.
(Carsten, 42 Jahre, MannSein Seminar 2013 in Strobl)


 

Vor über einem Jahr habe auch ich mir die Erfahrungsberichte anderer Teilnehmer durchgelesen. In der Hoffnung was zu finden, dass mir bestätigt, dass die Visionssuche das Richtige für mich ist. Jetzt weiß ich, dass es das Richtige für mich war und nach wie vor ist…
Wie so viele vor mir, war auch ich nicht gerade ein Naturmädel. Campen nur im sicheren Terrain und nicht länger als 1-2 Nächte. Und dann platzt die Visionssuche in mein Leben. Nach den ersten Klicks auf Christians Homepage war es glasklar: JA, das isses! Als ich dann nach weiteren Klicks feststellen musste, dass ich länger draussen bin und teilweise sogar ohne Zelt, packte mich die Panik. Niemals! Dachte ich. Und ich hab´s doch gemacht und bis heute nicht bereut.
Während der Zeit auf der Alm war ich extrem kraftlos und somit die meiste Zeit an meinem Platz. Der beschwerliche Weg zum Buddyplatz habe ich nur mit kleinen Schritten und vielen Pausen geschafft. Dabei habe ich das Schneckentempo für mich entdeckt. Das war wunderbar, denn mit kleinen Schritten und im ruhigeren Tempo kann ich doch viel erreichen. Das habe ich inzwischen öfters und in den unterschiedlichsten Situationen erfahren.
Ich hatte viel Zeit für mich und um die unzähligen kleinen und großen Dinge um mich herum zu entdecken. Die Blumenwiesen haben es mir besonders angetan. Diese unendliche Vielfalt an Blumen und Insekten fasziniert mich noch heute und für jeden gibt es einen Platz und eine Aufgabe. Die Schönheit und die unbändige Kraft der Natur haben es mir bis heute angetan und lassen mich nicht mehr los. Am sichersten fühlte ich mich beim ersten Gewitter. Grellend weiße Blitze zuckten um die Plane herum und eine kleine Kerze hielt mit ihrem warmen, ruhigen Licht dagegen.
Ich habe in diesen Tagen sehr tolle und sehr liebe Menschen kennengelernt. Ich habe ebenso auch unbändige Lebensfreude, Trauer, meine tiefsten Ängste und Vertrauen intensiv erfahren. Ich habe eine Kraft und Stärke in mir entdeckt, die ich bis dato nicht kannte. Und wenn ich mal wieder vor einer Herausforderung stehe, die mich ins Zweifeln bringt, sage ich mir: „Mensch, du hast die Alm überstanden, dann kriegste das doch auch hin!“ Und schon hat die Herausforderung ihren Schrecken verloren.
Ich danke allen von Herzen, die mich auf diesem Weg begleitet haben und dies noch tun. Dir, Christian danke ich, für die richtigen Worte zum richtigen Zeitpunkt…und dass Du solch eine Visionssuche möglich machst. In Gedanken und mit meinem Herzen kehre ich immer mal wieder auf die Alm zurück. Denn die Alm ist ein Juwel und die Almhütte mein „Unterschlupf“, wenn´s draußen mal wieder stürmisch wird. (Bettina, 42 Jahre, Visionssuche Juni 2012 in Strobl)


 

Meine Beweggründe an einer Visions-Suche teil zu nehmen:
Was erhoffe ich mir von den 2 Wochen und den 4 Tagen alleine?
Körperliche und geistige Regeneration. Den Fokus neu setzen. Antworten finden. Ein Abenteuer erleben – mit mir selbst und anderen. Mich mit körperlichen Extremsituationen auseinanderzusetzen und daran zu wachsen. Eins mit der Natur sein. Der Gesellschaft entfliehen. Ruhe. Stimulation. Herausforderung.
Wo stehe ich in meinem Leben?
Ich bin 30 Jahre und weiß immer noch nicht wohin in meinem Leben. Oder weiß ich es wiedermal nicht? Diese innere Unruhe treibt mich. Maßgebliche berufliche Veränderungen alle 2 Jahre und eigentlich weiß ich nicht wohin. Egal was ich ausprobiere, es ist sinnlos und fühlt sich unnötig an.
Ich komme mit der Gesellschaft, deren Einstellung und Lebensweise immer weniger klar. Konsumzwang. Geld. Pferdefleischskandale, Massentierhaltung, Regenwaldrodung zum Sojaanbau, Plastik in den Meeren, Überfischung, Machlosigkeit – pfui.
Mit welcher Berechtigung lebe ich überhaupt noch auf diesem schönen Planeten? Und wie um alles in der Welt soll man da ein rechtschaffenes Leben leben, bei dem man sich noch in den Spiegel schauen kann? Wie? Augen zu und durch hat bisher meistens funktioniert. Je älter ich werde umso weniger kann ich damit umgehen.
Einige Fakten dazu: ein unglaublich behütetes Elternhaus. Kein Streit, niemals. Keine Diskussionsen. Es gab und gibt keine Reibungspunkte. Alles was ich mache ist richtig. Das Fazit: keine Kritik, keine Richtung. Was mache ich falsch? Was richtig? Oder gibt es sowas wirklich nicht – falsch und richtig?
Ich habe panische Angst vor Geld. Davor welches zu haben und davor keines zu haben. Davor jemandem eines zu schulden. Davor mir selbst und meiner Arbeit einen Preis geben zu müssen. Was soll das?
Beziehungen. Ich habe zu Hause gesehen, wie sowas geht. Sie ist perfekt. Kein Streit. Meine Eltern lieben einander auch noch nach vielen Jahren. Wie soll man da mithalten? Kann ich das auch? Ich erwarte es von mir selbst. Oft. Ich führe das erste Mal eine wirklich gute Beziehung. Ich liebe meinen Freund. Wir streiten sogar! Schriftlich meistens. Und trotzdem frage ich mich oft, wo die Selbstaufgabe anfängt. Wieviel Kompromiss darf sein?
Ich bin jetzt 30 – will ich eine Familie? Ja. Auf jeden Fall. Der Gedanke ohne Kinder alt zu werden macht mir regelrecht Bauchschmerzen. Ich möchte Leben schenken. Dazu bin ich eine Frau. Das liegt in meiner Natur.

Was erwarte ich mir also von den Tagen?
Ich versuche mir so wenig wie möglich zu erwarten. Schöne Landschaft, Menschen kennenzulernen, Ein Urlaub von meinem Leben. Reset – Restart.

(Anonym, Absichtserklärung für eine Visions-Suche 2013) 


 

Vielleicht ist es jetzt Zeit zu springen,
vielleicht muss ich die Angst besiegen.

Vielleicht dreh ich mich noch um, zum Abschied,
vielleicht ist niemand mehr da.

Vielleicht breite ich die Arme aus,
vielleicht kann ich jetzt fliegen.

Vielleicht bist du da wenn ich lande,
vielleicht breitest du die Arme aus.

Vielleicht…..

(Christian, 58 Jahre, Natur-Zeit in Strobl 2012) 


 

Nach langer Überlegung und Gesprächen mit einem guten Freund, der schon zwei große Visionssuchen hinter sich hat, entschloss ich mich ganz kurzfristig für die Medizinwanderung im Oktober bei Christian in Strobl, mit einer 24stündigen Auszeit. Ich habe in meinem Leben weder in einem Zelt geschlafen, geschweige denn in der Natur ohne ein Dach über dem Kopf. Es war eine große Überwindung für mich das durchzuziehen, aber ich spürte auch, dass dies mein Weg ist.
Der herzliche Empfang von Christian in Strobl, nach einer wunderbaren Anfahrt von Bayern ins Salzkammergut, ließen meine Ängste aber nicht schwinden. Erst als wir auf der herrlichen Alm waren schwanden meine Ängste und ich fasste neuen Mut eine Nacht alleine ins Zelt und am nächsten Tag in die 24 stündige Auszeit zu gehen. Mit Intuition habe ich meine Plane an einem herrlichen Platz mit Aussicht auf dem See aufgeschlagen. Der Regen kam, der Wind kam ... es wurde Nacht ... es hat gegossen und es war keine Sekunde still. Ich habe mit Wind und Regen gesprochen und gespürt, dass mir weder die Nässe, noch die Kälte etwas anhaben können. Ich habe ruhig die Nacht verbracht und der Tag brach an und ich habe so gejodelt und so eine Freude verspürt, weil ich es geschafft hatte.
Seit diesen Tagen auf der Alm kenne ich meine Intuition und habe in mich hinein und die Ferne blicken können. Es war für mich eines der schönsten Erlebnisse der letzten Jahre, neben vielen Therapien, die mir eigentlich wenig gebracht haben. Ich habe in der Natur Fragen beantwortet und Sichtweisen entstehen sehen.
Ich habe die Schönheit der Mutter Erde gefühlt, geschmeckt, und gerochen. Ich konnte die Essenz im Leben sehen, die Liebe und Wärme ausmacht. Ich habe über die Wolken gelacht und die Sonne begrüßt, wenn die Wolken wieder weg waren. Es war einfach unglaublich.
Eine herrliche, bereichernde Zeit mit einer so netten Gruppe mit sehr viel Spaß und Freude. Christian und Karin als Assistenz waren so herzenswarm und ich vermisse alle jetzt nach diesen wundervollen Tagen sehr. Die Gespräche, die Begleitung ... es war essentiell. Möge diese Energie jetzt in meinen Alltag einfließen. Ich werde mich immer mit meinem Platz dort oben verbinden, wenn wieder Turbulenzen auftauchen in Familie, Job und in dieser schnell rotierenden Gesellschaft.
Auf diesem Wege noch einmal tiefen herzlichen Dank!
(Monika, 47 Jahre, Natur-Zeit in Strobl 2012)

 



Die Visionssuche war und ist eine der einschneidensten und kraftvollsten Erfahrungen meines Lebens. Lange bevor ich endlich den Schritt zur Anmeldung zur Visionssuche mit Christian wagte, verspürte ich diesen großen inneren Drang nach einer „Auszeit“, nach einer Zeit nur für mich alleine, nach Ruhe, nach Stille, nach Alleinsein, nach Natur. Nachdem zu Beginn dieses Jahres deutlich wurde, dass ich jetzt endlich damit beginnen möchte, auf mich, meine Bedürfnisse und meine innere Stimme zu hören, war klar, es ist die Zeit für meine persönliche Auszeit gekommen. Als ich mich dann endlich auf die Suche begab dauerte es auch nicht lange und ich stieß auf Christians Homepage und schon kurz darauf entstand der erste Kontakt mit ihm. Von Anfang an fühlte ich mich sehr verstanden und aufgehoben und schon bald war klar, dass er der richtige Begleiter für meine Auszeit sein würde und im Rückblick auch war. Er schuf gemeinsam mit Co-Begleiterin Claudia und seinem 3-köpfigen Assistenten-Team (den „Drei Musketieren“) eine sehr harmonische, positive, einfühlsame und liebevolle Atmosphäre, in der sich jeder Teilnehmer voll entfalten und öffnen konnte. Je näher die Visionssuche rückte, desto mehr stieg in mir eine gewisse Furcht vor dem absoluten Auf-sich-allein-gestellt-sein für drei Tage und Nächte auf und ich fragte mich, warum ich mich eigentlich darauf eingelassen hatte. Doch schon in der Vorbereitung auf diese Solo-Auszeit gemeinsam mit den anderen Teilnehmern in Strobl wich diese Furcht einer gewissen Aufregung, endlich loszugehen und zu schauen, was wirklich da draußen passiert. Schaue ich jetzt zurück, so habe ich da draußen nicht ein mal Furcht verspürt sondern im Gegenteil eine tiefe Ehr-furcht, unermessliche Dankbarkeit und große Freude erlebt. Von der Natur habe ich Geschenke mit unschätzbarem Wert erhalten und sie hat mir einen großen Spiegel vorgehalten und mich tief in mein Inneres schauen lassen und das alles ohne Vorurteile und Überheblichkeit sondern voller Liebe, Wohlwollen und Einfachheit.

Ich habe keine „Vision“ im landläufigen Sinne davon erlangt, wie ich von heute auf morgen mein Leben in den Griff bekomme, wie ich reich und erfolgreich werde oder wie ich bis an mein Lebensende glücklich, zufrieden und gesund bleibe – das wäre reine „Illusion“ und „Fiktion“. Meine persönliche Vision, die ich erfahren durfte, ging viel weiter. Ich durfte tief in mich selbst schauen und einen ersten Eindruck davon erhalten, was in mir im Verborgenen noch für ungeahnte Kräfte schlummern, die ich erwecken darf und dass alles, was ich benötige, schon in mir vorhanden ist. Und wenn dieses Wissen im hektischen Alltag mal wieder in Vergessenheit zu geraten droht, dann kann ich mich jederzeit an die großartige und weise Mutter Natur wenden und sie um neue Kraft und Einsicht bitten.

Ich bin sehr gespannt, welche weiteren Erkenntnisse ich in diesem Jahr nach der Visionssuche noch erlangen werde, wie sich das Erlebte in mein Dasein integrieren wird und wie ich mich selbst dadurch weiter entwickeln werde. Ich bin zutiefst dankbar für diese wegweisende Erfahrung und danke im Besonderen auch Christian, Claudia und den drei Musketieren von Herzen, dass sie mich so weisheits- und liebevoll auf dieser Reise zu mir Selbst begleitet haben und noch immer begleiten. (Bethula, 25 Jahre, Visions-Suche für Jugendliche in Strobl 2012)


 

Nach acht Lebensjahrzehnten und der zwangsläufig nicht freiwilligen Entscheidung, das Dasein nunmehr seit Einsetzen erster verstärkter körperlicher Hinweise auf drohendes Alter, Krankheit und Tod auf diese zweifellos kommenden Erschütterungen rechtzeitig einzustimmen, weil das Alte und Gewohnte nicht mehr tragen wollte, der wiederholte gutgemeinte Rat meines langjährigen Freundes Christian Kirchmair, an einer seiner Selbsterkenntnis fördernden Veranstaltungen für Erwachsene am Sinai, in Strobl oder anderswo teilzunehmen, dennoch nicht so richtig munden. Der in vordergründig lebenserleichternden Vermeidungsstrategien aller Arten geübte Gedankenkäfer ist in solchen Situationen erfinderisch. Meine Ausreden sonder Zahl ließen Christian allerdings in seinem Bemühen nicht erlahmen, auf mich in den begütigensten Formen einzuwirken, mich nunmehr - nach Krieg, Zwangsarbeit in einem Stahlwerk, Aussiedlung(Repatriierung), Mittelschulabschluß, Studium, Gerichtsjahr und Berufsausübung bis zur Pensionierung mit dem 65.Lebensjahr - auf meinen letzten biologisch vorbestimmten Reifungsprozeß in Form einer Visionssuche, einem bewährten natürlichen, mehrtägigen Übergangsritual, einzulassen.

Seinen überzeugenden Argumenten gegenüber war ich letztlich machtlos. Rückblickend aus gutem Grund:

Ich habe zunächst einmal meine letztlich selbstgefährdenden, üblichen ermüdenden Alltagsgewohnheiten eines typischen Ruheständlers für elf Tage unterbrechen müssen, mich in einen wunderbaren, mir bis dahin überwiegend unbekannten, schönen Landschaftsteil Österreichs begeben, dort mit sechs männlichen und sechs weiblichen Wesen wesentlich jüngeren Alters bekanntmachen, deren Vertrauen gewinnen, deren stete Hilfeleistungen anzunehmen lernen dürfen, bevor es noch nach spezieller Vorbereitung hinauf auf eine Alm auf ca 1000 m Höhe ging, hinein in die Stille, die Sinnlichkeit, die Einläßlichkeit der Natur, dem Himmel näher, dem gegenüber die nach kurzer Zeit verschworene Gemeinschaft sich für ihre viertägigen klärenden Meditationen, Gebete, Prozesse und Überlegungen Tag und Nacht öffnen konnte, und der an den fastenden, täglich mehr an Leib und Seele gesundenden Wesen wohl seine stille Freude hatte. An zwei Tagen schienen plötzlich auftauchenden überhitzten Wolkenmeeren die Verpuppungsprozesse der an sich inzwischen für die Dauer der Auszeit vereinzelten, auf getrennte Plätze aufgeteilten Gruppe wohl zu gemächlich, sodaß mit Unwettern, Blitz, Donner, einmal auch mit Hagel, das Schlüpfen der" Schmetterlinge" deutlich beschleunigt wurde.

Alles schwamm, und die Reinigungskraft des Himmelswassers ließ uns auch manches loslassen, was wir vielleicht sonst unseren symbolischen Übergangsritualen in der "Sterbehütte" und in der letzten "Wachnacht" nicht zugeführt, krampfhaft weiter mit uns mitgeschleppt und wieder ins Tal mit hinunter genommen hätten, ohne daß im Zuge der dreitägigen körperlichen, seelischen, und geistigen, vor allem auch lukullischen "Nachbereitung" in Strobl noch eine weitere Heilungschance geboten gewesen wäre.

In der Metamorphose wechselten Stille, Selbstbesinnung, Konfrontation mit dem Ich, mit dem Selbst, mit dem Nichts, mit dem Tod, mit dem endgültigen Loslassen, mit dem Sterben, Wachstum und Verzweiflung. Es war für mich eine große, gewaltige, prägende, neue Veränderungen notwendig machende, Zeit.

"Nie war die vordergründig zeitweise schreckliche Welt aber ohne Reiz, nicht ohne Morgen, für die es aufzuwachen lohnte."
(Nach Wislawa Szymborska in "Auf Wiedersehn bis morgen).
Halten wir den Himmel offen!
(Günther, 81 Jahre, Visions-Suche im Salzkammergut 2012)


 

Dass A. 2010 an der Jugendvisionssuche teilgenommen hat, hat im nachhinein ganz massive Nachwirkungen gehabt. Gar nicht so sehr damals nach der Teilnahme, sondern erst viel später, nach seinem Schlaganfall und den schweren Zeit die für ihn damit verbunden waren. Ohne die Erkenntnisse, die er damals bei der Visionssuche zu seinem bisherigen Er-Leben gehabt hat, hätte er
diese schwierige Zeit sicher nicht so gut überstanden. Jetzt hat er seit 6 Wochen seine Ausbildung abgeschlossen und arbeitet seit fast einem Monat. Er tritt ganz anders auf als früher, strahlt, ist selbstbewusst und selbststaendig und verdient sein eigenes Geld ...
Was er damals als Lösungsstrategien für Probleme in seinem Leben gefunden hat, trägt ihn nach wie vor und hat ihn auch durch die Zeit getragen, wo gar nicht klar war ob er überhaupt in eine Ausbildung aufgenommen werden wird. Danke
(Astrid, Patentante von A.; Teilnehmer Jugend-Visions-Suche 2010)


 

Da saß ich nun, nach 12 Jahren mal wieder in einem Flieger, und war auf dem Weg in die Sinai-Wüste. Im November 2011 hatte ich mich nach einigen Ausreden wie „Du hast ja gar nicht das nötige Equipement; vielleicht bekommst du ja gar keinen Urlaub“ etc. dazu entschlossen dabei zu sein.
Aber von nun an ging es los. Im Hinblick auf mein Ziel fing es an zu fließen. Ich hatte meinen 60. Geburtstag vor mir und wurde gerade zum 2.Mal Großmama. Es kam dazu, dass ich nach reiflichen Überlegungen einfach meinen Job los ließ, ich erleichterte mich emotional und konnte verzeihen. Ich fragte mich: wie soll es weitergehen! Aber immer spürte ich große Freude auf diese Auszeit und konnte entspannen und mich freudig vorbereiten.
Aufgeregt wie ein Kind betrachtete ich nun ehrfurchtsvoll die Welt von oben. Und dann ging es los, in einem 2-3 stündigen Marsch, bepackt mit Rucksack, durch die Wüste 1700m hoch zu einem Beduinen Garten, wo wir 14 Tage unter freiem Himmel in Mutter Natur lebten.
Liebevoll wurden wir vorbereitet auf eine 4-tägige Auszeit, die wir fastend und alleine draußen verbringen sollten. Dazu suchte ich mir einen Platz und es geschah beim Überschreiten der Schwelle: „Sag mir, wo die Liebe wohnt, sag mir wo die Liebe wohnt, mühsam über Stock und Stein, Wege des Lichts und des Schattens hinauf, hinab, im Chaos der Gefühle------ bricht raus….ein Schrei der Befreiung, und Tränen der Erleichterung. Nicht mehr allein, Hand in Hand; unsichtbar geführt!
Angekommen an meinem Platz, den Blick schweifend. Jetzt kann es losgehen! Im Land der Polaritäten??
Was ich nun lebte und erlebte, war eine Zeit ohne Ängste, ohne Prozesse………….stundenlang dasitzen, Mutter Natur genießen…………. die Sterne betrachten und dann den neuen Tag kommen sehen und spüren, die Sonne hinter den Bergen aufgehen sehen.
Der Tag, der langsam die Nacht beiseite schob, still und leise, und da war es wieder das Gefühl von Ehrfurcht vor all dieser Kraft und Macht. Es trieb mir die Tränen in die Augen. Wovor sollte ich mich denn noch fürchten?
Ich erlebte nur Frieden und das Gefühl „angekommen“ zu sein. Und ich bin sicher die Macht und die Kraft, die darüber stehen, sind die LIEBE
Und die ist für mich nicht polar!............sie ist göttlich!
Meine Schätze, die ich bekommen habe kann mir niemand nehmen und sie sind fest in mir verankert. In Dankbarkeit an Christian und Sylvia, für eine liebevolle, vertrauensvolle Begleitung , die mir diese Erfahrungen ermöglicht haben und auch an mich, die sich dazu entschlossen hat.
(Marie Theres, 60 Jahre, Visions-Suche im Sinai / Ägypten 2012)


 

Hätte ich früher gewusst wie klärend und wertvoll eine solch einfühlsam begleitete Auszeit in der Natur sein kann, hätte ich mit meiner Teilnahme nicht so lang gezögert, aber alles kommt zur richtigen Zeit...

Seit einigen Jahren schon hatte ich Christians Website in meinen Favoriten gespeichert, schaute immer wieder mal rein und stöberte in den Berichten, Fotos und Terminen. Trotzdem hatte ich jedoch stets einen „Grund“ den Schritt selbst doch nicht zu wagen: nicht genügend Zeit, zu wenige Urlaubstage, zu viele mehr oder weniger wichtige Termine, andere Pläne mit meinem ersparten Geld, Ungewissheit über Ablauf und Sinnhaftigkeit und nicht zuletzt: pass ich dort überhaupt hin, wie ist die Gruppe, was wenn die Chemie nicht stimmt,...

Als ich mich letztes Jahr dann einfach spontan ohne (zu)viel nachzudenken entschieden hab teilzunehmen, waren all diese Zweifel wertlos. Kurz gesagt: es war mir Zeit, Geld und alle nötigen Absagen vielfach wert, stimmig aufgebaut, sehr sinn- & respektvoll, mit einer großen Wertschätzung innerhalb der Gruppe und auf allen Ebenen eine große Bereicherung für mein Leben.

Christians authentische Art lösungsorientiert, ehrlich und wertschätzend die Gruppe zu leiten und zu begleiten eröffnete vom ersten Moment an eine Atmosphäre der Offenheit, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit in der jeder Einzelne so sein konnte wie er ist. Dadurch war das Gruppengefühl von Anfang an eine vertrauensvolle Basis für Freundschaften.

Die Hauptwerkzeuge in der Vor- und Nachbereitungszeit – das achtsame Zuhören und das wertfreie Spiegeln waren unglaublich wirkungsvoll für alle Beteiligten und ich habe diese Instrumente daher auch privat in meine Kommunikation aufgenommen. Es ist fast so als würde man sich selbst objektiv beim Denken zuhören..

Für die Auszeit alleine am Berg habe ich mich sehr gut vorbereitet gefühlt, sodass ich mich intensiv auf meine Themen einlassen und den Antworten der Natur lauschen konnte. Und abseits aller inneren Gedanken- & Gefühlsklärungen freue ich mich manchmal einfach dass ich es geschafft habe: Ich war 3 Tage und 3 Nächte ganz allein draußen im Wald – das schenkt echt viel Kraft für den Alltag!

Schade dass dieses in alten Kulturen so selbstverständliche Ritual am Wechsel der verschiedenen Lebensphasen in der heutigen Gesellschaft verloren gegangen ist – ich möchte diese Erfahrung nicht missen – vielen herzlichen Dank für die Begleitung.
(Patricia, 25 Jahre, Visions-Suche für Jugendliche im Salzkammergut 2011)


 

Die Visionssuche ist auch jetzt noch, 3 Jahre im Nachhinein eine der wichtigsten Erfahrungen in meinem Leben und sicher mit dafür verantwortlich, dass bei mir seit dem Beginn meines Studiums wirklich alles toll läuft. Deine vertrauensschaffende Leitung des Erlebnisses ist mir noch sehr positiv in Erinnerung.
(Lukas, heute 21 Jahre, Visions-Suche für Jugendliche im Salzkammergut 2008)


 

Die erste Euphorie ist abgeklungen, der Alltag hält langsam wieder Einzug – und dahinter spüre ich ein ruhiges Fließen von etwas Neuem. Sätze, die ich in diesen Tagen von euch geschenkt bekommen habe, tauchen immer wieder wie kleine persönliche Mantren auf - und Bilder, Gefühle, die vielen Geschenke an mich in den Tagen der Auszeit und auch der Vor- und Nachbereitungszeit.
Eine persönliche Krise, die mein Leben sehr erschüttert hat, hat mich dazu gebracht, den Schritt zu tun; mit Angst, aber auch einem ganz starken Gefühl dahin gehen zu müssen. Und ich habe mich nicht getäuscht, habe mich noch nie so am richtigen Platz gefühlt, wie bei dieser Visionssuche.

Wenn ich gedanklich zu meinem Platz der Auszeit zurückkehre ist da eine ruhige Freude, ein „einfach sein mit dem was ist“ (Danke Simone für diesen Satz!) ein Gefühl eingebettet zu sein in das Große Ganze, das selbst zur Natur Werden inmitten der Natur und die tragende Verbindung zu den anderen Suchenden und zum immer für uns schlagenden – trommelnden, singenden, betenden - Herzen des Basislagers. Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, in welcher Intensität ich dieses Verbundensein spüren durfte.

Wie das Wetter war auch meine Stimmung wechselnd, was dabei neu für mich war: einfach mitgehen, mich nicht dagegen wehren und das zyklische Prinzip dahinter anerkennen. Die Themen waren alte Bekannte aber etwas in mir hatte sich gewandelt, neue Blickwinkel, nicht gekannte Fähigkeiten wurden ins Leben gerufen und ich bekam eine liebevollere, wertschätzendere Sicht auf mich. Was für ein Geschenk! Worte wie Fülle, Schönheit, Vertrauen, aber auch Ausdauer, Geduld, Verantwortung haben eine neue Tiefe bekommen. Und was ganz wichtig für mich war - Wunden durften heilen, Altes durfte verabschiedet werden.
In meiner Absichtserklärung habe ich mir ein mich selbst neu Gebären und auf dieser Erde Willkommenheißen gewünscht – diesen Wunsch habe ich mir erfüllt!

Ich möchte euch Simone und Christian, die ihr mir das ermöglicht habt, durch euer Sein und den liebevollen, achtsamen Raum, den ihr während der ganzen Zeit für uns gehalten habt, aus ganzem Herzen danken;
euch „Mitsuchenden“ für das Zuhören, für das Teilen eurer Geschichten – wie schön wir sind, wenn wir uns ganz zeigen;
und ein großes Danke an Mutter Erde und all ihre Wesen, die mich in dieser Zeit gelehrt, behütet und begleitet haben.
(Doris, 41 Jahre, Visions-Suche im Salzkammergut 2011) 


 

Es sind nun einige Wochen seit meiner Visionssuche vergangen und ich bin noch immer fasziniert und überwältigt von der Einfachheit und gleichzeitig von der Fülle dieser Auszeit. Wenn ich Fülle sage, dann ist es eigentlich eine Leere. Die Leere der 4 Tage und Nächte im Wald, die mich gefüllt haben mit mir selbst. Besser gesagt, in denen ich Vieles abgeworfen, liegen gelassen haben unter den Bäumen, Ballast abgelegt, den Kopf entleert, ... . Es gab nichts zu tun, niemand kam in die Quere, die Zeit ging, ohne dass ich sie einteilen musste, der Tag verging die Nacht kam, die Nacht verging der Tag kam, .. . Ich musste nichts tun alles regelt sich von selbst und ich stand mitten drin!. Selbst das Essen fehlte nicht wirklich. Durch das Entschlacken auf allen Ebenen kam mein Ich immer mehr zum Vorschein und zur Geltung. Die Stille wurde immer lebendiger.

Es war die beste "Meditation" die ich je gemacht habe: ich wurde direkt zu meinem Wesen geführt. Ich danke, meine Seele dankt, dass ich dabei war. Die Spiegelungen, die ich von Simone und Christian erhalten habe, haben das Erlebte in kraftvolle Bilder verwandelt, die mich jeden Tag begleiten und die auch nach aussen wirken.
(Reinhard, 61 Jahre, Visions-Suche im Salzkammergut 2011)  


 

Ich war gestern erstmals seit der Mondwanderung wieder in der Natur und bin einen Weg gegangen, der neu war. Ich kam an einen kleinen See, zwischen den Weinbergen und setzte mich ans Ufer und betrachtete diese Wasserstelle. Mir fiel sofort auf , daß er total trüb war, dunkel, ganz schlammig am Rand . Kurz, er gefiel mir nicht wirklich.
Aber ich setzte mich auf einen Stein und schaute ins Wasser. Da entdeckte ich etwas, daß aussah wie ein Stück Holz. Dann bewegte es sich ein wenig und ich sah daß es ein Fisch war. Komisch dachte ich wie kann der hier nur leben? Er war recht groß, ich schätze mal 40cm lang.

Ich fühlte daß er etwas mit mir machte. Ich verband mich mit ihm und sofort schwamm er ein Stück weiter. Ab und zu kam er kurz zum Atmen an die Oberfläche. Und dann sagte er mir: "das Alte ist vorbei"

Plötzlich sah ich das sich die Welt im See spiegelte. Ich sah die Bäume, Sträucher, den Himmel und die Wolken. Wie oben so unten.
Und ich entdeckte auf einmal jede Menge Leben im See. 1oote von kleinen Fischen, einen springenden Fisch, und die rosa und weißen Seerosen waren traumhaft schön. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut. Ich bedankte mich beim Fisch und spürte eine wunderbare Energie. Der Fisch schwamm dann in eine andere Richtung davon.

Glücklich ging ich weiter, pflückte viele Blätter von der Schafgarbe, wilder Karotte, Brennessel, und roten Klee und fühlte mich so dankbar, diese Natur ist einfach göttlich. (Marie-Theres, 59 Jahre, Mondwanderung im Salzkammergut 2011)  


 

Der Weg nach Strobl zur Visionssuche war ein schwerer - mein innerer Widerstand wuchs mit jedem gefahrenen Kilometer.
Ich kam zu spät - eigentlich wollte ich nie ankommen - alle warteten.
Ich bin kein spiritueller Mensch und weiss nichts mit Redestab, Räucherschale und Gesang anzufangen.
Ich bin hin und her gerissen, ich tue mich schwer mich einzulassen und dazusein. Ich habe Angst mich anzuschauen und natürlich vor den Tagen des Alleinseins und der Einsamkeit oben auf dem Berg.
Ich bin geblieben und habe gewagt in mich zu schauen, inne zu halten und mir anzuschauen woher ich komme und wohin ich gehen möchte.
Begleitet und gut behütet von Euch beiden - Simone und Christian - die mir Werkzeuge an die Hand gegeben haben Räume in mir zu öffnen, die lange Jahre zugesperrt waren. Eure Geduld und Euer Respekt machten mir den Weg auf den Berg erst möglich, und es fiel mir plötzlich leicht diesen Weg hinauf zu gehen. Auch wenn ich noch nicht absehen kann, was mir die Zeit bei Euch an Veränderungen für mein Leben bringen wird - weiß ich jetzt schon, dass ich einen Anfang gemacht habe - denn ich habe Dinge erlebt, die ich schon lange als nicht mehr spürbar vergessen hatte. Dass Ihr mir das möglich gemacht habt, dafür möchte ich Danke sagen.
Der Abschied aus Strobl fiel mir schwer - und mit jedem Kilometer den ich mich entfernte wuchs die Gewissheit in mir, dass ich eines Tages zurückkommen werde.
(Josef, 46 Jahre, Visions-Suche im Salzkammergut 2011)  


 

Meine Visionssuche hatte schon lange vor der eigentlichen Visionssuche begonnen. Ich hatte schon länger gespürt das ich etwas in meinem Leben verändern muss und dieses Gefühl verstärkte sich, als mich am Anfang diesen Jahres ein guter Freund fragte: Henning, was willst du eigentlich machen in deinem Leben - kennst du deinen Weg? Ich schaute ihn an und konnte seine Frage nicht beantworten und ich konnte sie nicht einmal mir selber beantworten.
Es vergingen Tage und Wochen und dieses Gespräch lies mich nicht los. Ich spürte immer mehr dass ich nicht zufrieden war mit meiner jetzigen Situation, ich kannte meinen Weg nicht und ich wusste nicht wohin ich gehöre. Daraufhin schaute ich mich im Internet ein wenig um und fand Visionssuche und die Homepage von Christian Kirchmair. Ich verschaffte mir zuerst einen Überblick, las mir ein wenig seine Infos durch und kam dann zu den Erfahrungsberichten, wo ich mir dachte: wow – das kann ich nachempfinden und ich bekam Gänsehaut. Mit jedem Bericht wuchs meine Neugier und ich hatte den Wunsch genau das zu erfahren, was so viele vor mir schon erfahren haben.

Ich füllte das Kontaktformular aus, schickte es ab, wenig später meldete sich Christian bei mir und wir trafen uns in der Stadt. Selbst nach diesem Gespräch hatte ich weiter Zweifel, war ich nicht überzeugt und fragte meine Freunde um Rat. Doch hier erlebte ich eher Ablehnung und Unverständnis. Ich hatte mir Zuspruch erhofft, wollte doch ein Ja, mach das, hören. Schließlich fand ich aber auch drei Freunde die mich bestärkten es zu machen. Ich hatte bisher in meinem Leben keinerlei Erfahrung im zelten, alleine in der freien Natur zu sein, noch vom Fasten gesammelt. So war ich hin und hergerissen und wagte dann doch tatsächlich diesen Schritt und meldete mich an.

Es kam der Tag der Abreise. Ich machte mich von Wien auf nach Strobl und kam am späten Nachmittag als Erster dort an. Nach und nach trafen auch alle anderen Teilnehmer ein und wir verstanden uns alle auf Anhieb gut. Nach drei Tagen Vorbereitungszeit ging es dann hoch zur Alm. Dort angekommen machte sich ein jeder auf die Suche nach seinem Kraftplatz. Ich fand meinen erst nach intensiver Suche, aber ich fand ihn. Die letzte Mahlzeit nahmen wir alle zusammen ein und nach der letzten, regnerischen Nacht spürte ich meine Entschlossenheit es zu tun, es gab kein zurück mehr. In der Früh gab es noch einen Tee, dann ging es los. Ich war vollgepackt mit meinem Schlafsack, Plane, Isomatte und meiner Tasche. Auf meinem Platz angekommen brauchte ich eine Ewigkeit bis ich meinen Unterschlupf für die nächsten vier Tage und Nächte fertig gebaut hatte, aber ich schaffte es genauso wie die Tage und Nächte draußen in der Natur. Ich konnte draußen für mich spüren, was wichtig war. Teilweise fühlte ich mich ganz frei im Kopf und dachte über nichts nach, konnte mich gehen lassen, was ich vorher nicht kannte. Ich konnte auf einmal geduldig warten und schauen, was der Tag mit mir macht, ich konnte so sein wie ich bin. Ich heulte und lachte, schrie und sang...ich erlebte wirklich alle Emotionen da oben. Es machte mir nichts aus allein zu sein, das kannte ich eh, was neu für mich war, war dass ich ohne Essen und nur mit Wasser sein konnte.

Ich schaffte das Unvorstellbare und bin sehr stolz auf mich. Was diese Visionssuche mit mir machen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Es hat mir gut getan, das kann ich spüren. Ich habe wunderschöne Tage, Stunden, Minuten und Sekunden mitnehmen können und würde heute noch gern in Strobl sein. Jede Reise hat ein Ende, aber nicht die Visionsreise, die ist für mich noch lange nicht vorbei. Simone und Christian haben meine Reise sehr gut begleitet und wurden Freunde für mich. Sie waren immer mit ganzem Herzen dabei. Danke!

Mittlerweile sind zwei Wochen vergangen und ich liege hier auf meiner Couch. Draußen ist es dunkel, es weht der Wind. Neben mir brennt eine Kerze, davor der geflochtene Kreis der Himmelsrichtungen und der Redestab sowie der Talisman den ich bekommen habe. Ich fühle alle anderen TeilnehmerInnen in diesem Moment bei mir und sage danke, dass ich bei Eurer Reise mit dabei sein durfte.
(Henning , 34 Jahre, Visions-Suche im Salzkammergut 2011)


 

Strobl. Sei herzlich willkommen, komm an, komm in den Kreis, erzähl deine Geschichte, woher kommst du, warum bist du gekommen, einer kommt später, komm in die Küche, komm schau den verfinsterten Mond, komm zum Essen, komm ins Gespräch, komm um 8:30 Uhr, komm finde deine Absicht, komm ans Feuer, komm nimm den Putzlappen in die Hand, komm pack deine Sachen zusammen,
komm wir gehen auf die Alm. 4 Tage und 4 Nächte into the Wild, into the Wald, Sommersonnenwende, Schwellenzeit. Alleine, ohne Essen, mit einer Plane aus dem Baumarkt.
Regen, kalte Nächte, Hagel, Sonnenschein, kräftiger Sturm und Gewitter. Die Fußsohle blutig geschnitten, von einer Schnecke auf der Wange geweckt, ein Ast im Auge, von Insekten zerstochen, eine Schramme an der Stirn und zwei Zecken am Bauch. Kühe, übermütige Marder, Kröten, sanftmütige Rehe, Ameisen, der Schrei des Bussards und des Rehbocks. Mein sumpfiges Tal im Norden, schneebedeckte Berge, der ruhige See, verletzte Baumrinden und kostbares Harz. Gewandert, gepirscht, getrommelt, geweint, gesungen, gemalt, gefroren, geschlafen, geschrieben, gehadert, gestaunt, gesehen, geräuchert, gedacht, geliebt, gestöhnt, geschöpft, gezaubert, geflucht, geträumt, gehört, gelacht, gefühlt, gesammelt, genossen, gestorben und gewacht. Begleitet und heimgesucht von vertrauten Lieben, von Verstorbenen, von dunklen Wegelagerern, von Verbündeten und Freunden aus allen Himmelsrichtungen, von weisen Lehrern und Geschichtenerzählern, von Trommelklängen und Gebeten aus der Basishütte.
Frei… wild… wunderschön… klar… erhebend.
Tief verbunden mit dem Elementaren, mit den Kräften und mit nährenden Quellen. Jeder für sich und alle gemeinsam als Gruppe aufgehoben im großen Ganzen. Beeindruckt… demütig… dankbar. Zurückgekehrt. Zurück über die Schwelle, zurück in eine Umarmung, Tränen, zurück in die Almhütte, zurück zu meinen Visionsfreunden, erschlankte Gesichter, strahlende Augen, Umarmungen, zurück an den Suppenteller, zurück zu den ersten Worten, zurück nach Strobl, zurück zur Dusche, zurück zum Festmahl und zur Musik. Dichte, intensive Tage danach. Geschichten hören, Geschichten erzählen. Mitteilen, miterleben, mitweinen, mitstaunen und mitfühlen. Manches noch unverstanden, manches noch verpackt und manches noch lange in der Schatzkiste. Geschenke.
Deine Geschichte ist auch meine Geschichte. Meine Geschichte ist auch deine Geschichte. Herzlichen Dank an Euch, Simone und Christian, für das gekonnte Aufbereiten des Erfahrungs- und Erlebnisraumes. Herzlichen Dank an Euch Visionssucher, JCHDREH, für Euren Mut, Eure Geschichten und Euer Sein. Wir Strobler-2011-Visionssucher drehen uns als gemeinsames Rad weiter. Ho!
(Margit , 36 Jahre, Visions-Suche im Salzkammergut 2011)


 

Als ich für mich entschlossen habe diese Reise zu machen, hatte ich noch viel vor mir. Zuerst musste ich meine Eltern davon überzeugen, dass es der richtige Zeitpunkt für mich ist eine Visions-Suche zu machen, denn sie waren nicht davon begeistert, dass ihre „kleine“ Tochter sich so einer großen Herausforderung stellen wollte. Für mich waren die 10 Tage ein Wechselbad der Gefühle und eine riesengroße Lebenserfahrung, die mir viel über mich selber verraten hat. Heute kann ich sagen, dass sich mein starker Wille gelohnt hat und ich dieses Erlebnis in meinem Leben nicht mehr missen will.
(Luisa, 17 Jahre, Visions-Suche für junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)   


 

Ich bin hinaus gegangen um mich zu finden und in Kontakt mit meiner Kraft und Stärke zu kommen, die ich in mir immer gespürt habe. Die Natur auf der Alm hat mich mit alle dem verbunden und ich habe in der Zeit draussen das gefunden und bekommen was ich gesucht habe. Zurück in meiner Welt spüre ich meine Präsenz und mein Selbstbewußtsein ganz deutlich, und mit dem werde ich in meinem Sport erfolgreich werden. Danke an Christian und die Gruppe.  
(Bernd, 24 Jahre, Visions-Suche junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)


 

Vor der Visions-Suche war alles, was ich mir unter einer Auszeit vorstellen konnte, ein Abenteuer, die Chance sich in einer Extremsituation selbst zu testen. Ich wollte am liebsten 3 Tage Sturm und den am weitesten entfernten Platz. Ich bekam 10 absolut intensive Tage. Jeder einzelne faszinierender und fordernder als alles, was ich erwartet hatte........Und insgesamt ein unglaubliches Geschenk für mich, wie auch all das, was danach kam!
Ich danke dir und allem was dazu gehört hat.
Der Stein wurde angestoßen und ich freue mich zu sehen, wo er überall hinrollt.
(Lena Marie, 18 Jahre, Visions-Suche junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)


 

Nach der Auszeit auf der Alm hat sich jeder TeilnehmerIn selbst einen Brief geschrieben. Du Christian hast sie für uns aufbewahrt und nach einem Jahr per Post zugeschickt. Ich bekam den Brief kurz bevor ich mich wieder auf den Weg nach Strobl machte, um meinen jüngeren Bruder zu seiner Visionssuche zu bringen.
Du hast einmal während der Zeit in Strobl gesagt, dass die Visionssuche eigentlich mindestens ein Jahr lang dauert. Jedenfalls kommt es mir nunmehr so vor, als hätte genau nach einem Jahr mit meinem zweiten, wenn auch nur ein paar Stunden dauernden Aufenthalt im Salzkammergut, ich plötzlich alles im Sack gehabt.

Ich habe mich bis dahin immer wieder zurückgesehnt zu den Erlebnissen meiner Auszeit. Im Jahr danach war ich stark beeinflusst von dem Talisman, einem Vogel, den Du für mich als Andenken ausgesucht hattest. Zunächst war ich sehr stolz auf ihn, dann hatte ich das Gefühl das er meine körperlichen Gefühle stark verstärkt und ihn daher aus Angst nicht mehr getragen. Mir wurde viel bewusst, bis sich die Wogen um den Vogel wieder glätteten, und ich bekam wieder ein unbeschwertes, liebevolles Verhältnis zu ihm.

Als ich also genau ein Jahr nach meiner Auszeit wieder auf die Alm zurückkehrte, begegnete ich auf meinem Spaziergang wieder dem Bussard. Auf dem Nachhauseweg war mein Talisman dann nicht mehr auffindbar, er ist wohl dort geblieben und das ist in Ordnung für mich.

Mein Absichtssatz mit dem ich damals in die Natur hinaus gegangen bin, war für mich etwas Neues und Erstaunliches. Die Dinge die ich über mich erfahren habe waren ja schon immer in mir drinnen, aber jetzt weis ich es! Ich kann hinaus gehen und spüren, dass ist ein inniger Teil meines Lebens geworden. Ich werde bestimmt wieder einmal eine Visionssuche machen, denn das ist Irre!
(Andreas, 20 Jahre, Teilnehmer Jugend-Visions-Suche im Salzkammergut 2009)


 

Seit meiner Auszeit in den Alpen habe ich in jeder Hinsicht extrem viel erlebt, überwiegend positives.
Nach der Auszeit hat sich in kurzer Zeit viel getan. Ich hab jetzt das Architektur Studium in Angriff genommen und es macht total Spaß, auch wenn es manchmal an alle Grenzen stößt. Kurz um. Die Visionssuche die du geleitet hast, hat mich einen riesen großen Schritt in meinem Leben weitergebracht. Dafür danke in dir und all dem, was noch damit zu tun hatte.
(Jonas, 20 Jahre, Visions-Suche für junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)


 

Brief vor der Visions-Suche: ich war bei Natur. ich habe mich gefühlt einsam und niemand ist bei mir, keine Familie, keine bruder und keine vater und mutter. leben ist so schwerig und ich kenne nicht niemand zu sprechen und die kultur ist ganz andere und die leute sind ganz andere und die Lande ist ganz andere. ohne Familie in andere lande das ist sehr traurig.

ich bin mit 16 jahre meine land verlassen und nach Österreich gekommen. Leute geboren hier und mit familie hat genug brot und bequem leben. wir haben nicht bequem leben und genug brot für essen, keine arbeit und keine geld in unsere Land. was ist leben?

Danach: ich weiß das ich bin und Weg finden jetzt leicht. Natur auf mich passt, ich fühlen was ich alles hab, leben hat sinn und sein nicht mehr allein. Ich möchten frau und familie und Kinder und arbeit und werden glücklich. DANKE
(Ali Dost, 18 Jahre, Flüchtling aus Afganistan;
Visions-Suche für junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)


 

„Die Natur schenkt einem das, was man braucht – nicht das, was man sich wünscht.“

Ich hätte mir drei Tage lang Sonne gewünscht. Ich hätte mir ein Plätzchen gewünscht, hoch oben mit Aussicht auf die heiligen Berge, vielleicht einen See oder Bach in der Nähe, ein schützendes Wäldchen im Rücken. Ich hätte mir Durchhaltewillen (in jeder Situation!) gewünscht.

Es hat zwei Tage und zwei Nächte lang geregnet und gewittert. Mein Lager liess mir freie Sicht aufs Basecamp und die Widerstandskraft von Körper und Seele war etwa so stark wie meine zwar heimelige, aber etwas ungünstige Regenplanen-Konstruktion...

Es kam also alles ganz anders als erträumt. Aber eines ist sicher: uns wurde das beste Wetter überhaupt geschenkt und ich hatte für mich den wunderbarsten Platz auf Erden gefunden! Der Weg zu dieser Erkenntnis war von vielen Zweifeln und Tränen geprägt. Doch endlich konnte ich auch wieder weinen und die Schönheit des Loslassens erfahren.

Es ist nicht einfach, seinen Platz im Leben zu finden. Und genauso schwierig gestaltete sich auch meine Platzsuche auf der Alm. Wie eine Verrückte stürmte ich jeden Berg hinauf und gönnte mir weder Rast noch Zeit um mich selbst zu spüren. Nach Stunden der erfolglosen Suche kehrte ich mit einem Gefühl der Leere ins Basecamp zurück.

Heute weiss ich, dass ich nicht auf die höchsten Berge muss, um zufrieden zu sein. Meinen Platz fand ich erst am anderen Tag und er fühlte sich absolut richtig an. In meiner Auszeit auf der Alm genoss ich die Ruhe und Gewissheit, absolut nichts tun zu müssen. Jeder noch so kleine Schritt war von Bewusstheit erfüllt und ich erlebte singend und durch den Wald streifend Stunden des einfachen Glückes. Ich konnte viel Ungutes ablegen und Vertrauen in mich und die Welt tanken. Selten zuvor in meinem Leben habe ich eine solch echte Herzlichkeit und Brüderlichkeit unter Menschen erlebt, wie ich sie bei der Visionssuche erfahren durfte. Ich glaube, ich habe meine Augen noch nie in einem derartigen Blau leuchten sehen, wie in den Tagen nach der Auszeit...
(Ursina, 20 Jahre, Visions-Suche für junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)


 

Gedicht für die Männer, von uns Frauen

Ihr Männer die ihr seid,
liebevoll und stark,
aggressiv und mutig.
Wir Frauen lieben euch,
und wir brauchen euch.

Wir fühlen uns angezogen und
sind bezaubert von eurem
Spirit und eurem Logos.

Ihr seid wie ihr seid.
Und ihr liebt und begehrt uns Frauen.
Ihr fürchtet euch vor uns,
weil wir intuitiv eure Gefühle wahrnehmen,
manchmal bevor ihr etwas preisgeben möchtet.

Es ist an der Zeit,
dass wir Frauen aufhören diese Macht zu missbrauchen.

Es ist an der Zeit,
dass wir anfangen diese Macht zu nutzen,
um in einen liebevollen Kontakt mit euch zu treten.
Einen Kontakt der von gegenseitigem Respekt
und Anerkennung zeugt.

Es ist für uns an der Zeit,
aufzuhören das zu leben was ihr seid,
euch das vorzuleben, wie wir euch haben möchten.

Es ist an der Zeit,
dass wir Frauen wieder das leben was wir sind.
Und so auch ihr Männer das leben könnt, was ihr seid.

Damit wir uns vereinen und gemeinsam
mehr Liebe in diese Welt hinaustragen können.
Wir schaffen gemeinsam neues Leben.

Möge die Kraft des Feuers uns antreiben.
Möge der Wind uns abkühlen,
das Wasser uns leiten und reinigen.
Möge die Erde uns ein Zuhause sein.

Diese Zeilen hat Stefanie in ihrer Auszeit auf der Alm verfasst und den anderen Teilnehmern als Geschenk zurück gebracht. Mit ihrer Erlaubnis darf ich es auch auf meiner Homepage veröffentlichen.
(Stefanie, 24 Jahre, Visions-Suche für junge Erwachsene im Salzkammergut 2010)


 

Für mich war diese Zeit eine Erfahrung, die an Intensität mit nichts vergleichbar ist, was ich bis dahin kannte. Ein unglaublich weites Feld von Gefühlen und Stimmungen - von Genuss bis Verzweiflung, von innerer Ruhe bis Rastlosigkeit, von "nichts passt" bis "alles darf so sein wie es ist" … begleitet von sehr starken und einprägsamen Bildern aus der Natur.
Ich habe nichts grundlegend Neues über mich erfahren - es waren dieselben Themen wie in meinem "alltäglichen Leben", ich war und bin immer derselbe - aber ich habe alles ganz neu erlebt, gefühlt und wahr-genommen.
Mir wurde bewußt, dass ich ein gewisses Maß an Sicherheit brauche, um entspannen und genießen zu können, um meine Lebendigkeit und Kreativität zu spüren, um meinen Weg zu gehen. Aber welchen Aufwand treibe ich für wieviel (vermeintliche) Sicherheit?
Ich wurde reich beschenkt. Da war eine Blumenwiese - an Vielfalt und Schönheit durch nichts zu übertreffen. Auf dem Gipfel eine junge Frau und ein junger Mann, die mit Leichtigkeit und Freude den Moment genießen. Beim Abstieg kam ein Kräutermännchen quer des Weges. Das Leben darf schön sein - es ist alles da! Worauf warte ich?

Eines meiner Geschenke, die ich in den Tagen draußen bekommen habe, sind Texte zu bekannten Melodien. Hier ist eine Kostprobe mit meinen Worten zu der Melodie "Let it be" von den Beatles.

Let it be, let it be, let it be - yeah - let it be,
there are million things I don't see, I don't see

If I go out and trust my heart,
things are showing up to me,
spending light on my way,
let me see, let me see

Let it be, let it be, let it be - yeah - let it be,
just look outside your window, and you'll see, and you'll see

Mein Dank aus tiefstem Herzen geht an die Männer, die mich bei dieser Erfahrung begleitet haben - und an Christian Kirchmair, der den Raum geschaffen und seinen Raum gegeben hat, mit viel Liebe und Klarheit, mit Präsenz und Kompetenz, mit einer Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit, wie sie sonst nur in der Natur vorkommt. Danke, Christian!
(Jens, 47 Jahre, Visions-Suche auf einer Alm im Salzkammergut 2010)


 

"Da war einfach nichts". Diese Worte, ausgesprochen nach einer Nachtwanderung in absoluter Dunkelheit in der Vorbereitungsphase zu den 4 Tagen Visionssuche in den Bergen, waren der Toröffner aus den dunklen Untiefen meiner inneren Welt. Mir ging im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf. Es ist unglaublich, wie viele "Gespenster" wir im Laufe unseres Lebens kreieren und pflegen. Die damit verbundenen Ängste quälen uns ein Leben lang. Ausser man nimmt sich eine "Auszeit" in der Natur und stellt sich ihnen. Wenn diese Auszeit so professionell und kompetent geführt wird, wie Christian Kirchmair es tut, dann ist der größtmögliche Erfolg garantiert. Es hängt nur noch von Dir selber ab, denn das alles hat alleine mit Dir zu tun.

Wenn ich mir die Erzählungen meiner VorschreiberInnen durchlese, dann bekomme ich Tränen in die Augen, denn es sind genau meine Empfindungen und Gefühle, die in diesen Worten stecken, als wäre ich bei ihnen gewesen. Irgendwie war und bin ich es auch. Diese Verbundenheit, selbst mit mir unbekannten Menschen und aus der Entfernung, ist unglaublich stark und zukunftsweisend. Sie gibt Kraft.

Es stimmt: wir leben ein Leben, das uns immer mehr von uns selber entfernt. Aber die moderne Welt ist so wie sie ist, wir haben sie erschaffen. Lernen wir mit ihr gut umzugehen. Dazu müssen wir aber zuerst lernen gut mit uns selber umzugehen. Ich kenne keine effektivere Methode als diese Visionsuche. 11 Tage von 365 Tagen in einem Jahr! Was für ein kleiner Einsatz für so einen grossen Gewinn, den man dafür bekommt.
(Hans, 47 Jahre, Visions-Suche auf einer Alm im Salzkammergut 2010)


 

2 Wochen danach: Irgendwie vermisse ich Euch alle. Es scheint, dass wir eine tiefe, unsichtbare aber fühlbare Verbundenheit entwickelt haben in jenen 11 Tagen, die schon über zwei Wochen zurückliegen. Zwei Wochen, die mir einerseits wie eine Ewigkeit vorkommen, und andererseits als wäre es vorgestern gewesen.

Ich möchte diese Gelegenheit ergreifen, um Euch einige meiner Gedanken und Erfahrungen in diesen Tagen mitzuteilen. Als Vision-Quest-Küken sind das meine ersten in dieser Richtung. Zuerst war ich sehr froh, dass das alles vorbei war. Endlich wieder in einem anständigen Bett schlafen, keine feuchten Klamotten anziehen, meine geliebte Frau spüren, usw. Das waren meine ersten Gedanken auf der Heimfahrt. Ich konnte nur langsam, für meine Verhältnisse sehr langsam fahren. Hatte das Gefühl, ich fahre mir selber davon. Ich war wirklich "entschleunigt". Ein gutes Gefühl. Auch das meiner Stärke und meiner Ganzheit. Neue Gefühle, oder besser, sehr lange nicht mehr gefühlte. Eine merkwürdige Mischung aus sich selber spüren und sich neugierig beobachten, was noch so passieren möge.

Meine Frau hat mich merkwürdig empfangen, fast wie einen Fremden. Jemand in mir wollte verletzt und beleidigt sein, der andere in mir aber wusste um die Angst, die ihr schon vor der Visionssuche gekommen war, und die sie sehr verunsichert hat. Die weibliche Intuition ist stark. Sie hat meine "Veränderung" vorgespürt. Sie hatte einfach Angst, mich zu verlieren. Meine Stärke und Ganzheit brachte Gewissheit mit sich, was sich wie, wann entwickeln wird und was zu tun war. Ich habe sie geführt, und sie hat sich dann auch führen lassen, weil sie wieder Vertrauen in die Stärke ihres Mannes spürte. Heutzutage gehen wir gezielt gemeinsam bei einem schweren Gewitter in den Wald spazieren. Hätten wir früher nie gemacht. Auch sonst hat sich unsere etwas aus der Bahn geratene Beziehung, die in Alltäglichkeiten, Pflichten, Gewohnheiten, usw. zu ersticken drohte, neu belebt. Wir lieben uns wieder wie in der ersten Zeit, aber aus der Erfahrung von heute. Ein tolles Gefühl.

Ja, ich habe mich verändert. In dem Sinne, dass ich mich in meine eigene Richtung verändert habe, zu mir selbst. Ich kann heute genau unterscheiden, wann mein Kind das Ruder übernimmt oder übernehmen will und ihn lassen oder liebevoll zurücknehmen. Es ist aber auch wichtig, ihm einen Platz zur Entfaltung zu geben, wo er Kind sein kann und darf, unbeschwert und unbekümmert, ohne Druck, Erwachsenenrollen spielen zu müssen.

Für mich ist das etwas Gewaltiges, was sich da langsam aber kontinuierlich in einem tut. Manchmal kommt etwas heraus, durch einen Traum, einen Geistesblitz, eine Vision. Überhaupt haben sich vorhandene Wahrnehmungskanäle erweitert und auch manche neue entwickelt. Etwas geschieht mit mir. Manchmal ist mir das unheimlich, was ich da alles spüre, sehe und fühle. Ich muss mich dann zurücknehmen, um die Menschen um mich nicht zu überrollen. Die Kraft und die Gewissheit bringen aber auch Geduld und Gelassenheit mit sich. Und das ist etwas, das einen das alles zusätzlich noch geniessen lässt. Kennt ihr das auch? Sich selber spüren und geniessen zu können? Ich kann mich nicht erinnern, das schon einmal so empfunden zu haben.

Christian Kirchmair. Das ist für Dich ganz alleine: DANKE! Ohne Dich hätte ich das u.U. nie gemacht. Was für ein Verlust für mich selber. Es waren deine seelenvolle Persönlichkeit, Deine Stärke, Ruhe und Gelassenheit, Deine Kompetenz, Deine Offenheit und Natürlichkeit, die Art wie Du uns aufgenommen und ein Heim gegeben hast, aber auch die Art wie Du uns geführt und geschützt hast am Berg. Auch wenn Du sagst, dass Du kein Schamane bist. Du bist einer!
(Bernard, 56 Jahre, Visions-Suche auf einer Alm im Salzkammergut 2010)



Der einmalige Spirit dieses Quests wird mich weiterhin auf allen Wegen begleiten: Wir haben gelacht und geweint, gesungen und getanzt, gelitten und triumphiert und, vor allem, gespürt und gefühlt! Mehr geht wirklich nicht - die Intensität und Nachhaltigkeit habe ich meinem Mut, aber auch dem meiner großartigen Kameraden zu verdanken, die sich wie ich der Herausforderung gestellt haben.
(Christian, 54 Jahre; Visions-Suche für Erwachsene; Alm im Salzkammergut 2010)


 

An dem Wochenende der Jugend-Visonssuche wurde ich reich beschenkt. Mein Sohn Andreas war unterwegs in Österreich bei seiner Initiation zusammen mit Christian, Claudia und 12 anderen Jungen Erwachsenen. Ich wurde von ihm eingeladen, zusammen mit seiner Mutter, beim Zurückkommen aus dem Retreat und beim Teilen der Geschichten und Spiegeln dabei zu sein. Die Geschichte von Andreas über seine Auszeit hat mich tief berührt. Auch wir Eltern waren eingeladen, das zu teilen, was uns beim Erzählen der Geschichte bewegt hat. Es war Raum da, um Danke zu sagen, um Verzeihung zu bitten und stolz zu sein - stolz auf unserern Sohn, der nun als freier Mann seinen eigenen Weg geht. Es war ein tiefes, berührendes und wunderbares Erlebnbis. Mit ihm und allen anderen diese Stunden teilen zu können, hat mich so bereichert und beflüglet, dass ich dafür gerade keine weiteren Worte finde.
(Vater von Andreas, Teilnehmer Jugend-Visions-Suche im Salzkammergut 2009)


 

Vor zwei Jahren war mein Sohn Maximilian bei Ihnen. Maximilian und ich haben nie über die Zeit bei Ihnen gesprochen. Er wollte das nicht.
Nun habe ich durch Zufall auf Ihrer Website seinen Eintrag gesehen und freue mich so, dass er einen Weg den er für sich gefunden hat beschreibt. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er seiner Vision folgen kann.
(Vater von Maximilian, Teilnehmer Jugend-Visions-Suche im Salzkammergut 2007)



Vision Quest Juni 2009 – für mich eine Zeit, die ich wohl nie wieder vergessen werde. Das kann ich jetzt 2 Wochen später schon sagen, denn die Veränderungen, die sich „ergeben“, sind tiefgreifend, auch wenn sie noch nicht hundertprozentig absehbar sind.
Schon in der Vorbereitungszeit konnte ich tief eintauchen in alte Kindheitsmuster und Verletzungen. Die Vision Quest selbst war für mich wie Sterben und Wiedergeboren-Werden. Begleitet von Christian und Simone konnte ich erleben, wie es sich anfühlt, so ganz angenommen und getragen zu werden, als ich leider erkrankt 2 Dauerregentage in unserem Basiscamp verbringen musste. Fast wort- und begegnungslos waren diese beiden Tage, als ich fastend und allein in meinem Schlafsack lag, und doch war diese Zeit für mich unglaublich wichtig. Und gerade weil ich so sein durfte wie ich bin (und musste, weil mir mein Körper keine andere Wahl ließ), und mich deshalb auch nicht als Versager gefühlt habe, konnte ich mit Hilfe dieser beiden „Geburtshelfer“ in der anschließenden Zeit in der Natur meine Wiedergeburt erfahren.
Ich habe mir im Vorfeld von Christian einen „Tritt“ gewünscht, damit ich endlich das Leben lebe, das ich mir immer gewünscht habe. Nun habe ich wirklich diesen „Tritt“ bekommen und bewege mich auf einem neuen Gleis, und das in Bezug auf mein GANZES Leben.
Vielen Dank euch beiden für diese unglaublich schöne, wertschätzende und einfühlsame Begleitung!
(Doris, 49 Jahre; Visions-Suche für Erwachsene; Alm im Salzkammergut 2009)



Mein Wunsch für die Mondwanderung war es, meine Erkenntnisse der letzten Jahre zu einem Resümee zu verschmelzen und mit neuen Visionen in die Zukunft zu gehen. Schon Christians Fragebogen zur Vorbereitung auf das Seminar hat bei mir wichtige Fragen aufgeworfen und mich sehr gut auf das Seminar eingestimmt. Der Platz auf der Alm ist idyllisch und sehr nach meinem Geschmack. Grüne Almen, dunkle Nächte mit knisterndem Feuer und ein paar Tierlauten, schlafen unter freiem Himmel am Waldrand, ein großes Stück Ruhe ohne alle Ablenkungen: Da konnte ich gut zu mir finden!
Ich wusste ungefähr wie der Ablauf sein und was auf mich an Aktivitäten so zukommen würde, die Erlebnisse und Ergebnisse dieser drei Tage waren aber zum Teil sehr überraschend für mich. So konnte ich Themen meiner Kindheit und Jugend positiv abschließen, die zu bearbeiten ich gar nicht im Sinn hatte.
Die 1 ½ Tage zur Vorbereitung aber auch der Tag zur „Nachbereitung” waren für mich sehr wichtig. Christian hat mir dafür tolle „Werkzeuge” angeboten und die Gruppe sehr angenehm und sehr professionell geleitet. Das Feedback der anderen Seminarteilnehmer war sehr bereichernd, aber es war auch interessant die unterschiedlichen und doch ähnlichen Probleme der Gruppenteilnehmer kennen zu lernen. Danke an Euch alle! Eine super Erfahrung und der große Wunsch so etwas öfter und auch länger zu machen!
(Thomas, 39 Jahre, Mondwanderung, auf einer Alm im Salzkammergut 2008)



Mein Lebensmotto „Tu, was Du willst”, das so einfach klingt, und gar nicht immer einfach ist, war zum Stillstand gekommen. Ich wusste nicht mehr, was meine Ziele sind, was mir fehlt, wo ich mich in meinem Leben hinbewegen sollte, was ich mit dieser großen inneren Leere in mir anfangen sollte. Mein Alltagsleben jobseitig als Unternehmensberater und begeisterte Bergsportlerin in meiner Freizeit, hatte schon vor acht Monaten eine Zwangspause durch einen schweren Sportunfall abbekommen. Aber gerade jetzt, da meine beschädigten Knochen wieder langsam geheilt waren, und Arbeit und Freizeitaktivitäten wieder hektisch weiter liefen, wurde die Verzweiflung immer größer.
Diese dreieinhalb Tage auf der Alm, in der Natur, besonders diese 24-Stunden-Reise in das Land hinter der Schwelle, haben alles umgedreht. Die Natur hat mir mit dunklen Waldflecken, Irrwegen, stärkender, und auch brennender Sonne, dem wunderschönsten Sternenhimmel, unzähligen Sternschnuppen, singendem und mahnendem Wind, hellgrünen Frühlingsfarben, und klaren, kalten Steinen gezeigt, was das nun ist in mir, das diese graue, schmerzende Geröllwüste in meinem Inneren angerichtet hatte, und wie es wieder zu einem blühenden, sprießenden, wachsenden Garten in mir erstrahlen kann. Nun kann ich wieder weiterleben!!! Dazu gehört auch, dass ich mich wieder mehr als vollständige Frau fühle, auch wenn bzw. gerade weil ich die Männerwelt um mich rum so sehr schätze, liebe und brauche. Christians weise Intuition, menschliche Hilfe, Erfahrungsschatz und – last but not least – Professionalität mit den Rahmenbedingungen waren maßgeblich dafür, dass mir die Natur soviel gespiegelt hat. Ihm und auch der wunderbaren Gruppe von Mitteilnehmern danke ich zutiefst.
(Karin, 37 Jahre, Mondwanderung, auf einer Alm im Salzkammergut 2008)



Woow, das war echt eine interessante Erfahrung... Ich fand es ungemein entspannend zu keiner Zeit einen Rückzugspunkt zu suchen, weil ich mich nie angegriffen fühlte. Mir war diese Offenheit am Anfang fremd und meinem bisherigen Leben diametral entgegengesetzt. Ohne Nahrung nur mit einer vollen Kanne Wasser, bin ich den Berg hinauf. Ich fühlte mich nicht schwach, war nicht hungrig. Ich war getrieben von unbestimmbarem Hass und Wut und stürmte so schnell hinauf, dass ich als ich oben angekommen war etwas perplex um mich sah. Auf dem Berg. Ruhe. Unendliche Ruhe sondergleichen. Ich atmete schwer und war fix und fertig. Ich blieb zwei Stunden sitzen und schaute in die Berge. Ich mag die Berge nicht wenn ich im Tal bin! Aber oben war meine Aussicht so weit. Der Himmel war klar und ich konnte mich Sattsehen.
Ich war am Ende eines Weges, ob ich wollte oder nicht. Der Berg war zu Ende. Ich saß da und spürte wieder die Wut und den Hass und irgendwann war es mir zu viel und ich ließ Beides fallen. Und dann war da nichts mehr und ich sah nur noch das Land. Gegen Ende dieser Zeit völliger Leere fing ich an zu weinen. Ohne Grund. Ohne Gefühl. Irrational, mir fremd. Es machte mich traurig. Am Ende der Zeit auf dem Berg fand ich meinen Satz für die Auszeit und schrieb ihn mit einem Edding auf einen der vielen großen, fest verwachsenen weißen Steine. Ich hörte den Bussard schreien und wusste, dass es gut war, denn der Moment und mein Gefühl passten und so verlies ich den Berg auf einem neuen Weg. Meinem Weg, denn diesen Weg gab es bisher noch nicht. Ich bahnte mir einen Weg durchs Unterholz. Der Unterholzbruch den ich verursachte störte mich nicht. Ich hatte Striemen und blutige Kratzer aber mir war es egal, weil ich auf meinem selbst gewählten Weg unterwegs war.
Ich werde meine Spuren in der Welt hinterlassen und jeder wird dann selbst entscheiden müssen ob sie ihm gefallen oder nicht. Ich habe für mich entschieden, nicht mehr auf die Akzeptanz in der Gesellschaft zu schauen - und das ist für mich die größte Herausforderung auf dem Weg zu mir selbst. Ich bin zwar derselbe Mensch geblieben und hatte nicht die Erleuchtung auf der Alm. Ich habe aber vieles für mich mitgenommen und werde nun mein Leben von den Schatten früherer Ängste und Fehlschläge befreien, damit ich wieder ich selbst sein kann. Diese Erkenntnis ist etwas vom Wichtigsten was mir aus der Zeit der Visions-Suche geblieben ist. Wenn ich das geschafft habe, bin ich der Herr meiner Zeit und nicht mehr ein Opfer von Erwartungen und Terminen, die zu einer gesellschaftlichen Akzeptanz führen.
(Maximilian, 20 Jahre, Jugend-Visions-Suche auf einer Alm im Salzkammergut 2007)


 

Ich hatte das Gefühl, daß ich mich mit mir beschäftigen sollte! Mein bisheriger Platz war gut erfüllt mit Ausgeglichenheit. Einerseits herrschte diese positive innere Ruhe in mir und andererseits ruhte ich mir zu viel. Ich spürte meine positive Lebensveränderung als junger Vater in ihrer vollen, unausweichlichen Wucht – ich spürte, dass jetzt mein Zeitpunkt da ist, einen Schritt im Leben weiterzugehen. Aufgrund meiner unterkühlten Beziehung zu meinem Vater war für mich die Reflexion eines erfahrenen Mannes wichtig – wichtig, damit ich meine Lebensveränderung besser leben kann. Meine Gehhilfen sind mein Körper, mein Geist und meine Seele. Einige Stunden bei einem Psychologen waren für mich zwar auch gut, aber es gibt für mich zwei wesentliche Vorteile der Vollmondwanderung bzw. der Visionssuche – die Zeit und die Gemeinschaft. Die empfundenen Erkenntnisse sind nachhaltiger!
(Egon, 36 Jahre, Mondwanderung auf einer Alm im Salzkammergut 2007)



Für mich waren diese drei Tage etwas ganz Besonderes. Die Ruhe und die Nähe zur Natur haben in mir wieder etwas hervorgerufen, was ich schon längst vergessen hatte. Da ich auch im 6. Monat schwanger war, war es für mich ein wundervolles Erlebnis mit meinem Kind allein in der Natur zu sein, es zu spüren, mit ihm zu reden und zu singen. :-)) Ich wünschte ich hätte länger die Natur, die Tiere und die Gezeiten erleben können. Es hat mir wieder mal die Bestätigung gegeben, dass der Mensch nicht dafür geschaffen ist in Städten zu leben, hinter verschlossenen Türen und Mauern, umgeben von verpesteter Luft! Nun, wo mich die Stadt wieder eingeholt hat, komme ich mir wieder vor wie ein Buschmann in der Zivilisation. Ich vermisse diese Ruhe und die Zeit, die einem wie eine Ewigkeit vorkommt. Ich wünschte, die ganze Welt wäre nicht so hektisch, um zu sehn was das Leben noch zu bieten hat, außer diesen materiellen Dingen um uns herum. DIE WELT SOLLTE AUF VISIONS-SUCHE GEHEN!!!!!
(Tanja-Michelle, 23 Jahre, Jugend-Visions-Suche auf einer Alm im Salzkammergut 2006)



Eine Visionssuche liegt hinter mir. Und es bleibt mehr als eine Erinnerung. Da sind nicht nur Bilder, Gedanken und Worte in meinem Kopf, die aus vergangenen Zeiten berichten. Das war kein Erlebnis, das nur für den Moment war, und das mit der Heimreise beendet und abgeschlossen ist. Es bleibt ein tiefes Gefühl, eine Verbindung. Immer wenn ich die Natur aufsuche, spüre ich diese Verbindung wieder auf. Ich fühle mich wie heimgekehrt, ganz geborgen zwischen den Bäumen und Sträuchern. Die Natur wirkt intensiv auf mich ein, ich sehe dort viel mehr, als ich noch vor drei Wochen sah. Der Wald ist für mich zu einem Ort geworden, an dem ich in mich selbst einkehren kann, an dem ich tiefer in mein eigenes Wesen vordringe und dort Dinge entdecke, die vorher verschüttet lagen. Auf der Visionssuche, zu der ich mich dort zurückverbinde, habe ich eine Kraft in mir gefunden, die meine Chancen, ich selbst zu sein, wesentlich erhöht. Und das scheint mir unendlich viel wert zu sein – schlicht und einfach der zu sein, der ich bin.
Während der Auszeit habe ich festgestellt, wie ewig lang eine Minute und wie kurz drei Tage sein können. Ich wurde eingeführt in die Kunst der Rituale, die das ausdrücken, wozu Worte zu wenig sind. Ohne Nahrung, ohne Bücher, ohne Musik – ohne den ganzen Input, der sonst tagtäglich auf mich einströmt, schaffte ich es, etwas aus mir herauszubringen, das sonst von diesem vielen Gegenverkehr zurückgedrängt wurde. Auf meiner Visionssuche hatte ich zum ersten Mal den Eindruck, andere Menschen wirklich kennen zu lernen. Dort gibt es Spaß, dort gibt es aber auch Ernsthaftigkeit. Es gibt lachen, es gibt aber auch weinen. Es wird von schönen, es wird aber auch von den schlimmen Dingen im Leben berichtet. Es hat alles seinen Platz. Die Visionssuche ist etwas, auf das ich mit Stolz zurück blicken kann, eine Erfahrung, die mein Leben beeinflusst hat, und ein markanter Meilenstein, der den Punkt kennzeichnet, an dem ich meinen eigenen Weg ging.
(Karim, 19 Jahre, Jugend-Visions-Suche auf einer Alm im Salzkammergut 2006)



Ein doppelter Regenbogen spannte sich am Abend zum Abschluss meiner Medizinwanderung über das Tal. Dieses kräftige Symbol führte mich in einen Kreis, in eine Gemeinschaft von heiligen Männern. Aufgehoben im Kreis der Männer weinte ich um meinen Vater, weinte und tanzte ich aus Freude über meine Kinder, spürte ich die tiefen Verletzungen meines Herzens nach und schrie meine Wut, meine Schmerzen, wie ein verletztes Tier in die Welt hinaus. Gepaart mit den Tränen der Trauer, pflegte ich meine Wunden, erkannte die tiefe Verbundenheit mit meinem Vater und meinen Ahnen und im Kreis der Männer fühlte ich mich verstanden. Im Durchwandern des Medizinrades spiegelte sich mein Leben wider und tauchte ein in die Dunkelheit meines Schattens, aus dessen Tiefe sich Kräfte erhoben und ich meiner Selbst mit Achtung und Stolz als Mann gewahr wurde.
Im Kreise der Männer ein Versprechen abgegeben, mit sich und der Gemeinschaft sorgsam umzugehen, wurde die heilige Schwelle zur größten Heilerin überschritten, zur Mutter Erde. Die aufgehende Sonne hüllte die Landschaft in mystisches Licht und Mutter Natur zeigte sich in ihrer ganzen Pracht und Schönheit und ihr mächtiger Atem nahm mich auf. Überwältigt von diesem Angenommensein kamen Tränen und ich spürte meine Manneskraft. Mein Samen ergoss sich über das Kleid von Mutter Natur mit einem mächtigen Schrei – ich bin hier und lebe.
Und die Erde zeigte mir ihr Leben, wohlwollend im Glanz der Sonne, sprachen Bäume, Steine und Fluß zu mir, berührte mich der Skorpion und erfüllte das Konzert der Vögel die Tage. Als Adler flog ich übers Land und als Hirsch ging ich zum Fluß, umgeben von der Vielfalt der Tiere. Mächtig zeigten sich Himmel und Erde im Donner der Gewitter, in der Kälte des eisigen Windes. Mystisch belebt und verwandelt sprachen Steine, Bäume, Sterne im Licht des Mondes. Und immer wieder der Schrei von mir – ich bin hier und lebe. Mit den Wolken zog ich achtsam durch die Tage, Sterne und Wind trugen mich durch die Nächte und mit dem Blues meines Neugeborenen Lebens als Mann wieder auf der Schwelle von einem Mann empfangen zu werden. Mit dem Tanz der Freude begrüßten wir uns wieder im Kreis der Gemeinschaft der heiligen Männer. Auf dem Pfad des Regenbogens, mein Herz gefüllt mit großen Geschenken, kehre ich als singender Stein zurück in mein Tal, um zu tun was zu tun ist. Ho!
(Rupert-Georg, 45 Jahre, Männer-Visions-Suche in der Toskana 2006)



„Für mich persönlich war die Visions-Suche ein unbeschreibliches und unvergessliches Erlebnis. Ich konnte mich, in der Zeit wo ich alleine und fastend in Natur war, von Altem trennen damit etwas Neues entstehen kann. Ich konnte mich von meiner Kindheit lösen, damit ich als Erwachsener und selbstwusster Mann in mein Leben trete und das löste in mir unheimliche Kräfte aus. Alleine die Tatsache vier Tage und Nächte ohne zu essen im Wald zu verbringen und durchzuhalten erfüllte mich mit Stolz und machte mich stark. Die Visions-Suche war sicherlich ein Meilenstein in meinem Leben und ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung. Auch heute muss ich noch sehr oft an meine Visionssuche denken!”
(Wilhelm, 38 Jahre, Männer-Visions-Suche auf einer Alm in der Steiermark 2005)



Bei vielen von uns gibt es einen Zeitpunkt im Leben, wo wir zu Suchenden werden. Ich wählte den Weg einer Visions-Suche. Ich ging hinaus in die Wildnis, um vier Tage und vier Nächte, fastend, allein, mit mir selbst zu sein. Ich ging hinaus mit einem „Satz”, einem Vorhaben, wo ich dachte, dass es wichtig für mich sei. Doch die Natur, so unwahrscheinlich es sich auch für mich heute noch anhört, zeigte mir auf, wie es in meinem Leben war und ist. Sie führte mich zurück, zu dem was wirklich wichtig ist, sie zeigte mir auf in welchen Bereichen meines Lebens ich noch sehr viel zu arbeiten und zu verändern habe. Jetzt nach einem Jahr ist mir vieles noch deutlicher und klarer geworden. Meine „Quest”, ein Erlebnis, eine Erfahrung, die in meinem Leben viele positive Spuren hinterlassen hat.
(Arno, 41 Jahre, Männer-Visions-Suche auf einer Alm in der Steiermark 2005)

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